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Achtsames Gärtnern: Mehr Fitness und Entspannung durch Gartenarbeit

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Von: Mattias Nemeth

Als die Fitnessstudios geschlossen waren, entdeckten viele das Gärtnern als neues Workout für sich und den Garten als Ort zum Abschalten und zum Stressabbau.

München – Kennen Sie das auch: das Gefühl, wenn Sie im Garten arbeiten, die Erde zwischen Ihren Fingerspitzen fühlen, das Summen der Hummeln hören, den Wind auf der Haut spüren und sich einfach wohlfühlen? Jegliche Sorgen sind in diesem Moment wie weggeblasen, es hat schon etwas Meditatives. Tatsächlich kann sich beim Gärtnern ein ähnlicher Zustand wie bei einer Meditation einstellen. Vor allem, wenn man ganz und gar in der Gartenarbeit aufgeht, sich bewusst dafür entscheidet, sich in diesem Moment nur dem Garten zu widmen.

Achtsames Gärtnern: So nutzen Sie Ihren Garten als Entspannungsort und Fitnessstudio

Immer mehr Hobbygärtner achten darauf, sich viel bewusster der Gartenarbeit zu widmen. Schließlich will man Schädlinge oder die Bedürfnisse der Pflanzen schnell erkennen, deshalb ist der Fokus sowieso schon auf den Moment und den Garten gesetzt. Allein der Aufenthalt in der Natur hat positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dazu auch noch die Verschnaufpause und die Glücksgefühle, die Hobbygärtner verspüren, wenn die ersten Blüten den Garten bunt färben: Besser geht es kaum. Diese Achtsamkeit auf den Moment ist sehr wertvoll in unserer schnelllebigen Zeit und kann vielen Menschen auch wieder Kraft geben. Das funktioniert auch beim Gärtnern auf dem Balkon*.

Natürlich wird das achtsame Gärtnern nicht bei allen sofort jeden Tag funktionieren. Es wird immer Tage geben, an denen Sie einfach schnell das Unkraut raus zupfen oder nur kurz gießen und dabei mit den Gedanken ganz woanders sind. Aber versuchen Sie doch beim nächsten Gärtnern, sich ganz bewusst nur auf den Moment zu konzentrieren:

Achtsames Gärtnern: Eine Möglichkeit Kraft zu tanken

Prüfen Sie die Qualität Ihrer Erde, indem Sie diese zwischen Ihren Fingerspitzen reiben. Was spüren Sie? Ist sie locker, hart oder vielleicht lehmig? Den Boden zu überprüfen ist wichtig, um auch auf dessen Gesundheit reagieren zu können, wie kraut&rüben berichtet. 

Schließen Sie doch mal im Kräuterbeet stehend die Augen, nachdem Sie über die Kräuter gestrichen haben und versuchen Sie den Geruch der einzelnen Kräuter, der nun freigesetzt ist, zu erkennen. Machen Sie sich wieder bewusst, dass der Garten Ihre persönliche Ruheoase ist, die Sie aktiv beim Abbau von Stresshormonen unterstützt. Nicht nur durch die körpereigene Produktion von wichtigem Vitamin D.

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Achtsames Gärtnern: Das optimale Workout

Aber das Gärtnern hilft uns nicht nur Stress abzubauen und uns zu entschleunigen, sondern ist auch sehr gut für unsere körperliche Fitness. Es gibt zwar auch einen gegenteiligen Trend, der die Gartenarbeit vereinfachen soll, doch einige setzen wieder auf die gute, alte Handarbeit. Die Arbeit mit Schere, Säge und Hacke sowie das Tragen von Gießkannen oder Graben beansprucht abwechslungsreich unsere Muskeln. Es ist ein optimales Ausdauer- und Krafttraining und wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem aus. Auch immer mehr Wissenschaftler bestätigen diese positiven Auswirkungen.

Hinzu kommt, dass die gesünderen Lebensmittel aus dem Garten eine bewusstere Ernährung fördern und natürlich sehr Nährstoff- und Vitaminreich sind. Das Gärtnern ist somit nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für uns und unsere Gesundheit. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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