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Acker-Schachtelhalm: Lästiges Unkraut oder nützliche Gartenpflanze?

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Von: Franziska Irrgeher

Acker-Schachtelhalm gilt gerne als Unkraut, doch die Pflanze bietet auch viele Vorteile in der Gartenpflege. Wer sie im Garten hat, sollte Nutzen und Schaden abwägen.

Baierbrunn – Im Garten ist der Grat zwischen nützlicher Pflanze und störendem Beikraut oft schmal. Diverse hübsche Gartenpflanzen wie Kriechender Günsel oder Klee sind für den einen eine Bereicherung, für den anderen dagegen Unkraut. Eine Pflanze, die ebenfalls die Gemüter erhitzt, ist der Acker-Schachtelhalm, auch als Zinnkraut bekannt. Er hat diverse Vor- und Nachteile.

Acker-Schachtelhalm: Unkraut oder nützliche Pflanze?

Der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) heißt auch Katzenwedel oder auch Scheuerkraut, Zinngras oder Zinnkraut. Auf den letztgenannten Namen gehen wir später näher ein. Er gehört zu den Farnpflanzen, ist eine Zeigerpflanze für verdichtete, staunasse oder lehmige Böden und gilt gerne als Unkraut, das nur schwer zu entfernen ist. Der Acker-Schachtelhalm bildet tiefe Wurzeln und aus den Rhizomen entwickeln sich auch neue Pflanzen. Ist die Pflanze einmal da, wird man sie nur schwer wieder los. Die entscheidende Frage ist aber, ob man sie überhaupt loswerden möchte.

Denn obwohl die Pflanze sich so ungehemmt ausbreiten kann, hat Acker-Schachtelhalm einige Vorteile:

Doch Vorsicht: Pflücken Sie den Acker-Schachtelhalm für Heilzwecke lieber nicht selbst, sondern greifen Sie auf fertige Präparate zurück. Die Pflanze kann schnell mit dem Sumpf-Schachtelhalm verwechselt werden, der (für Tiere, eventuell auch für Menschen) giftig ist.

Acker-Schachtelhalm: So werden Sie ihn wieder los

Wer den Acker-Schachtelhalm dann doch wieder loswerden möchte, anstatt ihn zu nutzen, steht vor einer schweren Aufgabe. Die Pflanze hatte schließlich genug Zeit, sich perfekt anzupassen.

Acker-Schachtelhalm vermehrt sich über Rhizome, er blüht nicht. Das macht die Entfernung nicht unbedingt leichter, denn die Wurzeln reichen tief. Grundsätzlich können Sie schon mal vorbeugen, in dem verdichtete Böden direkt bei der Gartenplanung gelockert werden. Das sogenannte Holländern eignet sich beispielsweise dafür. Ansonsten hilft auch Sand oder Gründüngung bei der Bodenlockerung.

Ansonsten hilft Folgendes:

Das Praktische an Zeigerpflanzen ist, dass sie auf Probleme im Boden hinweisen. Sie können das nun entweder zum Anlass nehmen und den verdichteten Boden lockern. Oder aber Sie lassen eine Gartenecke gezielt für das Kraut unbehandelt und nutzen die Pflanze dann zu Ihrem Vorteil.

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