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Beifuß: Römisches Heilkraut und äußerst wertvolle Teepflanze

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Von: Mattias Nemeth

Bereits die alten Römer nutzen Beifuß als Heilkraut und bepflanzten damit die Wegränder. Damals galt es als die Mutter aller Heilkräuter.

München – Wirft man einen Blick in alte Kräuterbücher, dann gilt der Beifuß dort als eine der wichtigsten Pflanzen bei Frauenkrankheiten. Das ganze Mittelalter hindurch bis zur Neuzeit war das Kraut dafür bekannt. Heute ist Beifuß in der Heilkunde verschwunden beziehungsweise durch Wermut ersetzt worden. Stattdessen ist er heute eher als Würzkraut für Gans und Ente im Einsatz. Doch das Heilkraut ist sehr wertvoll, auch in der heutigen Heilkunde.

Beifuß: Ein altbekanntes Heilkraut und eine wertvolle Teepflanze

Was Beifuß so gesund macht, ist das ätherische Öl, das er enthält. Zudem hat er viele wichtige Wirkstoffe wie zum Beispiel Cumarine, Flavonolglykoside, Kaffeesäure und Phenolcarbonsäuren. Dadurch soll er unter anderem wirksam sein gegen:

Dafür gießt man den Beifuß als Tee auf. Allerdings sollte Beifuß nicht während der Schwangerschaft oder während des Stillens eingesetzt werden. Bei manchen Menschen kann der Beifuß allergische Reaktionen oder Asthma-Anfälle auslösen. In der Frauenheilkunde wirkt Beifußtee vor allem wärmende und anregenden*. Er wirkt menstruationsfördernd bei schwacher Periode und entkrampfend bei schmerzhafter Periode. Die beste Sammelzeit für diesen gesunden Tee ist der Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet ist, wie kraut&rüben berichtet.

Ein Strauch österreichischer Beifuß. (Symbolbild)
Das wertvolle Heilkraut Beifuß, steht oft ganz unscheinbar am Wegesrand. (Symbolbild) © alimdi/Imago

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Beifuß: So bauen Sie das Heilkraut selbst an

Beifuß können Sie ab Mitte März im Haus vorziehen. Dazu das Saatgut auf einer hellen Fensterbank in mit Kompost angereicherte Gartenerde aussäen. Bei Beifuß handelt es sich um Lichtkeimer, deshalb dürfen die Samen nur leicht mit Erde bedeckt werden. Das Substrat darf dann bis zur Keimung nicht austrocknen. Ab Mitte Mai können die Pflanzen dann nach draußen. Ansprüche an den Pflanzplatz hat der Beifuß dabei nicht. Ihm reicht ein sonniger und trockener Platz im Garten aus. Am besten geeignet ist ein magerer, durchlässiger Boden, zum Beispiel in einem Steingarten. Vermehrt wird der Beifuß über Stecklinge. Vor dem Winter sollte der bis zu einem Meter hohe Strauch zurückgeschnitten werden. Wie viel oder ob überhaupt Winterschutz benötigt wird, hängt von der Beifuß-Sorte ab. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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