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Zuckerentzug: So helfen Sie Ihrem Körper, gesünder zu leben

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Von: Anna Katharina Küsters

Raffinierter Zucker hat negative Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, das ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Bei einem Zuckerentzug reagiert der Körper erst mal deutlich spürbar.

Bonn – Selbst Menschen, die sich bewusst ernähren und Süßigkeiten meiden, nehmen meist noch viel Zucker zu sich. Denn Zucker hat viele Namen und Gewänder und ist mittlerweile fast jedem Lebensmittel zugesetzt. Das summiert sich, denn statistisch gesehen isst in Deutschland jeder alleine 34 Kilogramm Haushaltszucker pro Jahr. Gartenfreunde, die diesen Konsum eindämmen wollen, merken schon an den ersten Tagen, dass das schwerfällt. Denn der Körper reagiert deutlich auf den Zuckerentzug.

Zuckerentzug: So reagiert Ihr Körper

Zucker ist nicht gleich Zucker. So macht das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) deutlich, dass Zucker in vielen Formen und Farben in Lebensmitteln vorkommt. Der allseits bekannte Haushaltszucker (Saccharose) ist dabei ein sogenannter Doppelzucker, auch Disaccharid genannt. Er entsteht, indem sich die zwei Einfachzucker Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fructose) verbinden. In der Regel gewinnen ihn Hersteller aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Besonders raffinierter Haushaltszucker muss besondere Reinheits-Ansprüchen erfüllen, die in der Zuckerartenverordnung festgehalten sind.

Neben dem bekannten Haushaltszucker findet sich das Süße Gold jedoch auch noch in folgenden Formen in Lebensmitteln wieder:

Die vielen Namen, die Zucker trägt, machen es Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht leicht, auf Zucker zu verzichten. Denn selbst in Lebensmitteln wie Leberwurst oder Fleischaufschnitt versteckt sich in den meisten Fällen Zucker.

Zuckerentzug: Das richtet zu viel Zucker an

Aus medizinischer Perspektive ist ein zu hoher Konsum von Zucker für den Körper ein Problem. Wer beständig zu viel Zucker zu sich nimmt, erhöht sein Risiko, an Krankheiten wie Diabetes Typ zwei, einer Fettleber oder sogar Krebs zu erkranken. Ein zu hoher Zuckerkonsum kann sich aber auch in weniger drastischen Beschwerden zeigen wie beispielsweise ständiger Müdigkeit, Hautunreinheiten und einem geschwächten Immunsystem*.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher, nur zehn Prozent der gesamten Energiezufuhr am Tag über freie Zucker zu sich zu nehmen. Zucker in Obst und Milch ist dabei davon ausgenommen. Das bedeutet, dass gerade mal 40 Gramm freier Zucker pro Tag gesund sind.

Die Realität sieht aber ganz anders aus. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der Verbrauch von freien Zuckern bei Männern und Frauen pro Tag bei bis zu 80 Gramm. Das klingt erst mal nicht viel, doch schauen Gartenfreunde auf das gesamte Jahr, summieren sich die Grammzahlen. Pro Jahr sind maximal neun Kilogramm Zucker gesund, in der Regel isst jeder laut dem Norddeutschen Rundfunk jedoch 34 Kilogramm Weißzucker, neun Kilogramm Zuckerzusätze wie etwa Sirup, Glucose und Fructose und ein Kilogramm Honig.

Zuckerentzug: Typische, körperliche Reaktionen

Höchste Zeit, das Steuer umzureißen und auf Zucker zu verzichten! Eine Herausforderung, der sich immer mehr Menschen stellen. Da Zucker jedoch im Gehirn wie eine Droge wirkt, ist die Umstellung auf ein zuckerfreies Leben oft nicht einfach. Zucker liefert dem Körper schnelle Energie und aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn. Nach einem Schokoriegel sind eine Menge der Wohlfühlhormone Dopamin und Serotonin freigesetzt, sodass der Drang nach weiteren Schokoriegeln immer weiter wächst.

Gartenfreunde, die plötzlich diese vermeintliche Glückszufuhr stoppen, merken das nach einer kurzen Zeit sehr deutlich. Folgende körperliche Reaktionen können in der ersten zuckerfreien Zeit auftreten:

Diese Symptome klingen erst mal abschrecken und nicht sonderlich motivierend, einen Zuckerentzug durchzuführen. Doch die Disziplin lohnt sich, denn schon nach wenigen Tagen spüren Gartenfreunde auch immer mehr positive Auswirkungen wie etwa:

Da jeder unterschiedlich stark auf einen Zuckerentzug reagiert, ist es sinnvoll, sich für Heißhungerattacken kleine gesunde Snacks bereitzuhalten. Auch strukturiertes Vorkochen und einen Zeitabstand von fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten lohnen sich, um schneller Erfolge zu spüren. Wer also auf Zucker verzichten möchte, sollte sich im Vorhinein schon einen Plan machen, sonst ist die Gefahr groß beispielsweise in Stresssituationen schnell wieder zum Schokoriegel zu greifen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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