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Ambrosia: Allergieauslöser häufig im Vogelfutter

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Von: Franziska Irrgeher

Besonders Pollenallergikern kann Ambrosia gefährlich werden. Die Pflanze findet sich manchmal im Vogelfutter oder Saatgut und hat in unseren Gärten nichts zu suchen.

Frankfurt am Main – Wie bei so vielen Pflanzen oder Tiere, die unsere heimischen Arten verdrängen, wurde auch Ambrosia eingeschleppt. Ursprünglich stammt das Kraut aus Nordamerika und breitet sich seit einiger Zeit auch in Europa aus. Auch dank Vogelfutter.

Ambrosia: Allergieauslöser im Vogelfutter

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) heißt auch Beifußblättriges Traubenkraut. Sie kann bis zu anderthalb Meter hoch werden und ist stark verzweigt. Sie wächst zwar eher langsam, bildet aber pro Pflanze mehrere tausend Samen und vermehrt sich damit schnell. Da die Samen zudem über viele Jahre keimfähig bleiben, ist es schwer, sie komplett zu eliminieren. Die Blätter von Ambrosia sind grün, die Stängel behaart und auch die Blüten sehen grünlich aus.

Gerade Allergiker leiden unter der Pflanze, denn die Pollen gehören zu den stärksten Allergieauslösern. Ein weiteres Problem: Der Pollenflug von Ambrosia ist vor allem im August und September. Also dann, wenn andere Pflanzen längst nicht mehr blühen, sodass Allergiker länger als gewöhnlich unter Symptomen leiden, wenn Ambrosia in der Nähe wächst. Darüber berichtet auch 24vita.de*. Als Kreuzreaktion können auch Allergien auf Kürbis, Melone, Banane oder Zucchini und ähnlichem möglich sein.

Sowohl die Pollen als auch der Kontakt mit der Pflanze kann allergische Reaktionen auslösen. Darunter tränende Augen, Atemnot und Kontaktekzeme. Eine Meldepflicht für Ambrosia gibt es noch nicht. Aktuell kommt die Pflanze vor allem in Süddeutschland, aber auch Magdeburg und Berlin vor.

Ambrosia: So kommt die Pflanze in unsere Gärten

Wie viele andere invasive Pflanzen auch, wurde Ambrosia irgendwann eingeschleppt und fühlt sich bei uns sehr wohl. Verbreitet wird sie meist unwissentlich durch Saatgut und auch Vogelfutter. Das Problem: Ambrosia ist eng mit Sonnenblumen verwandt, wie auch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berichtet. Dort, wo also Sonnenblumen als Vogelfutter angebaut werden, kann Ambrosia im Feld nicht bekämpft werden und es kann zur Verunreinigung kommen. Laut NABU ist Ambrosia außerdem in einigen Nachbarländern bereits stark verbreitet. Vor allem in Ungarn zählt die Pflanzen inzwischen zu den Top 4 beim Unkraut.

Achten Sie beim Kauf von Vogelfutter daher unbedingt auf den Hinweis „Ambrosia kontrolliert“, den seriöse Hersteller inzwischen ausnahmslos aufdrucken. Sonnenblumen können Gartenfans außerdem auch selbst anbauen, die Vögel ernten die Samen dann selbst.

Ambrosia: So bekämpfen Sie die Pflanze

Ambrosia sollte also der Kampf angesagt werden, jedoch auf möglichst schonende Weise. Schließlich sollen andere Gartenpflanzen nicht unter der Bekämpfung leiden. Bestenfalls haben Sie zwar kein Ambrosia im Garten, aber wenn doch, gibt es Tipps.

Folgende Ratschläge hat beispielsweise Öko-Test zur Ambrosia-Bekämpfung:

Die Bekämpfung mit Herbiziden funktioniert bei ausgewachsenen Pflanzen und vor allem großen Beständen nicht gut. Zudem würden die Mittel auch in die Futterpflanzen gelangen, sodass diese Option leider komplett entfällt. Bestenfalls entfernen Sie Ambrosia also vor der Blüte und kontrollieren in den Wochen danach auf neue Pflanzen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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