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Bodenmüdigkeit: So zeigt sie sich und diese Pflanzen sind betroffen

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Von: Franziska Irrgeher

Bodenmüdigkeit bedeutet, dass Pflanzen nicht mehr richtig gedeihen. Das nennt sich Wuchsdepression. Es passiert vor allem bei einer Pflanzenart, jedoch kann vorgebeugt werden.

München – Die Bodenmüdigkeit oder Bodenerschöpfung zeigt sich durch eingeschränktes Wachstum der Pflanzen. Meist tritt sie nach mehreren Jahren auf und dann sind die richtigen Gegenmaßnahmen gefragt. Besonders betroffen ist eine Pflanzenart.

Bodenmüdigkeit: So zeigt sie sich und diese Pflanzen sind betroffen

Bodenerschöpfung oder auch Bodenmüdigkeit ist eine Wuchsdepression. Konkret heißt das, dass sowohl die Erträge als auch das Pflanzenwachstum zurückgehen. Das kann mehrere Jahre dauern und liegt meist daran, dass durchgehend dieselben Pflanzen an einem Ort angebaut wurden. Beschränkt bleibt das Phänomen nicht auf bestimmte Pflanzen. Bodenmüdigkeit kommt bei Zierpflanzen ebenso vor wie im Ackerbau oder bei Gemüse. Meist sind auch nicht alle Pflanzenarten am Standort betroffen. Es kann sein, dass viele gut wachsen und inmitten all dieser Pflanzen eine gar nicht mehr.

Konkret sind es oft Rosengewächse, die betroffen sind. Das Problem tritt vor allem dann auf, wenn etwa eine neue Rose oder ein Rosengewächs gepflanzt wird, wo zuvor schon eine stand. Daher gibt es passende Begriffe wie Rosenmüdigkeit. Die Ursachen sind noch immer nicht ganz klar. Insgesamt entzieht die Pflanze dem Boden aber natürlich Stoffe und das über mehrere Jahre hinweg. Die Regeneration danach dauert. Daher hält eine Bodenmüdigkeit auch bis zu 25 Jahre an.

Beispeilsweise passiert Folgendes, wenn eine Pflanzenart mehrere Jahre am selben Standort bleibt:

Vermutet wird beispielsweise, dass bei Bodenmüdigkeit Nematoden schuld sind, also Fadenwürmer. Die schädigen die Pflanzen samt Wurzeln.

Bodenmüdigkeit: Gegenmaßnahmen

Natürlich gibt es Gegenmaßnahmen, auch wenn keine Ursache direkt bekämpft werden kann. Dazu gehören allen voran Fruchtwechsel, Fruchtfolge und Mischkultur. Oder im Fall von Rosen und Zierpflanzen ein Standortwechsel. Auch regelmäßiges Düngen mit Kompost oder anderem organischem Dünger kann vorbeugend helfen.

Ist die Bodenmüdigkeit erst mal da, können Sie es mit einer Bodendesinfektion und dem Austausch der Erde versuchen. Letzteres klappt aber natürlich nur bei kleineren Flächen. Die Erde wird dabei 60 Zentimeter bis ein Meter tief komplett ausgetauscht. Keinesfalls sollten Sie betroffene Erde mit neuer vermischen, sondern immer ersetzen.

Apfelbäume, Himbeeren, Pfirsich, Kirsche und viele mehr zählen zu den Rosengewächsen und sollten nicht nach oder vor Rosen an einen Standort kommen. Das schränkt die Auswahl ein, kann aber bei guter Planung berücksichtigt werden. Daher empfiehlt es sich, nach Rosengewächsen erst mal etwas ganz anderes zu pflanzen. Beispielsweise Erbsen, Hülsenfrüchte oder ähnliches.

Wer eine Rose vom alten Standort entfernt hat, kann dort auch erst mal Gründüngung säen, etwa Senf oder Tagetes.

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