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Tomatillos: Der Geschmack Mexikos in Ihrem Garten

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Von: Mattias Nemeth

Die Tomatillos oder auch Bergaubergine genannt, kennen die meisten vor allem in Form von Salsa Verde und ist eine tolle Bereicherung für jede Küche.

München – Die Tomatillo ist vielen unbekannt und dies, obwohl sie sich eine Geschichte mit Tomaten teilt und sogar eine Zeit lang öfter kultiviert wurde als diese. Während die Azteken die Tomatillo in einem Atemzug mit der Tomate nannten, geriet sie außerhalb von Lateinamerika durch den Siegeszug der Tomate schnell in Vergessenheit. Mit der immer größeren Beliebtheit seiner nahen Verwandten der Andenbeere erfreut sich die Tomatillo auch wieder immer größerer Bekanntheit. Sie ist auch recht einfach hierzulande anzubauen und ist eine tolle Bereicherung für den Gemüsegarten.

Tomatillos: So holen Sie sich Mexiko in den Garten

Tatsächlich kann die Tomatillo ganz ähnlich angebaut werden wie Tomaten, sie sind sogar gute Beetnachbarn und mögen den gleichen Dünger. Allerdings ist der große Unterschied, dass Tomatillos keine Selbstbefruchter sind und dementsprechend eine weitere Physalis neben sich brauchen. Dafür fällt aber das Entgeizen weg. Aber es empfiehlt sich eine Stütze, da die Pflanzen gerne mal unter der Last der Früchte zusammenbrechen und dann liegend weiter wachsen.

Für die pikante Küche sollten die Tomatillos grün geerntet werden, also sobald sie ihre lampionartige Hülle ausfüllen. Dann können sie roh, gegrillt oder gekocht verspeist werden. Sobald sie gelb werden, schmecken sie sehr süß und können wie Kappstachelbeeren oder Andenbeeren verwendet werden und eigenen sich somit auch gut als Nasch- und Anfängerpflanze für Kinder, wie kraut&rüben berichtet.

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Tomatillos: Geschichte einer Unbekannten

Früher gab es den Irrglauben, dass Tomatillos beispielsweise in der Salsa durch unreife, grüne Tomaten ersetzt werden können*. Das sollte man allerdings nicht machen, da unreife Tomaten gesundheitsschädlich sein können. Allerdings gibt es grüne Tomatensorten, die – sobald sie reif sind – sehr gut mit Tomatillos gemischt werden können. Das leicht zitrusartige Aroma der Tomatillo verleiht den Tomaten eine erfrischende Geschmackserweiterung. Aber auch seinen Beinamen Bergaubergine kommt nicht von ungefähr. Vor allem die violette Tomatillo-Sorte ist auch ein guter Ersatz oder Ergänzung zu Auberginen. Dabei gibt es, ähnlich wie bei den Tomaten, früh- und spätausreifende Früchte.

Hierzulande gibt es vor allem Sorten, die gelb, violett oder grün ausreifen. So gibt es beispielsweise:

Tomatillos: Vermehrung und Überwinterung

Wobei bei Tomatillos spätreifend relativ ist, da sie meist unreif geerntet werden und im Gewächshaus sogar bis in den Spätherbst beerntet werden kann. Ist das Gewächshaus frostfrei, kann dort die Tomatillo auch überwintert werden und mehrjährig kultivieren. Ist dies nicht möglich, bietet sich die Überwinterung durch Stecklinge an. Diese haben im nächsten Jahr einen großen Vorsprung zu komplett neu gezogenen Pflanzen. Wenn Sie noch Platz in Ihrem Garten haben, dann probieren Sie doch die Physalis mit den Tomatennamen. Vor allem in Kombination mit Tomaten und Chilis ist sie eine Bereicherung für Ihre Küche. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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