1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern
  4. Anbau

Apfelbeeren: So leicht bauen Sie das Superfood im eigenen Garten an

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Die Apfelbeere, auch Aroniabeere genannt, wächst auch hierzulande gut. Sie braucht dafür nur die passende Pflege und den richtigen Standort.

Düsseldorf – Der Name Apfelbeere weist schon auf die Besonderheit der Pflanze hin. Die Apfelbeere fand ihren Weg nach Europa im 20. Jahrhundert und breitet sich seitdem hierzulande immer weiter aus. Mittlerweile schreiben viele Menschen der Aroniabeere sogar große Fähigkeiten bei der Heilung von Krankheiten zu, doch die treffen nicht immer zu. Dennoch lässt sich die Apfelbeere gut im Garten anpflanzen, um später daraus Marmelade oder Gelee zu machen oder sie den Vögeln zum Fraß übrigzulassen.

Apfelbeeren: Deswegen lohnt sich der Anbau der Aroniabeere im Garten

Zu der Gattung der Apfelbeeren gehören drei verschiedene Arten: die Filzige Apfelbeere, die schwarze Apfelbeere und Aronia x prunifolia. Wichtig für den Anbau im Garten sind jedoch nur die beiden Erstegenannten. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und erreichen bei guter Pflege eine Höhe von ein bis zwei Metern. Im Garten sollte also genügend Platz vorhanden sein, wenn Gartenfans sich eine Apfelbeere anschaffen wollen. Wer im Herbst einen besonders hohen Ernteertrag haben möchte, pflanzt am besten zwei Bäume. Die Pflanzen sind selbstbestäubend, sodass sich bei zwei Exemplaren die Blütendichte spürbar erhöht.

Allgemein gilt die Apfelbeere als äußerst pflegeleicht. Am liebsten wächst sie an einem sonnigen oder halbschattigen Standort und lässt sich laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) gut mit Bodendeckern aufwerten. Besondere Ansprüche an den Boden stellt die Apfelbeere keine, mit einer gelegentlichen Düngergabe unterstützen Gartenfreunde das gesunde Wachstum der Pflanze. Das Gute an der Apfelbeere: Da sie sehr tiefe Wurzeln bildet, ist sie jeder Trockenheit gefeit. Das heißt, auch in sehr heißen Sommern mit wenig Niederschlag geht die Pflanze nicht kaputt und Gartenfans müssen sie nur selten gießen.

Zu sehen ist ein geflochtenes, braunes Tablett auf einem rosafarbenen Tisch. Auf dem Tablett liegen mehrere Bündel frisch geerntete Apfelbeeren. Daneben steht eine Glaskaraffe und ein Glas, die beide mit dunkelviolettem Saft gefüllt sind (Symbolbild).
Aus der Apfelbeere lässt sich leckerer Saft herstellen (Symbolbild). © matka/Imago

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Apfelbeeren: Das macht die Beeren der Pflanze so besonders

Nicht nur wegen der sich im Herbst rot verfärbenden Blätter der Apfelbeere bekommt sie immer häufiger einen Platz im Garten. Auch aufgrund ihrer vielseitig einsetzbaren Beeren. Sie erinnern etwas an Blaubeeren und sind Ende August reif. Je länger sie am Baum hängen bleiben, desto intensiver wird ihr Geschmack. Doch auch Vögel lieben die Beeren, wer also zu lange wartet mit der Ernte, hat am Ende womöglich nichts mehr zum Ernten am Baum.

Die Beeren schmecken roh eher sauer und sind nicht unbedingt genießbar. Verarbeitet sind sie aber umso leckerer. So lassen sich aus den Apfelbeeren Marmelade, Gelees oder auch Saft machen, auch getrocknet sind sie lecker.

Die Apfelbeeren enthalten laut der Verbraucherzentrale unter anderem folgende gesunde Inhaltsstoffe:

Daneben enthalten die Beeren auch einen geringen Anteil an Gerbstoffen und Sorbit, die bei Menschen mit empfindlichem Magen Probleme auslösen können. Auch Amygdalin ist in den Beeren enthalten. Aus diesem Stoff kann Blausäure im Körper freigesetzt werden, jedoch nur beim Verzehr von sehr großen Mengen.

Die Aroniabeere ist mittlerweile in vielen pflanzlichen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln enthalten und wird als Heilpflanze angepriesen. Wissenschaftlich bewiesen sind positive Auswirkungen der Aroniabeere auf Krebsleiden, Diabetes und Co. jedoch nicht*. Die Versprechungen der Pharmaindustrie müssen Gartenfreunde also mit Vorsicht genießen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant