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Bienenweiden mit gefährlichem Inhalt: Riesenbärenklau, Ambrosia und Hanf

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Von: Mattias Nemeth

Das Anlegen von Bienenweiden ist ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz. Jedoch sollten Sie darauf achten was dort wächst.

München – Bienenweiden sind für Gärten, Freiflächen und Äcker eine tolle Idee. Jedoch sieht man nicht immer sofort jede Gefahr, die dort lauern kann. Denn Samen kann durch Wind, Flüsse und Tiere verbreitet werden. Das kann dazu führen, dass etwas wächst, was dort auf gar keinen Fall wachsen soll. Aber auch in Blühmischungen kann sich so Saatgut einschleichen, das dort nicht hineingehört. So passierte es in Deutschland schon mehrmals, dass aus Versehen mit Blühmischungen auch Hanf mit ausgesät wird. Sogar ein gesamter Kreisverkehr verwandelte sich so in eine Nutzhanfplantage.

Bienenweiden mit gefährlichen Inhalt: Riesenbärenklau, Ambrosia und Hanf

Aber nicht nur die lediglich aufgrund der Gesetzeslage gefährlichen Hanfpflanzen können dort aufgehen. Viel gefährlicher ist es, wenn mitten in der Bienenweide Riesenbärenklau aufgeht. Denn dieser ist eine invasive Pflanze, die schlimme Verbrennungen und lebensgefährliche Allergien auslösen kann*. Das Gift des Riesenbärenklau sitzt im Stängel. Dieses beseitigt den Sonnenschutz der Haut. Phototoxische Pflanzen wie der Riesenbärenklau entfalten im Kontakt mit UV-Strahlung, ihre volle Giftwirkung. Die Symptome reichen von Juckreiz und Übelkeit bis hin zu heftiger Blasenbildung und verbrennungsähnlichen Leiden, die sogar drei Tage später noch auftreten können.

Riesen-Bärenklau in einer wilden Blühwiese. (Symbolbild)
Auf den ersten Blick sieht der Riesenbärklau schön aus, jedoch ist sie gefährlich. (Symbolbild) © imageBROKER/Imago

Aber auch die für Allergiker sehr gefährliche Ambrosia-Pflanze kann in Blühwiesen aufgehen. Diese kann schlimme Allergien unter anderem mit Atemnot auftreten.

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Bienenweiden mit gefährlichen Inhalt: Diese Pflanzen sollten Sie stattdessen anpflanzen

Das sollte Sie aber nicht abschrecken, eine Bienenweide anzulegen. Es kommt nur selten vor, dass sich gefährliche oder verbotene Pflanzen einschleichen. Aber man sollte es trotzdem im Hinterkopf behalten. Es gibt aber auch viele Nutzpflanzen, die in einer Bienenweide angepflanzt werden können. Auf schnelle und einfache Weise können Gemüsegärtner für Insektennahrung sorgen, indem sie die eine oder andere Pflanze nicht ernten, sondern ausblühen lassen, zum Beispiel Porree, Zwiebeln, Salate, Kohl oder Brokkoli, wie kraut&rüben berichtet. Außerdem können Minze, Lavendel, Mutterkraut, Brombeeren und vieles mehr angepflanzt werden, beispielsweise auch:

Mit einer Bienenweide wird die Artenvielfalt gefördert und auch die Befruchtung der Nahrungspflanzen gefördert. Aber vor allem vor Ambrosia und Bärenklau, der auch als Herkulesstaude bekannt ist, sollte man sich hüten, denn diese kann in einer blühenden Bienenwiese nicht sofort gesehen werden. Aber sie kann auch an Flüssen, Wanderwegen oder in Wäldern auftauchen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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