Kein echtes Blut

Blutschnee: Was Sie über das Wetterphänomen wissen müssen

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Blutschnee ist vergangenes Wochenende gefallen. Entgegen seines Namens hat das Wetterphänomen nichts mit echtem Blut zu tun, außergewöhnlich ist es dennoch.

München – Blutschnee klingt erst mal besorgniserregend. Rot oder gelb gefärbter Schnee, aber wieso? Die Erklärung ist recht simpel und dennoch spannend, denn das Wetterphänomen tritt eher selten auf, ebenso wie Blutregen.

Blutschnee: Was Sie über das Wetterphänomen wissen müssen

Blutschnee und Blutregen haben eines gemeinsam: Sand beziehungsweise Staub. Beide Schauspiele können wir eher selten bestaunen, dennoch haben sie die selbe Ursache und ein paar Faktoren müssen zusammenkommen. Aktuell besonders aufregend ist der Blutschnee, der in Teilen Deutschlands zu sehen war.

So entsteht das Naturschauspiel:

  • Für Blutschnee ist Wüstensand oder -staub (in diesem Fall aus der Sahara) nötig.
  • Der Sand gelangt in die Atmosphäre und wird durch den Wind nach Europa getragen.
  • Der Sand trifft irgendwann auf kalte Luftmassen.
  • Schneeflocken nehmen in diesem Fall den Sand auf und kommen als Blutschnee herunter.

Blutschnee: Weitere Ursachen und Naturschauspiele

Auf dieselbe Weise entsteht auch Blutregen im Sommer, wobei beide Phänomene eher selten sind. Für Blutschnee gibt es übrigens auch eine andere Ursache, denn durch Schneealgen kann sich Altschnee ebenso rot färben. Jedoch tritt dieses Phänomen eher während des Sommers in Polarregionen oder im Hochgebirge auf.

Durch den Blutschnee wird auch der Himmel verdunkelt, es entstehen spektakuläre Anblicke. Für den Boden haben Blutregen und Blutschnee einen Vorteil, wie Focus online berichtet: Die Staubpartikel sind nährstoffreich und somit ein toller Dünger.

Der Blutschnee ist übrigens nicht das einzige Spektakel, das wir in letzter Zeit zu sehen bekamen. Vor Kurzem erst kam es zur sogenannten Großen Konjunktion, die leider aufgrund der Witterung nur schlecht zu beobachten war. Bei diesem Schauspiel kamen sich Saturn und Jupiter so nah wie sonst selten. Dieses Jahr stehen uns außerdem noch ein Lyriden-Sternschnuppenregen, weitere Sternschnuppen, ein paar Supermonde und eine ringförmige sowie eine totale Sonnenfinsternis bevor. Nicht alle Schauspiele sind allerdings bei uns zu beobachten.

Und während in einigen Teilen Deutschlands wieder der Winter Einzug gehalten hat, wird es im Süden richtig frühlingshaft. Krokusse und Schneeglöckchen stecken schon ihre Köpfe durch die Erde und viele Wintervögel kehren in ihre Brutreviere zurück.

Rubriklistenbild: © IMAGO / ari

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