Buchenhecke: Alles über den Schutz

Buchenhecke: Alles zum Düngen, Pflegen, Umpflanzen, Schneiden, Abstand, Wachstum und zu Stecklingen

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Buchenhecken sind beliebt, doch nicht jeder Gartenfreund kennt den Unterschied zwischen Buchen und Hainbuchen. Beide Baumarten haben Vor- und Nachteile in der Verwendung als Hecke.

  • Die Buche ist ein heimischer Laubbaum und dadurch sehr pflegeleicht
  • Buchenhecken eignen sich ebenso zur Gartengestaltung wie Hortensien und Rosen
  • Eine Buchenhecke kann später nicht mehr umgepflanzt werden

Bremen – Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein heimischer Baum, der auch als Hecke in vielerlei Gärten großen Anklang findet. Sie wird jedoch oft mit der Hainbuche (Carpinus betulus) verwechselt, die allerdings keine echte Buche ist, sondern zur Familie der Birkengewächse gehört.

Eine Buchenhecke behält im Winter ihre Blätter und dient daher auch in der kalten Jahreszeit als robuster Sichtschutz und Windschutz. Alternativ können auch verschiedene buntblühende Pflanzen zu einer Hecke angepflanzt werden, etwa Rosen oder Hortensien. Wenn eine Beet-Einfassung geplant ist, eignet sich meist auch eine niedrige Hecke aus bienenfreundlichem Lavendel.

Buchenhecke: Hainbuche und Buche – das sind die Unterschiede

Das Laub der Buchen ist geschlossener als bei Hainbuchen, auch im Winter bieten Buchenhecken daher besseren Sichtschutz. Hainbuchen sind etwas günstiger und wachsen schneller als Buchen. Außerdem können Buchen verschiedene Farben, etwa auch rote Blätter (Blutbuche) haben, die Blätter von Hainbuchen dagegen sind grün. Hainbuchen verlieren im Winter ihr komplettes Laub, davor verfärben sich die Blätter aber. Buchen sind dafür bei der Standortwahl etwas empfindlicher als Hainbuchen. Hainbuchen sind auch bei Tieren beliebt, bieten Brutplätze und Nahrung, wie der NABU Bremen auf seiner Liste der Heckenpflanzen erwähnt.

Wer etwas Farbe in die Gartengestaltung bringen möchte, kann auch die Blutbuche als Hecke anpflanzen. Der Ursprung der Blutbuche geht übrigens auf einen Baum in der Nähe von Sondershausen zurück, die sogenannte Mutterblutbuche im Possenwald.

Buchenhecke: Wie pflanze ich eine Buchenhecke?

Ein guter Zeitpunkt für das Pflanzen einer Buchenhecke ist der Herbst und frühe Winter. Da der Baum in dieser Zeit auch mit nackten Wurzeln geliefert werden kann, sind die Preise besonders niedrig. Daher empfiehlt sich diese kalte Jahreszeit, um Buchenhecken zu bestellen oder Buchenhecke zu kaufen.

Die Hecke kann an frostfreien, windstillen und bedeckten Tagen eingepflanzt werden, die empfohlene Pflanzzeit geht von Mitte Oktober bis Ende November. Alternativ können Buchen noch bis März oder April eingepflanzt werden. Zwischen den Pflanzen sollte dabei ein Abstand von 50 Zentimetern eingehalten werden.

Buche (als Hecke): Wie pflege ich eine Buchenhecke?

Eine Buchenhecke wächst bei regelmäßigem Beschnitt dichter und gleichmäßiger. Daher sollte der Baum im Februar und im Juni beschnitten werden. Die Buchenhecke im Februar zu schneiden ist auch eine Gelegenheit, sie durch starkes Zurückschneiden zu verjüngen. Im Juni können Gartenfans die Buchenhecke kürzen und in Form schneiden. Dabei gilt: Die Hecke nicht zu stark zurückschneiden. Etwa ein Drittel des Jahrestriebs sollte stehengelassen werden.

Buchenhecke: Welche Schädlinge und Krankheiten gibt es?

Buchenhecken können natürlich auch von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Im Folgenden wurden die Schädlinge und Krankheiten der Buchenhecke sowie die geeigneten Gegenmaßnahmen zusammengefasst:

SchädlingWoran erkennt man den Schädling/die Krankheit?Was hilft?
Buchenwollläuse /BuchenzierläuseÜberziehen die Blätter mit klebrigem Honigtau, oft sind Ameisen auf den Blättern.Befallene Pflanzenteile sollten abgeschnitten werden. Da auch Bienen Honigtau aufnehmen, sollte die Bekämpfung auf natürliche Weise erfolgen, beispielsweise durch das Ansiedeln von Marienkäfern, Florfliegen oder Schwebfliegen.
SpinnmilbenSpinnen ein Netz über die BlätterAuch hier sollten die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten werden.
Weiße FliegenHaften an den BlattunterseitenAußerdem müssen die Blätter und die im Herbst herabgefallenen Blätter über den Hausmüll entsorgt werden, da die Schädlinge in den Blättern überwintern.
PilzbefallDie Blätter bekommen unansehnliche Flecken, bevor sie braun werden und abfallen.
Gall-MückenErkennbar an kleinen gallertartigen oder festen Beulen auf den BlätternGall-Mücken verschwinden beim Abfallen des Laubes von selbst und verursachen keine Schäden.

Buchenhecke: Kann ich meine Buchenhecke umpflanzen?

Da die Wurzeln der Buchenhecke sehr ausgeprägt sind, können nur sehr junge Buchenhecken umgepflanzt werden. Ältere Buchenhecken sind zu tief in den Boden eingewachsen. Daher sollte die Gartengestaltung vor dem Pflanzen der Hecke gründlich geplant werden.

Buchenhecke: Wann und womit sollte ich meine Buchenhecke düngen?

Im Idealfall sollte die Buchenhecke zweimal im Jahr, im April und im Juni, gedüngt werden. Als Dünger für Buchenhecken eignen sich zum Beispiel Kompost, Hornspähne, Rasenschnitt, Laub, aber auch Dünger speziell für Hecken.

Buchenhecke: Kann ich meine Buchenhecke vermehren?

Eine Buchenhecke kann mit etwas Geduld und Zeit auch selbst vermehrt werden. Besonders erfolgversprechend sind dabei Buchensamen und Stecklinge. Die Bucheckern sollten von einer alten Buche stammen und nach einer Kältephase, wie beispielsweise der Lagerung im Kühlschrank dann im Frühling in kleine Töpfe gepflanzt werden.

Stecklinge können im Spätsommer geschnitten werden. Dabei werden halbverholzte Triebe des Baums abgeschnitten, an der Spitze gekappt und mit der richtigen Seite in den Boden gesteckt. Das Wachstum bei Buchenhecken beträgt in den ersten zehn Jahren etwa 30 Zentimeter und ab einem Alter von 30 Jahren bis zu 50 Zentimeter pro Jahr. Kurz nach dem Einpflanzen ist das Wachstum etwas geringer, da sich die Buche noch an ihren neuen Standort gewöhnen muss.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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