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Bierfallen für Schnecken: Deshalb sind die Fallen meist keine gute Idee

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Von: Franziska Irrgeher

Schnecken, vor allem Nacktschnecken, gelten als lästige Tiere im Garten. Sie fressen das Gemüse und einer der Tipps zur Schneckenbekämpfung sind Bierfallen. Die sind nicht immer ideal.

München – Gartenfans kennen das Schauspiel im Sommer: Kaum wird es langsam dunkler und kühler, schon kriechen die ersten Nacktschnecken aus ihren Verstecken. In schneckenreichen Jahren reichen dann auch der Tigerschnegel oder Igel und Laufenten nicht mehr aus und die Schnecken fressen ungehindert die Ernte. Bierfallen sollen die Lösung sein, doch diese Idee kann auch nach hinten losgehen.

Keine Bierfallen für Schnecken: Deshalb sind die Fallen eine schlechte Idee

Sie sind langsam, schleimig und wir wollen sie meist nicht in unseren Gärten: Nacktschnecken. Meist trifft man Exemplare wie die Spanische Wegschnecke oder weitere Weg- oder Ackerschnecken. Es gibt natürlich effektive Mittel zur Schneckenabwehr, etwa Schneckenzäune, Laufenten im Garten oder Gartenfans locken beispielsweise Igel mit einer naturnahen Gartengestaltung an. Das Schneckenproblem löst das leider nicht immer, wenn nicht zusätzlich noch die Eier eingesammelt wurden.

Die ideale Lösung scheint dann die Bierfalle zu sein. Freibier für Nacktschnecken quasi. Genaugenommen werden laut der Website Schneckenhilfe.de die Tiere von der Hefe angezogen. Sie können sie über 100 Meter weit riechen und kommen dann angekrochen und können im Idealfall nicht mehr aus dem Behälter mit Bier entkommen. Auch soll der Alkohol den Tieren schaden und sie ertrinken irgendwann in der Falle.

Doch mit Bierfallen für Schnecken gibt es auch ein paar Probleme:

Zusammenfassend bedeutet das: Bierfallen sind überaus effektiv darin, Schnecken anzulocken. Wenn Sie die Sache richtig angehen, kann eine Bierfalle helfen, wir würden aber eher zu einer anderen Methode raten. Zu bedenken ist auch, dass Nacktschnecken Kannibalen sind. Neben dem Bier können auch die toten Artgenossen weitere Schnecken anlocken. Zudem könnten Wildtiere durch Schnecken, die Alkohol getrunken haben, geschädigt werden.

Bayern 1 empfiehlt, abgesammelte Schnecken in ein Gefäß mit Mineralwasser zu geben. Das Kohlendioxid betäube die Tiere laut Schneckenforscher Schrödl.

Sie können auch mit Mischkulturen und schneckenresistenten Pflanzen für Ablenkung sorgen. Bestenfalls meiden die schleimigen Tierchen dann das Gemüsebeet und stürzen sich auf entbehrbare Pflanzen. Auch Kaffeesatz soll gegen Schnecken im Garten helfen*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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