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Zimt: Deswegen schützt Sie das Gewürz vor Erkältungen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zimt ist das Wintergewürz schlechthin. Und das ist auch gut so, denn Zimt bringt das Immunsystem in Schwung und hilft bei Anspannung.

Bonn – Kaum ein Duft und Geschmack erinnert Gartenfans wohl so sehr an den Herbst und Winter wie Zimt. Wem es schmeckt, der arbeitet das Gewürz in der kalten Jahreszeit in fast jedes Gericht ein, denn sowohl süße als auch herzhafte Speisen profitieren von dem leckeren Zimt-Aroma. Trotzdem sollten es Köchinnen und Köche mit der Verwendung von Zimt nicht übertreiben, denn ab einer bestimmten Menge kann er dem Körper zusetzen.

Zimt: So viel Kraft steckt in dem winterlichen Gewürz

Es mag auf den ersten Blick etwas abwegig erscheinen, doch Zimt gewinnen Hersteller tatsächlich aus der Rinde des sogenannten Zimtbaumes. Der Zimtbaum, botanisch Cinnamomum verum, gehört zur Familie der Lorbeergewächse und stammt ursprünglich aus Sri Lanka. Von dieser Insel stammt bis heute der Großteil des hochwertigen Gewürzes, was hierzulande vor allem als Zimtstangen erhältlich ist. Die Qualität des Ceylon-Zimtes erkennen Gärtnerinnen und Gärtner laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zum Beispiel an den mehreren feinen Rindenlagen. Wer einen Querschnitt davon sieht, muss unweigerlich an eine Zigarre denken.

Neben dem sogenannten Echtem Zimt gibt es jedoch auch noch den weniger hochwertigen Cassia-Zimt. Er stammt größtenteils aus China, wo Produzenten ihn aus der Rinde der Zimtkassie gewinnen. Streng genommen ist Cassia-Zimt kein Zimt, sondern ein eigenständiges Gewürz, fällt im Alltag jedoch oftmals in einen Topf mit Zimt. Im Handel finden Gartenfreunde den Cassia-Zimt meist als Pulver. Entdecken sie ihn doch mal als Stange, ist leicht ersichtlich, dass die Zimtstange im Gegensatz zum Ceylon-Zimt nur aus einer Rindenschicht besteht.

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem ein Häufchen gemahlener Zimt liegt. Darauf liegen ein paar Ceylon-Zimststangen (Symbolbild).
Ceylon-Zimt enthält weniger Curamin als Cassia-Zimt (Symbolbild). © bruhum/Imago

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Zimt: Das steckt drin

Ein entscheidender Unterschied zwischen diesen beiden Zimt-Arten ist neben dem Geschmack auch die Zusammensetzung. Denn Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt. Cumarin ist keinesfalls Gift, sondern ein in der Rinde enthaltener Aromastoff, auf den die Leber mancher Gartenfreunde empfindlicher als andere reagiert. Laut dem BZfE toleriert ein gesunder Körper täglich 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Um es etwas anschaulicher zu machen: Wiegt eine Frau 60 Kilogramm, kann sie an einem Tag sechs Milligramm Cumarin aufnehmen, das entspricht laut BZfE zwei Gramm Cassia-Zimt. Kinder hingegen sollten nicht mehr als sechs Zimtsterne pro Tag naschen dürfen.

Neben Cumarin helfen die Inhaltsstoffe in Zimt aber dem Immunsystem und halten den Körper fit. Besonders hervorgehoben werden sollten dabei die ätherischen Öle Zimtaldehyd und Eugenöl. Sie sind unter anderem verantwortlich für den charakteristischen Geschmack des Zimts. Außerdem wirken sie noch wie folgt auf den Körper:

Bezüglich der Wirkung des Zimts bei einer Diabetes-Erkrankung gehen die wissenschaftlichen Meinungen auseinander. Zimt soll einen ausgleichenden Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben und somit besonders Erkrankten mit Diabetes Typ II helfen. Gesichert ist jedoch, dass die ätherischen Öle durch Geruch und Geschmack dem Geist und Körper Entspannung bringen. Denn auch der Magen freut sich über eine Portion Zimt, das Gewürz beruhigt die Magenschleimhaut.

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