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Fast vergessenes Wintergemüse: Leckere Sorten für kalte Tage

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Von: Franziska Irrgeher

Herbst und Winter laden geradezu dazu ein, mehr Gemüse zu essen. Neben Klassikern wie Karotten gibt es viele alte Sorten, die manche fast vergessen haben.

München – Ab dem Herbst tauchen auf dem Markt Gemüsesorten auf, die viele noch nie bewusst gesehen haben. So sehen beispielsweise Pastinaken Petersilienwurzeln zum Verwechseln ähnlich, schmecken aber ganz anders. Dieses Wurzelgemüse und viele weitere Gemüsesorten, die früher regelmäßig verzehrt wurden, haben manche vergessen oder nie kennengelernt. Das wollen wir ändern.

Fast vergessenes Wintergemüse: Lebensmittel, die Sie jetzt essen sollten

Gemüsesorten gibt es viele, doch da wir immer mehr davon importieren können und sie fast ganzjährig verfügbar sind, weiß kaum noch einer, was laut Saisonkalender eigentlich gerade regional vorhanden ist. Gurken und Tomaten sind es im Winter beispielsweise nicht, obwohl die Märkte voll davon sind. Gerade im Winter gibt es einiges an Gemüse, das schon unsere Vorfahren eingelagert oder eingelegt haben, um im Winter damit zu kochen. Man muss alte Gemüsesorten nur kennen und vor allem erkennen.

Zu sehen ist aufgeschnittene Rote Bete, Gelbe Bete und anderes Wintergemüse (Symbolbild).
Wintergemüse wie Rote Bete wird schon lange genutzt (Symbolbild). © Achim Sass/Imago

Folgendes fast vergessenes Wintergemüse möchten wir daher vorstellen:

Gerade für Selbstversorger bieten sich diese Sorten natürlich auch an, schließlich haben sie nicht nur im Winter Saison, sondern lassen sich meist auch lange lagern. Wer dafür keinen Keller oder keine Erdmiete hat, kann einen richtigen Erdkeller bauen.

Fast vergessenes Wintergemüse: Pastinaken und Schwarzwurzeln

Pastinaken und Schwarzwurzeln sind neben der Roten Bete wahrscheinlich am bekanntesten, man findet sie meist auch im Supermarkt. Pastinaken haben ab etwa September Saison bis in den März hinein, wobei zunächst frische Pastinaken verfügbar sind, später eher Lagerware. Schwarzwurzeln sind ebenfalls ein klassisches Wintergemüse und etwa von Oktober bis April zu haben, sie gelten auch als „Spargel des armen Mannes“.

Pastinaken schmecken ein wenig würzig, lassen sich wunderbar zu Püree oder Aufläufen verarbeiten und sind in der Vor- und Zubereitung ziemlich einfach.

Schwarzwurzeln dagegen haben es in sich. Zunächst sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen, denn die Schale kann abfärben, der Saft klebt lange an den Fingern. Damit die Stangen nicht braun werden, helfen Zitronenwasser oder Essigwasser*. Die geschälte Schwarzwurzel lässt sich dann vielseitig zubereiten und ist schmackhaft. Allerdings wirken die Stangen auch verdauungsfördernd, tasten Sie sich langsam heran und starten Sie mit kleinen Mengen.

Fast vergessenes Wintergemüse: Rote und Gelbe Bete und Steckrüben

Wussten Sie, dass es auch Gelbe Bete gibt? Verwandt ist sie mit der Zuckerrübe und sieht ansonsten einfach aus wie eine Rote Bete mit gelber Innenseite. Sie heißt auch mal Golbete, unterscheidet sich außer optisch aber kaum von Roter Bete. Auch sie kann also ganz normal zubereitet werden. Eingelagert werden kann Rote oder Gelbe Bete beispielsweise in einer Sandkiste, alternativ lassen sie sich auch einkochen oder einlegen. Danach wird daraus leckerer Salat, Carpaccio oder auch Chips, Schnitze aus dem Ofen und andere warme Gerichte.

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Steckrüben haben ab Oktober Saison und können bis in den Dezember verfügbar sein. Besonders beliebt ist dieses Gemüse leider nicht, doch Steckrüben geben wunderbare Eintöpfe ab oder können auch in anderen „modernen“ Gemüsegerichten genutzt werden.

Fast vergessenes Wintergemüse: Schwarzer Rettich

Zum Schluss noch der Schwarze Winterrettich. Er hat dem Namen entsprechend ab Herbst Saison, etwa zwischen Oktober oder November und Februar. Optisch erinnert er ein wenig an eine schwarz gewordene Rote Bete, schmeckt scharf und ist so die perfekte Überbrückung bis Mairübchen und Radieschen wieder verfügbar sind. Essen Sie ihn entweder roh, als Suppe oder auch gedünstet. Nur schälen sollten Sie den Rettich vorher. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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