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Bauernregeln im Dezember: Das bringt das neue Jahr

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Von: Anna Katharina Küsters

Bauernregeln dienen bis heute noch vielen Gartenfreunden als Richtwert für die Wetterverhältnisse des kommenden Jahres.

München – In Kombination mit den katholischen Feiertagen und deren Heiligen und den unterschiedlichen Wetterbedingungen, haben sich Bauern schon vor Jahrhunderten Regeln für ihre Landwirtschaft überlegt. Im Dezember ist dabei der Schnee das alles bestimmende Thema. Zu beachten ist jedoch, dass die Bauernregeln immer in unterschiedlichen Gebieten Deutschlands entstanden sind. Bei den Wettervorherbestimmungen gibt es also je nach Ort durchaus Abweichungen.

Bauernregeln im Dezember: Diese Hinweise sollten Sie im Garten beachten

Zwei besonders wichtige Tage im katholischen Kalender sind unter anderem der 4. Dezember und der 6. Dezember. Am 4. Dezember ist St. Barbara. Zu diesem Anlass schneiden viele Gartenfreunde beispielsweise auch Barbarazweige ab. Passend zum 4. Dezember gibt es auch erste vorsichtige Prognosen zum Schneeverhältnis an Weihnachten. Zwei der wichtigsten Bauernregeln für die Dezemberzeit lauten:

Die heilige Barbara wird im katholischen Glauben als Märtyrerin gefeiert, da sie sich laut der Sage weigerte, ihren christlichen Glauben abzulegen und deswegen geköpft wurde. Sie ist Patronin für gleich mehrere Anlässe: So ist sie unter anderem die Schutzpatronin der Bergleute. Teils hat sie in manchen Darstellungen aber auch eine Kanone bei sich, sodass sie als Patronin der Artillerie gilt und vor dem Tod schützen soll. In den Jahren, in denen am 4. Dezember also kein Schnee liegt, ist laut Bauernregeln eine weiße Weihnacht wahrscheinlich und Gartenfreunde sollten ihren Garten schneefest herrichten und sich beim Schneeräumen an die geltenden Regeln halten.

Zu sehen ist ein verschneiter Garten mit Birken (Symbolbild).
Anhand von Bauernregeln versuchen Gartenfreunde vorherzusehen, ob Schnee fallen wird (Symbolbild). © Imaginechina-Tuchong/Imago

Am 6. Dezember gedenken viele Menschen dem heiligen St. Nikolaus. Der Nikolaus-Tag hat sich zu einem bekannten Feiertag entwickelt, der mit vielen Bräuchen und oftmals leckeren Gerichten einhergeht. Auch er hat sich in den Bauernregeln manifestiert. Zum Beispiel mit diesen Regeln:

Wenn es am 6. Dezember regnet, sollten sich Gartenfreunde auf einen kalten Winter einstellen, der viel Frost mit sich bringt. So eignet sich solch ein Dezember dazu, seine Schlehenfrüchte zum Beispiel erst spät zu ernten und sie so noch länger reifen zu lassen. Ein regenfreier 6. Dezember hingegen prophezeit einen angenehmen und nicht so frostigen Winter. In solchen Wintern können Regentonnen meist schon eher wieder befüllt werden.

Nikolaus von Myra war in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts Bischof von Myra, das in der heutigen Türkei liegt, und soll der Sage nach während einer Hungersnot Schiffer mit einer großen Getreideladung überzeugt haben, einen Teil in seiner Stadt zu lassen. Diese weigerten sich erst, da sie die exakte Menge bei ihrem Kaiser in Byzanz abliefern mussten. Nikolaus jedoch überzeugte die Schiffer, und als sie etwas hergaben, stellten sie danach fest, dass sich die Menge des geladenen Korn im Schiff nicht verändert hatte. Ihre Spende jedoch rettete in Myra lange Zeit vor dem Hungertod.

Bauernregeln im Dezember: Von St. Adelheid bis St. Thomas

Weniger bekannt sind wahrscheinlich die Feiertage am 16. und 21. Dezember. Am 16. Dezember feiern Gläubige die Heilige St. Adelheid. Zu ihrem Gedenktag haben sich folgende Bauernregeln entwickelt:

Laut den damaligen Beobachtungen war der 16. Dezember also häufig ein Tag, an dem der erste Wintereinbruch kam. Gartenfreunde mit Kaltkeimern oder immergrüne Pflanzen wie immergrüne Laubbäume im Garten brauchen diesen Tag jedoch nicht fürchten, denn diese Pflanzen sind bestens auf die Kälte vorbereitet. Auch in Schaltjahren soll es laut Bauernregeln einen kalten Winter geben. Adelheid von Burgund wird unter katholischen Gläubigen häufig aufgrund ihrer Milde und ihres Gerechtigkeitssinns verehrt.

Am 21. Dezember ist der Tag des heiligen St. Thomas. Thomas ist einer der zwölf Apostel Jesu und gilt als Schutzpatron der Bau- und Zimmerleute. Für den 21. Dezember gibt es folgende Bauernregeln:

Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der kürzeste Tag des Jahres. Gartenfreunde haben an diesem Tag besonders viel Zeit, ihre weihnachtliche Dekoration der Zimmerpflanzen, aber auch die Beleuchtung der Gartenpflanzen zu genießen, denn die meiste Zeit des Tages ist es dunkel. In dieser Zeit lohnt es sich auch, über eine schöne Weihnachtsdekoration für den Garten nachzudenken. Denn ist es lange dunkel, lässt sich diese mit arrangierten Lampen weihnachtlich ausleuchten.

Bauernregeln im Dezember: Das müssen Gartenfreunde an Weihnachten beachten

Die wichtigsten Tage in der Weihnachtszeit sind wohl der 24. und 25. Dezember. Auch für diese besonderen Tage gibt es natürlich entsprechende Bauernregeln. Einige davon sind zum Beispiel:

Aus diesen Regeln lassen sich mehrere Dinge ablesen. Denn nicht nur sagt das Wetter an Weihnachten zum Beispiel auch das Wetter für Ostern vorher. Sondern bestimmt auch die Qualität der Ernte von den Feldern sowie die Holzqualität und den Ernteertrag an Obstbäumen. Der Blick auf die Ernteerträge war früher noch wichtiger als heutzutage, denn das Leben der meisten Menschen hing von einem guten Ernteertrag ab. Und auch die Häuser wurden zum Großteil noch aus Holz gebaut, sodass stabiles und langhaltendes Holz von großer Bedeutung war. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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