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Waschmittel aus Kastanien: So verwenden Sie die Nussfrüchte zum Waschen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zum Herbst gehört für viele das Sammeln von Kastanien dazu. Wer mit den Taschen voller Nussfrüchte nach Hause kommt, kann aus diesen auch Waschmittel herstellen.

München – Es müssen nicht immer nur die niedlichen kleinen Kastanientierchen sein. Denn Kastanien können noch so viel mehr. Sie sind nicht nur eine wichtige Zutat für viele leckere Herbst-Gerichte, sondern lassen sich auch gut zu einem nachhaltigen Waschmittel verarbeiten. Dabei müssen Gartenfreunde nur ein paar Dinge beachten und schon ist das Waschmittel aus dem Supermarkt nicht mehr nötig.

Waschmittel aus Kastanien: So verwenden Sie die Nussfrüchte zum Waschen

Bei der Zubereitung von eigenem Waschmittel aus Kastanien dürfen Gartenfans ausschließlich Rosskastanien nutzen. Denn sie sind den essbaren Kastanien in einer Sache voraus: Die Nussfrüchte der zu den Seifenbaumgewächsen gehörenden Kastanie beinhalten sogenannte Saponine. (Herbstdekoration aus Naturmaterialien selbst basteln: So geht es)

Diese Pflanzenstoffe werden beim Waschen aktiviert. Ihre chemische Struktur erinnert an die chemische Struktur von normalem Waschmittel. Weitere Pflanzenblätter, die diese Saponine enthalten, sind zum Beispiel Birkenblätter und Efeublätter. Wer mit Kastaniensud wäscht, erhält eine geruchsneutrale und saubere Wäsche. Zudem schützt das Kastanien-Waschmittel die Farben der Kleidung, da es besonders schonend ist. Zudem ist Kastanien-Waschmittel aus ökologischer Perspektive besser als die bekannten Waschnüsse, da Kastanien keinen Transportweg haben im Gegensatz zu Waschnüssen.

Waschmittel aus Kastanien: So gehen Sie vor

Für eine Wäsche brauchen Sie etwa fünf bis sieben Kastanien. Wer im Herbst also kräftig sammelt und etwa sechs Kilogramm zusammenbekommt, hat für das ganze Jahr genügend Waschmittel parat. Folgende Schritte müssen Sie bei der Herstellung von Kastaniensud befolgen:

Gartenfreunde müssen im ersten Schritt die gesammelten Kastanien gründlich säubern. Das gelingt am besten mit einem sauberen Tuch. Mit Wasser sollten die Kastanien noch nicht in Kontakt kommen. Wollen Waschfreunde weiße Wäsche waschen, sollten sie nun auch die braune Schale der Kastanien entfernen. Dann geht es ans Zerkleinern. Sind die Nussfrüchte danach in Viertel geteilt, können sie in ein Schraubglas gelegt und mit 300 Millilitern Wasser bedeckt werden. (Walnüsse ernten und lagern: So zehren Sie noch lange von der Nussernte)

Jetzt heißt es warten. Nach etwa acht Stunden hat sich das Wasser verfärbt und die Saponine haben sich aus den Kastanien gelöst. Mithilfe eines Küchentuchs sieben Kastanienfreunde den Sud und geben ihn dann in das Waschmittelfach der Waschmaschine.

Eine weitere Alternative ist, die Kastanien mit 300 Milliliter Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen und etwa eine Viertelstunde bei niedriger Hitze vor sich hin köcheln zu lassen. Auch dadurch entsteht der gewünschte Sud. Je kleiner Gartenfreunde die Kastanien hacken, desto kürzer müssen sie später auf ihren Kastanien-Sud warten.

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