1. 24garten
  2. Mein Garten

Einbeere: So sieht die giftige Doppelgängerin der Heidelbeeren aus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Die Einbeere sieht der Heidelbeere ähnlich, ist aber giftig. Einbeeren und Heidelbeeren werden leider zur selben Zeit reif, man sollte sie also erkennen können.

Eschborn – Wildobst zu sammeln macht Spaß und ist fast wie eine kleine Schatzsuche. Doch man sollte sich dafür mit essbaren und giftigen Pflanzen auskennen, sonst kann es gefährlich werden. Die Einbeere beispielsweise ist giftig und eigentlich leicht zu erkennen. Problematisch wird es, wenn in der Nähe Heidelbeeren wachsen. So sieht die Einbeere aus und so giftig ist sie.

Einbeere: Die giftige Doppelgängerin der Heidelbeere

Beeren zu sammeln, ist eine schöne Beschäftigung für den Spätsommer und Herbst. Man verbringt Zeit in der Natur und muss ein wenig für sein Essen tun. Wichtig dabei ist aber, immer einen erfahrenen Sammler oder Pflanzenkenner dabei zu haben, denn so manch harmlos aussehende Frucht kann sehr giftig sein. Natürlich gibt es da extreme Exemplare wie die Tollkirsche oder bei den Kräutern den gefleckten Schierling. Doch auch niedrig wachsende Beeren sind nicht immer genießbar, so ist die Einbeere beispielsweise giftig.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Sieht man sie alleine auf Bildern, scheint die Sache klar: Diese Pflanze verwechselt man nicht leicht. Doch weit gefehlt, denn im Wald mit dichter Vegetation und verschiedensten Pflanzen nah beieinander ist die Einbeere gar nicht mehr so leicht von essbaren Heidelbeeren zu unterscheiden. Einige Merkmale helfen aber.

Zu sehen ist eine Vierblättrige Einbeere mit einer schwarzen Frucht in der Mitte, Aufnahme ab den vier Blättern aufwärts (Symbolbild).
Die Einbeere ist sehr einfach zu erkennen (Symbolbild). © S. Derder/Imago

Einbeere: So sieht sie aus und dort wächst sie

Die Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia) gehört zur Gattung der Einbeeren und zur Familie der Germergewächse. Zu erkennen ist die Einbeere eigentlich recht leicht, sie hat vier Laubblätter unter der Blüte und auch die spätere Frucht sitzt mittig. Sie thront quasi über der Pflanze, wobei alles sehr symmetrisch aussieht. Ab etwa Juli reifen die Früchte langsam heran, ein blöder Zeitpunkt, denn dann werden auch Heidelbeeren langsam reif. Die Einbeere selbst bleibt mit 15 bis 30 Zentimetern Höhe sehr klein.

Einbeeren gibt es in Laubmischwäldern, Laubwäldern und Auenwäldern, sie mögen nährstoffreichen und feuchten Boden und können Grundwasser anzeigen. Häufig kommt die Pflanze in Buchen- oder Eichenwäldern vor. Die Frucht der Einbeere wird kirschgroß und ist schwarz. An sich sieht die Einbeere einer Heidelbeere nicht besonders ähnlich, vor allem, wenn man die Details betrachtet. Doch im Wald ist das Licht oft diffus oder es ist dunkel, dann wirken beide Früchte schwärzlich und können tatsächlich verwechselt werden. Heidelbeeren wachsen allerdings als Halbstrauch und werden bis 50 Zentimeter hoch, neben der Einbeere gibt es daher noch einen weiteren Kandidaten für Verwechslungen: die Rauschbeere. Sowohl Rauschbeere als auch Einbeere sind allerdings giftig.

Weitere Namen für die Einbeere sind beispielsweise: Augenkraut, Fuchsauge, Krähenauge, Schlangenbeere, Teufelsauge oder Wolfsbeere und Pestbeere.

Einbeere: Symptome und erste Hilfe bei Vergiftung

Einbeeren sind giftig und sollten keinesfalls gegessen werden. Werden sie versehentlich doch verzehrt, sollten Sie Folgendes wissen:

Die Einbeere soll auch eine Hexenpflanze gewesen sein, wofür sich aber keine konkreten Beweise finden lassen. Auch als Pestbeere ist sie bekannt, sie sollte nicht nur gegen die Pest helfen, sondern nach Berührungen mit Kranken auch desinfizieren, wie bei Botanikus berichtet wird. Die Pflanze sei auch entsprechend der Signaturenlehre genutzt worden. Heute findet sie lediglich in der Homöopathie noch Anwendung.

Auch interessant