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Aussäen im Dezember: Was funktioniert noch und was nicht?

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Von: Mattias Nemeth

Den Hobbygärtnern kribbelt es bereits kräftig in den Fingern. Auf vielen Garten-Foren wird auch bereits davon berichtet, was im Dezember ausgesät wird. Doch was funktioniert wirklich?

München – Wer bereits im Dezember etwas aussäen und vorziehen möchte, der braucht mehr als nur Platz. Es braucht viel Licht, ausreichend Wärme, das richtige Substrat und Glück mit dem Wetter. Denn, wenn der Winter doch noch länger dauert, können die Pflanzen durch die lange Zeit im Haus vergeilen.

Aussäen im Dezember: Was funktioniert und was nicht

Allerdings kann es sich bei manchen Pflanzen tatsächlich lohnen, vor allem bei solchen mit einer sehr langen Reifezeit. Deshalb kann man durchaus gegen Ende Dezember mit der Anzucht von sehr scharfen Chilisorten beginnen. Diese brauchen ganze 270 Tage bis zur Ernte. Außerdem kann es sich auch bei Pepinos und größeren Andenbeeren-Sorten lohnen. Aber auch wenn man es immer öfter liest, sollte man auf keinen Fall Tomaten vorziehen. Damit können Sie frühestens Ende Januar beginnen.

Ansonsten kann bei einer etwas geschützten Gartenlage auch folgendes Gemüse angebaut werden:

Ein Haufen frisch geerntete Kerbelrüben. (Symbolbild)
Kerbelrüben gehören zu den wenigen Gemüsesorten, die im Dezember ausgesät werden können. (Symbolbild) © Norman Krauß/Imago

Die Kerbelrübe ist ein altes Wurzelgemüse. Es gehört zu den Frostkeimern, deshalb wird sie auch erst jetzt ausgesät. Im nächsten Frühjahr kann es dann keimen. Allerdings ist die Keimrate bei diesem Gemüse deutlich geringer als bei der Karotte. Deshalb sollte die Kerbelrübe deutlich dichter ausgesät werden, um keine allzu großen Löcher zwischen den Gemüsen entstehen zu lassen.

Im Dezember können Sie aber auch noch ernten: Feldsalat, Rosenkohl, Grünkohl, Lauch, Winterendivien und Zuckerhut, wie kraut&rüben berichtet.

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Aussäen im Dezember: Alternativen für die Gartenaussaat

Auch wenn die Aussaat-Möglichkeiten sehr übersichtlich sind, können im Haus auch sogenannte Microgreens und Sprossen angebaut werden. Dafür kann unter anderem folgendes normales Saatgut verwendet werden:

Auch etwas aufwendigere Pflanzen wie Bananenpflanzen, Mandelbäume, Passionsblume, Kornelkirsche, Apfelbäume, Wacholder können im Haus ausgesät werden. Diese brauchen aber viel Licht und Wärme. Sollte man mehr als Microgreens anbauen wollen, ist es ratsam, sich Pflanzlicht zuzulegen. Für die Microgreens oder den Sprossen reicht ein heller Fensterplatz. Die richtige Gemüsevoranzucht beginnt dann ab Ende Januar. Also ein bisschen Geduld brauchen die Gartenfreunde noch. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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