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Gänseblümchen als Heilpflanze: Das steckt in dem bekannten Gartengewächs

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Von: Franziska Irrgeher

Gänseblümchen finden sich in fast jedem Garten. Viele wissen zwar, dass Gänseblümchen gesund sind. Doch was genau in ihnen steckt, können die wenigsten sagen.

München – Der Frühling bringt die Blüten der Gänseblümchen. Die unscheinbaren, meist weißen Blüten haben aber einiges mehr zu bieten als nur ihre Schönheit. Denn Gänseblümchen sind auch ein gesunder Snack für die Küche.

Gänseblümchen als Heilpflanze: Das steckt in der bekannten Blume

Gänseblümchen gehören wie selbstverständlich zu unseren Wiesen und Gärten. Sie blühen schon recht zeitig und nähren damit Insekten. Gerade im niedrigen Gras fühlt sich das Gänseblümchen (Bellis perennis) sehr wohl. Und wer kennt nicht das Spiel „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht“, zu dem die Blütenblätter abgezupft werden? Aber so ein Gänseblümchen ist nicht nur für Blumenkränze und Spiele gut, sondern auch für die Küche. Es heißt übrigens auch Marienblümchen, Tausendschön oder Maßliebchen und existiert auch als gefüllte Version.

Als sogenannte agochore Pflanze ist das Gänseblümchen übrigens schon lange mit dem Menschen durch die Welt gewandert. Konkret bedeutet der Begriff, dass der Mensch das Gänseblümchen versehentlich als Saatgut oder ähnliches mit ausgebreitet hat.

Grundlage des Gänseblümchens ist seine immergrüne Blattrosette, aus dann die Blüten sprießen. Dabei bestehen Gänseblümchen aus hunderten Einzelblüten innen (Scheinblüte) und mindestens zwei Reihen Blütenblättern außen. Bestäubt werden Gänseblümchen an sich über Insekten. Sie blühen lange, von März bis Oktober, aber auch mal im Winter. Die Blüten folgen dabei nicht nur der Sonne, sondern schließen sich auch bei Regen.

Gänseblümchen als Heilpflanze: Heilwirkung und Verwendung

Ebenso faszinierend wie die unscheinbare Pflanze ist auch ihre Wirkung. Vorab sei gesagt: Gänseblümchen sind schwach giftig, in geringeren Mengen aber absolut unbedenklich im Verzehr. Wer aber empfindlich reagiert und größere Mengen (mehrere Hundert Gramm) isst, kann Probleme wie Krämpfe, Erbrechen oder Durchfall bekommen. Allerdings kann es auch bei geringeren Mengen schon zu körperlichen Reaktionen kommen, denn das Wildgemüse und seine Zusammensetzung sind wir nicht mehr gewohnt.

Doch nun zu den positiven Eigenschaften von Gänseblümchen:

Bei all dem gilt: Alles kann, nichts muss. Ob und in welcher Dosierung Gänseblümchen helfen, ist unklar, nachgewiesen wurden aber beispielsweise antimikrobielle und antihyperlipidämische Wirkungen. Wer das Gänseblümchen daher gelegentlich auf das Butterbrot oder über den Salat streut, macht garantiert nichts falsch. Essen Sie nicht zu viel, dann drohen auch keine Magenbeschwerden. Sie sollten nur Gänseblümchen von Ihnen bekannten Wiesen nehmen, in deren Nähe kein Tierkot liegt.

Und ganz nebenbei gibt es auch einige nette Aberglauben. So soll derjenige, der die ersten drei Gänseblümchen des Jahres isst, etwa kein Fieber, keine Augenprobleme und keine Zahnschmerzen bekommen in diesem Jahr. Wichtige Arbeiten gehen mit am Johannistag zwischen 12 und 13 Uhr gepflückten getrockneten Gänseblümchen auch nicht mehr schief, man muss sie aber bei sich tragen.

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