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Bogenhanf vermehren: So funktioniert es mit Ablegern und Teilung

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Von: Franziska Irrgeher

Der Bogenhanf ist nicht nur eine äußerst genügsame Zimmerpflanze, er lässt sich auch sehr leicht vermehren. So klappt es durch Teilung oder Ableger.

München – Der Bogenhanf ist eine praktische Zimmerpflanze, er kommt mit wenig Licht klar, braucht nicht so oft Wasser, da er es speichern kann, und ist auch sonst sehr pflegeleicht. Hat die Sansevieria ein Mal den richtigen Standort gefunden, wächst sie schnell und produziert mit der Zeit Ableger. Das können Sie wunderbar nutzen, um aus einer Pflanze ganz viele zu machen.

Bogenhanf vermehren: So funktioniert es mit Ablegern und Teilung

Der Bogenhanf wächst auf den ersten Blick überhaupt nicht. Beobachtet man die Pflanze einige Zeit, stellt man aber doch Veränderungen fest. Bei passendem Standort schießen die Blätter in die Länge oder die Pflanze produziert kleine Ableger, die mit im Topf wachsen. Bei der Vermehrung haben Sie daher zwei, eigentlich sogar drei Optionen:

Dafür benötigen Sie eine saubere, desinfizierte Schere oder ein Messer, passende Erde, ein Gefäß mit Wasser und etwas Geduld.

Zu sehen ist ein kleiner Bogenhanf ohne Topf auf einem Holz-Untersetzer, daneben zwei eingetopfte Pflanzen (Symbolbild).
Bogenhanf lässt sich recht einfach vermehren (Symbolbild). © Westend61/Imago

Bogenhanf vermehren: So teilen Sie Ihre Pflanze

Eine recht einfache Option ist es, die Sansevieria einfach zu teilen. Solche Aktionen sollten Sie zwar grundsätzlich nicht im Winter starten, wenn die Pflanze ohnehin schnell gestresst ist, aber beim Umtopfen im Frühjahr ist es einen Versuch wert. Die Teilung beinhaltet quasi, dass der Bogenhanf sich unbemerkt schon vermehrt hat und kleine Tochterpflanzen bildet. Diese können Sie dann vorsichtig von der Mutterpflanze trennen und in eigene Töpfe setzen. Dafür wird die Pflanze aus dem Topf genommen und entweder neue Pflänzchen abgetrennt oder aber Sie zerlegen nur die Mutterpflanze durch Schneiden oder vorsichtiges Auseinanderziehen.

Bogenhanf vermehren: Ableger abtrennen

Natürlich können die kleinen Ableger, die die Pflanze produziert, auch abgetrennt werden, ohne die komplette Erde zu entfernen. Dafür sollten Sie herausfinden, wo die Wurzeln des Ablegers beginnen. Beim Ableger, berichtet sunset.com, ist der weißliche Bereich der, wo die Erde beginnt und danach kommt ein oranger Teil, das Rhizom, dort beginnen die Wurzeln und in diesem Bereich sollten Sie schneiden, unbedingt nach einer Wurzel. Idealerweise erwischen Sie so viel Wurzel wie möglich, um der Babypflanze einen guten Start zu ermöglichen.

Bogenhanf vermehren: Stecklinge schneiden

Die letzte Option ist es, Stecklinge der Mutterpflanze zu schneiden. Dafür müssen Sie nicht in der Erde wühlen, die oberirdischen Blatt-Teile reichen aus. Suchen Sie sich einige schöne Blätter und schneiden Sie diese nahe der Erde ab. Nun wird das Blatt in kleinere Teile zerschnitten, achten Sie bei allem unbedingt auf sauberes, keimfreies Werkzeug. Die Stücke sollten mindestens fünf Zentimeter lang sein. Die Schnittstelle darf nun trocknen (optional), ehe diese Stecklinge in einen Topf mit Erde kommen, idealerweise nutzen Sie Kakteenerde. Mindestens drei Zentimeter tief muss jeder Steckling in die Erde, Unterseite nach unten.

Alternativ können Sie es mit Wasser versuchen, dabei kommen aber keine Stücke, sondern die ganzen Blätter in passende Gefäße. Zu diesem Zweck werden die Stecklinge an der Unterseite dreieckig eingeschnitten und kommen dann ins Wasser. Sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, können Sie die Stecklinge in Erde pflanzen.

Aber: Diverse Quellen berichten, dass die Vermehrung durch geschnittene Stecklinge zur Veränderung der Optik führen kann. Die neuen Pflanzen können somit markante Blattzeichnungen der Mutterpflanze verlieren, etwa bei Moonshine oder auch Gold Flame.

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