1. 24garten
  2. Mein Garten

Anis im Garten: Standort, Verwendung und Wirkung 

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Anis haben wohl nur wenige Menschen im Garten. Dabei ist die unscheinbare Pflanze ein wahres Multitalent in Sachen Heilwirkung und als Küchenzutat.

Dissen a. T.W. – Anis ist eine Pflanze, die viele vielleicht aus der Weihnachtsbäckerei kennen. Doch um die Samen dort zu nutzen, müssen sie erst mal geerntet werden und das geschieht im Sommer. Daneben kann Anis auch als Heilpflanze genutzt werden und sieht im Garten zudem hübsch aus. So geht der Anbau von Anis.

Anis im Garten: Tipps zu Standort, Verwendung und Wirkung 

Anis (Pimpinella anisum) gehört zu den Doldenblütlern, ist eine einjährige Pflanze und kann rund 60 bis 70 Zentimeter hoch werden. Er blüht meist ab Juli und sieht auf den ersten Blick der Schafgarbe ein wenig ähnlich. Anis kennen viele von uns wahrscheinlich als Sternanis und damit typisches Weihnachtsgewürz. Dabei handelt es sich jedoch um zwei vollkommen verschiedene Pflanzen. Anis hat als Pflanze eine lange Tradition, wird schon ewig geschätzt und genutzt. Die Anis-Samen sind längs gestreift und bräunlich oder graugrün. Sternanis dagegen kennt jeder, die Samen liegen in einer sternförmigen Hülle.

Zu sehen sind Anissamen in und unter einem Kunststoff-Löffel (Symbolbild).
Anis lässt sich auch im Garten anbauen (Symbolbild). © imageBROKER/J. Pfeiffer/Imago

Sternanis und Anis gehören nicht mal zur selben Pflanzenfamilie. Sternanis gehört zu den Sternanisgewächsen, Anis zu den Doldenblütlern. Auch die Pflanzen selbst sehen sich nicht ähnlich. Während bei Anis lediglich die Spaltfrüchte genutzt werden, verwendet man bei Sternanis die ganze Balgfrucht, berichtet ein Gewürzhersteller. Geschmacklich gibt es keine allzu gravierenden Unterschiede, solange die Gewürze vorsichtig dosiert werden. Sternanis schmeckt etwas würziger und intensiver. Anis kommt beispielsweise beim Backen vor, aber auch als Schnaps. Sternanis dagegen ist beispielsweise Teil der Fünf-Gewürze-Mischung und findet als hübsche Dekoration auch Verwendung in weihnachtlichen Gerichten und Getränken.

Anis im Garten: Standort und Pflege

Wer Anis im Garten anpflanzen will, sollte den passenden Standort wählen und Saatgut unbedingt kaufen. Denn Anis hat einige giftige Doppelgänger.

Diese Bedingungen braucht Anis im Garten:

Anis im Garten: Heilwirkung und Verwendung

Wer sich nun für Anis entschieden hat, sollte seine Vorteile kennen. Schließlich wollen wir ja auch von der Gartenpflanze profitieren. Wichtig dabei: Nutzen Sie Anis nur, wenn Sie die Pflanze sicher identifizieren können, ansonsten kaufen Sie ihn lieber. Denn Anis ähnelt auch dem stark giftigen Schierling!

Anis kommt bei uns vor allem als Brotgewürz oder zum Backen vor, nicht jeder ist Fan des etwas eigenwilligen Geschmacks. Auch in Ouzo, Raki und anderen Getränken findet Anis Verwendung, nicht zuletzt in Absinth. Entscheidend dürfte aber für Kräuter-Fans vor allem die Heilwirkung sein, denn Anis ist dafür schon lange bekannt.

Diese Vorteile bietet Anis als Heilpflanze:

Da Anis ein gewisses Allergiepotenzial hat, ist Vorsicht geboten. Anisöl sollte nur verdünnt angewendet werden. Auch Kinder unter sechs Jahren sollten mit Anis lieber nicht behandelt werden. Leiden Sie an Asthma, ist ebenfalls Vorsicht geboten, der Arzt berät dann zum Einsatz von Anis. Insgesamt sollten Anispräparate mit Bedacht und selten eingesetzt werden, da vor allem ätherische Öle Estragol und Methyleugenol enthalten sind, die beide in Tierversuchen als krebserregend erkannt wurden.

Zum Backen ist Anis aber neben den Heilwirkungen eine tolle Zutat. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant