1. 24garten
  2. Mein Garten

Einbruchschutz im Garten: Welche Möglichkeiten haben Hausbesitzer?

Erstellt:

Von: Anna Heyers

Einbruchschutz beginnt bereits im eigenen Garten – und wird leider häufig vernachlässigt. Mit ein paar Tipps kann man Dieben aber gut die Tour vermiesen.

Rund 54.000 Mal stiegen Einbrecher 2021 in fremde Häuser und Wohnungen in Deutschland ein. Zwar sinkt die Zahl seit ein paar Jahren, Schäden in Millionenhöhe verursachen die Diebstähle dennoch. Und ob der sinkende Trend anhält? Das weiß keiner so genau. Wichtig ist deshalb zu wissen: Für Hausbesitzer beginnt der Einbruchschutz nicht erst mit der richtigen Technik an Türen und Fenstern, sondern schon an der Grundstücksgrenze. Wer nicht gleich zur teuren Alarmanlage greifen möchte, bedient sich einfacher Maßnahmen, um Diebe zu entmutigen.

Einbruchschutz im Garten nötig

Um überhaupt in die verlockenden vier Wände zu gelangen, müssen Einbrecher erst mal durch den Garten. Hier finden sie in der Regel viele günstige Verstecke:

Alles rund um Haushalts- und Garten-Tipps finden Sie im regelmäßigen Wohnen-Newsletter unseres Partners Merkur.de.

Maßnahmen ergreifen und Zugänge absichern

Hohe Zäune wirken an sich schon sehr abschreckend, schließlich könnten die Einbrecher beim Hinüberklettern leicht gesehen werden. Wer darüber nachdenkt, sich einen neuen Zaun zuzulegen, sollte auch auf das obere Ende achten. Diese sollte ein Überqueren erschweren. Das könnten zum Beispiel Spitzen sein, nach außen gebogene Elemente oder andere Zaunformen. Auch das Gartentor spielt eine Rolle: Es sollte gut zu verschließen und sehr schwer zu öffnen sein – es sei denn, mit dem passenden Schlüssel.

Jägerzaun vor einer dunkelgrünen Koniferenhecke, dahinter ein höherer Holzzaun
Der typische Jägerzaun ist in der Regel um einen Meter hoch und bietet gute Kletterbedingungen – fatal in Sachen Einbruchschutz. © Lutz Wallroth/Imago

Einbruchschutz: Schluss mit dunklen Ecken

Hausbesitzer sollten darauf achten, dass das Grundstück gut beleuchtet ist. In dunklen und schwer einzusehenden Ecken könnten sich immer Unbekannte verstecken. Bei der Beleuchtung haben sich etwa Bewegungsmelder bewährt. Die beleuchten nicht nur den Garten, sondern verschrecken im besten Fall auch Eindringlinge. Ein Leuchtdauereinsatz wäre nicht ideal. Zum einen verursacht die Dauerbeleuchtung mehr Kosten und zum anderen werden nachtaktive Tiere wie etwa der Igel gestört.

Garage nachrüsten ist schwer

Garagen sind verführerisch. Ist man einmal drin, wird man von der Straße aus kaum gesehen und innen warten zum Beispiel teure Fahrräder oder Markenwerkzeuge, das Auto – oder eine Verbindungstür zur Wohnung. Wichtig ist bei Garagentoren, dass Unbefugte sie von außen nur schwer öffnen können. Alles, was länger als fünf Minuten dauert, ist sehr abschreckend. Das Risiko einer Entdeckung wird schließlich immer größer.

Widerstandsklasse (Auszug)Beschreibung (Auszug)
RC 2Drei Min. Widerstandsdauer – gegen einfache Werkzeuge
RC 3Fünf Min. Schutz – gegen Brecheisen o.ä.
RC 4Zehn Min. Schutz – gegen Hammer & Meißel, Akkubohrer o.ä.
RC 515 Min. Schutz – gegen Elektrogeräte, z.B. Stichsäge, Flex o.ä.
RC 620 Min, Schutz – gegen leistungsfähige Elektrowerkzeuge

In vielen Fällen kann man das alte Tor nur schwer nachrüsten. Neuere sind in verschiedenen Sicherheitsklassen erhältlich. Hier lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Modelle, die Widerstandsklasse „RC 2“ sollte es aber mindestens haben.

Auch interessant