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Algen an Bäumen: Deswegen ist die rote Färbung des Stamms ungefährlich

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Zypresse, die an allen Ästen mit einer rostroten Schicht bedeckt ist (Symbolbild).
Die rostrote Färbung der Rinde verursacht die Alge Trentepohlia aurea (Symbolbild). © IMAGO / Nature Picture Library

Der rötlich-rostige Mantel vieler Bäume in Wassernähe lässt Gartenfreunde staunen. Grund ist eine Grünalge, die die Pflanzen überzieht. Entfernen lässt sie sich jedoch nicht.

Leipzig – Ein Teich im Garten ist ein wunderbares Element, das Menschen Entspannung bringt und Tieren als Wasserquelle dient. Nicht selten sehen Gartenfreunde, dass Bäume, die in der Nähe dieses Teiches stehen, einen leicht rötlichen Überzug auf der Rinde bekommen. Ursache dafür ist eine Grünalge. Abbürsten lässt sie sich nicht, das ist aber auch gar nicht nötig.

Algen an Bäumen: Deswegen ist die rote Färbung des Stamms meistens ungefährlich

Natürlich wirkt der rote und wie Rost wirkende Überzug auf dem Stamm für viele Gärtnerinnen und Gärtnern ähnlich wie ein Flechtenbefall erstmal besorgniserregend. Doch Gartenfreunde können sich entspannt zurücklegen, denn die Algen sind sogar ein gutes Zeichen. Zwei Sorten von Grünalgen gibt es laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Deutschland:

Beide Arten gehören zur Gattung der Trentepohlia. Dadurch, dass sie selbst Chlorophyll produzieren kann, benötigt sie keinen Wirt und zieht sich ihre Nährstoffe aus der Luft. Das erklärt auch, weswegen Algen sich besonders gerne auf Bäume an Gewässern niederlassen. Dort ist die Luftfeuchtigkeit hoch und die Algen gelangen leichter an das lebenswichtige Wasser aus der Luft. Der Name Grünalge lässt sich ebenfalls von ihrer Lebensweise ableiten. Denn obwohl sie einen rötlichen Mantel auf dem Baum hinterlässt, ist das von ihr produzierte Chlorophyll grün. Die rote Färbung der Baumrinde geht auf die in den Zellen der Alge eingelagerten Carotinoide zurück.

Algen an Bäumen: Deswegen sind sie ein gutes Zeichen

Algen an Bäumen in Gärten sind also per se nichts Schlimmes. Gartenfreunde können sich sogar über sie freuen, denn sie sind ein Zeichen für gute Luftqualität. Ähnlich wie Flechten fühlen sich Algen nur wohl, wenn die Luft besonders rein ist. Je mehr Algen Gärtnerinnen und Gärtner also im Garten finden, desto besser ist die Luft. Aus diesem Grund gehört die Alge auch zu den Zeigerpflanzen. Denn nicht nur zum Bestimmen der Jahreszeiten sind Zeigerpflanzen sehr nützlich, sondern auch, um Gartenfreunden anzuzeigen, wie es ihrer Umwelt geht.

Das einzige Problem, das Pflanzenfans also mit diesen winzigen Zellen haben könnten, ist die Färbung der Baumstämme. Der Rinde macht sie nichts aus, rein das Optische stört den ein oder anderen. Damit müssen sich Gärtnerinnen und Gärtner jedoch abfinden. Denn keine noch so gute Bürste löst die Algen für immer vom Stamm, der Gartenmauer oder die Gartenmöbel. Am besten arrangieren sich Pflanzenfans einen gemütlichen Platz im Garten und freuen sich über die Algen.

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