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Feuerstelle im Garten selber bauen: Welches Werkzeug Sie brauchen – so geht’s Schritt für Schritt

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Von: Jasmin Farah

Im Herbst gibt es nichts Schöneres, als an einem knisternden Feuer zu sitzen. So errichten Sie Schritt für Schritt Ihre eigene Feuerstelle.

Ein knisterndes Feuer, eine warme Glut und vielleicht noch ein leckerer Gemüsespieß oder Würstchen auf dem Grill: Viele trauern den lauen Sommerabenden hinterher, die sie mit Freunden im eigenen Garten verbringen konnte. Doch das muss auch im Herbst nicht vorbei sein. Dank einer Feuerstelle können Sie auch jetzt noch manche Abendstunde mit Stockbrot und in geselliger Runde im Freien genießen.

Feuerstelle im Garten selbst bauen: Dieses Werkzeug brauchen Sie – und so gehen Sie Schritt für Schritt vor

Eine Feuerstelle mit Holzscheiten
Eine Feuerstelle im Garten ist nicht nur für Grillfans eine gemütliche Sache. © Manfred Ruckszio/Imago

Diese sollte am besten mit Steinen eingefasst sein, dadurch wird das Lagerfeuer gleich sicherer. Zudem sollte die Feuerstelle am besten an einem windgeschützten Platz im Garten und nicht zu nah am Nachbarsgrundstück aufgebaut werden. Ansonsten fliegen Funken oder strömt Rauch hinüber, was zu Problemen mit den lieben Nachbarn führen kann.

Zuerst sollten Sie sich das Werkzeug und das Material zurechtlegen, das Sie brauchen, um die Feuerstelle zu errichten. Letzteres sind neben Polygonalplatten und alten Klinkern auch Lava-Mulch sowie Basalt- und Fugensplitt. Folgendes Werkzeug benötigen Sie:

Das Anlegen der Feuerstelle

Als Nächstes heben Sie das Loch für die Feuerstelle aus. Dazu stechen Sie mit dem Spaten auf einer kreisrunden Fläche die Grassode aus. Das Loch sollte etwa 30 Zentimeter tief sein. Wie groß die Feuerstelle sein soll, ist Ihnen überlassen. Ein guter Richtwert ist, wenn die Grube unten circa 80 Zentimeter und oben etwa 100 Zentimeter misst. Und nicht vergessen: Um die Feuerstelle herum muss noch die Steinfassung passen. Deshalb sollten Sie zusätzlich noch einen gut 20 Zentimeter breiten Streifen für die Steinplatten um die Feuerstelle herum mit einberechnen.

Nachdem Sie das Loch ausgehoben haben, nehmen Sie den Handstampfer und drücken die Erde am unteren Grubenrand platt. Nun füllen Sie eine Schicht Lava-Mulch ein, verteilen die Ziegelsteine an den Seiten des Lochs und schlagen diese so mit einem Gummihammer ein, dass sie genau auf der Höhe der Außenkante enden.

Daraufhin wenden Sie sich dem Randstreifen der Feuerstelle zu. Zuerst verfestigen Sie die Erde dort ebenfalls mit dem Handstampfer. Dann schütten Sie auf den Streifen eine circa fünf Zentimeter dicke Schicht Basaltsplitt darauf. Diese gilt als Bettungsmaterial für die Polygonalplatten. Die Schicht ziehen Sie mit einer Maurerkelle glatt. Übrigens: Je dicker die Steinplatten, desto stabiler liegen sie auch und man kann sie auch kräftiger festklopfen. Für letzteres empfiehlt sich allerdings ein spezieller Pflasterhammer.

Achten Sie beim Einsetzen der Platten darauf, dass der Abstand dazwischen gering ist und sie diese so eng wie möglich, am besten wie ein Puzzle, zusammensetzen. Eine Wasserwaage hilft dabei, den Belag gerade einzubauen. Die Platten sollten so fest aufliegen, dass sie vorne mit den Ziegelsteinen der Feuerstelle abschließen.

Den Loch-Aushub bitte nicht entsorgen: Denn dieser kann sehr nützlich sein. Verwenden Sie ihn einfach dafür, um den Streifen zwischen den Platten der Feuerstelle und dem Rasen aufzufüllen. Schließlich füllen Sie den Splitt in die Lücken zwischen den Ziegelsteinen ein. Dieser wird mithilfe von Wasser – mit Gießkanne oder Gartenschlauch – eingeschlämmt. Mit einem Handbesen sorgen Sie dafür, dass der Splitt gleichmäßig in den Fugen verteilt wird.

Abschließend schütten Sie so den restlichen Lava-Mulch in die Grube der Feuerstelle und schichten ein paar Holzscheite darin auf. Darüber platzieren Sie, wenn Sie wollen, einen Schwenkgrill.

Extra-Tipp: Die Wahl des Holzes ist entscheidend

Damit ist die Feuerstelle fertig. Tipp: Für die Holzscheite nehmen Sie am besten immer nur wirklich trockenes, unbehandeltes Holz, zum Beispiel Buchen- oder Eichenholz, da sie lange glühen. Laub oder Rückschnitt hingegen sorgt nur dafür, dass es am Ende qualmt, was wiederum verboten ist. Eine offene Feuerstelle kann allerdings auch noch andere Risiken bergen, vor allem, wenn Sie kleine Kinder haben. Damit der Garten auch für die Kleinsten ein Paradies bleibt, sollten diese niemals unbeaufsichtigt mit dem Feuer spielen.

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