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Federgras: Die neue Trendpflanze – So pflanzen und pflegen Sie es richtig

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Von: Jasmin Pospiech

Robust, winterhart und pflegeleicht: Kein Wunder, dass Federgras bei vielen Hobbygärtnern jetzt hoch im Kurs steht. Mit ihren Farben werten Sie Stein- und kahle Winter-Gärten optisch auf.

Rödelsee (Würzburg) – Nur weil die Tage wieder kälter und trüber werden, bedeutet das nicht, dass Ihr Garten ebenfalls so aussehen muss. Federgräser können dabei mit ihren Blüten für Farbtupfer im grauen Alltag sorgen. Und das, obwohl es die Pflanzen im Garten eigentlich lieber trocken und warm mögen.

Federgras: Die neue Trendpflanze – So pflanzen und pflegen Sie es richtig

Doch Federgräser kommen gut durch den Winter. Voraussetzung dafür ist allerdings der richtige Pflanzzeitpunkt. „Alle Federgräser sind nässeempfindlich, sodass man sie besser im Frühling pflanzt“, empfiehlt Gartenexpertin und Buchautorin Ute Bauer gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Gräser wachsen ein und können sich etablieren, was sie für den Winter stärkt.

Das empfiehlt auch Staudengärtner Hofmann. Er rät, Federgräser im Frühling am besten an einem trockenen, warmen Standort mit einem guten Wasserabzug zu pflanzen. Das gelingt besonders gut in einem Steingarten oder Japanischen Garten. Da sie viel Sonne benötigen, sind daher karge Gärten besser, damit die Gräser im Frühjahr nicht mit anderen stark- und hochwachsenden Pflanzen konkurrieren müssen.

Übrigens: Auch wenn das Federgras nach der Samenreife allmählich verblüht, treibt es im nächsten Jahr wieder neu aus. Für einen silbrigen Touch im winterlichen Garten sorgt dann das Peruanische Federgras (Stipa ichu). „Es überzeugt, denn die Grannen bleiben auch in den Wintermonaten an den Stielen haften“, so Hofmann. Besonders viel her macht es, wenn es mit Sonnenhut (Echinacea) und Blaunessel (Agastache) gepaart wird.

Federgras: Die neue Trendpflanze – In Kombi mit diesen Pflanzen sorgt es für frische Farbtupfer

Aus diesem Grund ist Federgras bei Hobbygärtnern sehr beliebt und hat sich sogar zur neuen Trendpflanze gemausert. Darunter vor allem das sogenannte Engelshaar (Stipa tenuissima), auch als das Mexikanische Federgras bekannt. Das Gras wird etwa 40 Zentimeter hoch und ist sehr pflegeleicht.Die Pflanze sieht gut aus und selbst nach der Blüte stehen die Blüten weizenblond im Beet“, erklärt der Staudengärtner Till Hofmann. „Dieses im Frühling und Frühsommer hellgrüne Gras wächst auf trockenen, heißen Böden gut und lässt sich sogar in Trögen und Balkonkästen verwenden“, meint der Staudengärtner.

Wirken die Büschel etwas verfilzt oder verknotet, können Gartenfreunde sie zudem schnell mit einem Fächerbesen auskämmen. „Zusammen mit der Präriekerze (Gaura lindheimeri) entwickelt das Engelshaar einen flirrigen Effekt“, sagt Expertin Ute Bauer. Sie empfiehlt dazwischen ein paar Lichtnelken (Silene coronaria) oder andere bunten Pflanzen als kräftige Farbtupfer zu ergänzen. Im Frühsommer können Sie das Gras wunderbar mit der mehrfarbigen Bart-Iris (Iris barbata) oder dem knallrotem Türkenmohn (Papver orientale) kombinieren. (Mit Material von dpa)

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