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Altweibersommer: Das sagen die Bauernregeln zum sommerlichen Wetter-Phänomen

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Von: Franziska Irrgeher

Der Altweibersommer steht meist Ende September an und soll warmes Wetter bringen. Die Bauernregeln halten einiges zu dieser Wetterlage bereit.

Hamburg – Der Altweibersommer ist eine sogenannte meteorologische Singularität. Also eine Wetterlage, die jedes Jahr wieder mit recht hoher Wahrscheinlichkeit auftritt. In diesem Fall handelt es sich um ein Hochdruckgebiet, das für gleichbleibend warmes Spätsommer-Wetter sorgt. In Nordamerika ist das Ganze auch als Indian Summer bekannt, denn dann färbt sich auch das Laub sehr bunt.

Altweibersommer: Das sagen die Bauernregeln zur sommerlichen Wetterlage

Mit dem Altweibersommer zieht im September noch mal schönes Wetter ein, meist rund um den Herbstanfang. Grund dafür ist ein Hochdruckgebiet, das mehrere Wochen andauern kann. Das schöne Wetter fällt meist mit der Buntfärbung des Laubs zusammen, deshalb heißt diese Phase in Nordamerika auch Indian Summer. Bunt wird es aber natürlich auch in Deutschland.

Als meteorologische Singularität ist der Altweibersommer nicht alleine, auch die Eisheiligen und die Schafskälte zählen beispielsweise dazu. Das schöne Wetter führt auch dazu, dass das Oktoberfest inzwischen eher im September stattfindet, wie die ARD-Wetterredaktion berichtet.

Altweibersommer: Der Name und seine Bedeutung

Altweibersommer weckt meist die Assoziation mit einer älteren Frau, die im Sommer gerne Zeit draußen verbringt und sich in der Sonne wärmt. Daher kommt der Name wahrscheinlich aber gar nicht. Der Name könnte von Spinnweben kommen, die nun durch die Luft schweben, genaugenommen Fäden der Baldachinspinne. Die Fäden sehen aus wie Haare, vor allem wenn Tau auf ihnen liegt, glänzen sie im Licht. Zudem soll Altdeutsch „weiben“ auf Neuhochdeutsch „weben“ bedeuten. Das Wörterbuchnetz (Mittelhochdeutsch) gibt als Bedeutungen „hin und her bewegen“ sowie „drehen“ und „schweben“ an, was definitiv zu Spinnweben passen würde. Die Wortherkunft vom Altweibersommer ist aber keineswegs gesichert, zudem gibt es einige andere Begriffe dafür, etwa Mettensommer, Witwensommer, Martinssommer und viele mehr.

Zu sehen sind Spinnweben über einer Wiese, auf die die Sonne scheint (Symbolbild).
Spinnweben sind im Altweibersommer keine Seltenheit (Symbolbild). © Melanie Bauer/Imago

Altweibersommer: Das sagen die Bauernregeln

Wie für so ziemlich alles, gibt es natürlich auch zum Altweibersommer Bauernregeln. Die Bauernregeln und Lostage waren vor allem früher wichtig, als das Wetter noch nicht täglich im Fernsehen vorhergesagt wurde. Denn die Ernte und deren erfolgreiches Einbringen hing und hängt stark vom Wetter ab. Lostage ergänzen die Bauernregeln oft, das sind einzelne Tage, deren Wetter das Wetter der nächsten Tage oder Wochen vorhersagen soll.

Das sind einige Bauernregeln rund um den Altweibersommer:

Übrigens existiert der Altweibersommer auch in anderen Ländern unter ähnlichen Begriffen. Und dann gibt es da noch ein paar nette Legenden und Geschichten rund um diese Spätsommer-Zeit. Angeblich wurden die Gespinste auch Zwergen, Elfen und anderen Wesen zugeordnet. Anderen Geschichten nach sind die Fäden von der Jungfrau Maria hergestellt oder stammen aus ihrem Mantel. In jedem Fall können Naturfans den Anblick genießen, bildlich festhalten und eventuell ins Haus verirrte Spinnen wieder nach draußen setzen. Der September hält aber noch deutlich mehr Bauernregeln bereit, die nicht alle mit dem Altweibersommer zusammenhängen.

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