Anzuchtschalen mit Erde und Samen.
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Statt fertige Anzuchtschalen zu verwenden, können Pflanzenfans auch basteln (Symbolbild).

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Anzuchtschalen selbst machen: Upcycling-Ideen mit Plastik und Papier

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Für das Vermehren von Pflanzen und das Aussäen benötigen Hobbygärtner Anzuchtschalen. Anstatt diese zu kaufen, können sie aber auch einfach mit Upcycling selbst gemacht werden.

München – Auch im Winter können Pflanzenfreunde ihr eigenes Obst und Gemüse ziehen oder schon die ein oder Pflanze vorziehen. Dafür brauchen Sie aber Anzuchtschalen, die normalerweise im Gartencenter erhältlich sind. Deutlich einfacher geht es mit Upcycling im Haushalt vorhandener Reste.

Anzuchtschalen selbst machen: Upcycling-Ideen mit Plastik und Papier

Wer kein Gewächshaus oder ein Indoor-Gardening-System hat, wird auf Anzuchtschalen und spezielles Substrat zurückgreifen müssen, um Samen zum Keimen zu bringen. Teuer muss das ganz und gar nicht sein, denn die nötigen Materialien haben Sie oft schon zu Hause.

Anzuchtschalen können Sie leicht selbst machen aus diesen Materialien:

  • Eierkartons als Anzuchtschale: Die einfachste Methode überhaupt. Denn Eierkartons ergeben tolle Anzuchtschalen, berichtet auch merkur.de*. Eierkartons hat beinahe jeder zu Hause, wenn nicht, kann man sie sich auch vom Nachbarn ausleihen. Einzige Voraussetzung: Ungefärbt und unbehandelt sollte der Karton sein. Der Deckel wird abgeschnitten, in die einzelnen Felder kommt Erde und schon kann es losgehen. Der Deckel muss natürlich nicht weggeworfen werden, sondern lässt sich ebenfalls befüllen. Oder aber Sie basteln daraus eine Aufbewahrungsbox für die Samentütchen.
  • Plastikschalen von Gemüse und Obst: Auch die kleinen Schalen, in denen Beeren oder Trauben gerne angeboten werden, eignen sich. Sie sollten jedoch auf einem Teller stehen, denn oft haben diese Schälchen unten kleine Löcher. Waschen Sie die Plastikschalen gründlich aus, trocknen Sie sie ab und befüllen sie mit Erde. Ein großer Vorteil: Dank Deckel fungiert die Schale als kleines Gewächshaus und kommt sogar mit Drainagelöchern.
  • Anzuchtschalen aus Zeitungspapier: Das ist ohne Hilfsmittel wie spezielles Werkzeug nicht ganz so einfach. Denn Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier sollen stabil sein und das bedarf der richtigen Technik. Anleitungen dazu gibt es genug bei YouTube, falten Sie diese genau nach, damit er klappt.
  • Klorollen als Anzuchtschalen: Eine der bekanntesten Methoden sind Klorollen als Anzuchttöpfchen. Dabei haben Pflanzenfans zwei Möglichkeiten. Entweder die Rollen kommen halbiert oder ganz in eine Anzuchtschale und werden einzeln mit Erde gefüllt. Oder aber Sie schneiden die Rolle in der Mitte auseinander und drücken sie dann flach. Nochmal in der Mitte falten und auseinanderfalten. Sie sehen vier Knicke, an denen jeweils ein Stück weit eingeschnitten wird. Diese Enden klappen Sie nun nach innen und schon sollte das Töpfchen stabil sein.
  • Anzuchtschalen aus Milchkartons: Diese Methode ist fast zu einfach, um wahr zu sein. Denn Milchkartons geben nicht nur gute Laternen ab. In den Milchkarton schneiden Sie mit Schere oder Cutter eine Art Fenster, Sie schneiden also eine Seite so aus, dass ein kleiner Rand bleibt. Karton gründlich auswachsen, unten ein paar Löcher hineinstechen, mit Erde füllen und schon ist die Anzuchtschale fertig.
  • Konservendosen als Anzuchtschale: Ebenfalls eine einfache Methode, Dinge zu recyclen und daraus Anzuchtschalen zu machen. In den Dosenboden kommen noch einige Löcher. Schneiden Sie sich bei der Arbeit nicht! Erde einfüllen und schon ist auch diese Schale fertig. Dosen lassen sich vorab aber auch wunderbar bemalen, wie Sie es auch für Blumenvasen machen würden.

Bevor das Saatgut dann eingepflanzt wird, können Pflanzenfans noch überprüfen, ob es keimfähig ist. Mit etwas Geduld und dem richtigen Standort steht dem eigenen Gemüse oder den vorgezogenen Blumen dann nichts mehr im Weg. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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