Inhaltsstoffe genau studieren

Zucker hat viele Namen: So machen Sie ihn in Lebensmitteln ausfindig

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Zucker trägt viele Namen. Wer auf Zucker verzichten möchte oder ihn reduzieren will, hat es nicht immer leicht, ihn in allen Lebensmitteln zu erkennen. Eine Übersicht hilft dabei.

Düsseldorf – Es müssen nicht immer große Diäten sein, oftmals hilft bei der Gewichtabnahme auch schon mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung. Der große Verzicht ist dann oftmals nicht nötig. Die Ernährungsumstellung fällt teilweise aber schwer, denn wer etwa auf Zucker verzichten möchte oder den Konsum zumindest zurückfahren will, muss sich vorher genau informieren. Zucker trägt nämlich viele Namen und versteckt sich teils auch in Lebensmitteln, in denen es Gartenfreunde nicht erwarten.

Zucker hat viele Namen: Hinter diesen Bezeichnungen versteckt sich das Süßungsmittel

Der Zucker, den viele aus der Küche vom Backen oder Kochen kennen, nennt sich auch Haushaltszucker und setzt sich aus zwei Zuckerarten zusammen. Der sogenannte Doppelzucker, also Disaccharid Saccharose, besteht aus Fruchtzucker und Traubenzucker. Fruchtzucker trägt auch den Namen Fruktose, Traubenzucker den Namen Glukose. Schon dabei zeigt sich, dass Zucker viele Bezeichnungen haben kann. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung gewinnen Hersteller den handelsüblichen Haushaltszucker aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr.

Bei der Produktion unterscheidet sich Weißzucker von raffiniertem Zucker. Beide müssen bestimmte Standards erfüllen, um in den Verkauf zu gelangen. So ist Weißzucker speziell gereinigter und kristallisierter Haushaltszucker, der zu den preiswertesten Zuckerangeboten zählt. Raffinierter Zucker ist qualitativ hochwertiger, da er noch höheren Reinheitsgeboten entsprechen muss.

Zucker hat viele Namen: Ein Überblick über die verschiedenen Bezeichnungen

Kaufen Gartenfreunde also Zucker zum Backen, ist dieser klar gekennzeichnet. Doch Zucker versteckt sich in vielen Lebensmitteln, ohne dass Zucker als Inhaltsstoff auf der Verpackung stünde. Das macht es beispielsweise schwerer, in der Fastenzeit auf Zucker zu verzichten*. Gartenfreunde entdecken bei genauer Inspektion der Inhaltsstoffe folgende Bezeichnungen, die ebenfalls Zuckerarten darstellen:

  • Saccharose: Rüben- oder Rohrzucker
  • Glukose/Dextrose: Traubenzucker
  • Fruktose: Fruchtzucker
  • Invertzuckersirup: Gemisch aus Trauben- und Fruchtzucker, Gewinnung aus Haushaltszucker
  • Maltodextrin/Weizendextrin: Gemisch aus verschiedenen Kohlenhydraten, beispielsweise in Kartoffeln und Mais enthalten
  • Maltosesirup/Gerstenmalzextrakt: Abbauprodukt der Stärke, beispielsweise in Gerstenkeimen oder Kartoffelkeimen enthalten
  • Raffinose: Kohlenhydrat, setzt sich aus Galactose, Fructose und Glucose zusammen, kommt in Hülsenfrüchten vor
  • Karamellsirup
  • Lactose: Milchzucker
  • Fruchtpüree
  • Inulin: zählt zu den Fructanen, ist zum Beispiel in Chicorée und Löwenzahn enthalten
  • Joghurtpulver
  • Süßmolkenpulver/Molkenerzeugnisse
  • Polydextrose (E 1200): Synthetische Verbindung von Sorbit, Zitronensäure und Glucose, kann vom Körper nicht abgebaut werden

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Zucker auch noch in anderer Form in Lebensmitteln enthalten sein kann. So bringt Honig beispielsweise natürlichen Zucker mit sich, aber auch Traubenfruchtsüße, Dattelpulver und Dicksäfte wie Agavendicksaft verzuckern Speisen.

Zucker hat viele Namen: Lebensmittel, die das Süßungsmittel häufig enthalten

In manchen Lebensmitteln erwarten Gartenfreunde selbstverständlich Zucker. Wie beispielsweise in Süßigkeiten, Kuchen oder Chips. Doch auch in vielen alltäglichen, herzhaften Lebensmitteln versteckt sich Zucker. Meist hinter einem der oben genannten Namen. So weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass Zucker beispielsweise auch in folgenden Lebensmitteln steckt:

  • Fleischsalat mit Gewürzgurken
  • Griechischer Krautsalat
  • Soßenbinder für dunkle Soßen
  • Leberwurst
  • Knusper-Früchte-Müsli
  • Kaffeeweißer

Besonders in Fleischaufschnitt gibt es selten eine Packung, in der kein extra Zucker zugesetzt ist. Bei einer zuckerfreien Ernährung bedarf es also großer Aufmerksamkeit beim Einkaufen. Oft hilft es aber schon, Softdrinks gegen Wasser oder Tee einzutauschen, denn in den süßen Getränken steckt meist der höchste Zuckergehalt. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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