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Grüner Tee: So machen Sie die aufgegossenen Blätter fit

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Von: Anna Katharina Küsters

Grüner Tee lässt sich unterschiedlich zubereiten. Je nachdem welchen Weg Gartenfreunde wählen, macht der Tee eher wach oder beruhigt den Körper.

München – An einem stressigen Arbeits- oder Familientag hilft manchmal nur noch eine Tasse Tee, um neue Kraft zu sammeln. Besonders hilfreich ist dabei grüner Tee, denn der bringt dem Körper Entspannung und Energie. Gut schmeckt er jedoch nur, wenn Gartenfreunde ihn richtig zubereiten.

Grüner Tee: So gießen Sie ihn richtig auf

Schon seit Tausenden von Jahren ist Tee ein treuer Begleiter des Menschen. Besonders in China wissen die Menschen schon lange um die Wirkung der Teeblätter und im 16. und 17. Jahrhundert gelang das traditionelle Aufgießen von Teeblättern auch nach Europa. Entscheidend ist bei schwarzem wie auch grünen Tee der Inhaltsstoffe Koffein. Lange auch als Teein bezeichnet, ist dieser Inhaltsstoff für die anregende Wirkung des grünen Tees verantwortlich. Folgende Sorten enthalten besonders viel Koffein:

Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren wie Theanin enthält grüner Tee außerdem Catechine. Catechine sind sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderem für den bitteren Geschmack des Tees verantwortlich sind. Die im grünen Tee enthaltenen Gerbstoffe sorgen bei regelmäßigem Konsum beruhigend auf Magen und Darm. Außerdem ist laut dem Südwestrundfunk (SWR) wissenschaftlich bewiesen, dass grüner Tee bei Herz-Kreislauf-Krankheiten gefäßerweiternd wirkt. Oft schreiben Menschen grünem Tee auch eine schützende Wirkung gegen die Corona-Viren zu, das ist jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen*.

Grüner Tee: Das ist der Unterschied zu schwarzem Tee

Die Basis für grünen Tee sind die Blätter der Pflanze Camellia sinensis. Das ist dieselbe Grundlage wie die für schwarzen und weißen Tee. Die Getränke unterscheiden sich jedoch deutlich im Geschmack. Laut dem Bayerischen Verbraucherschutz Ministerium liegen die Hauptunterschiede in der Herstellung. Bei grünem Tee behandeln Hersteller die Teeblätter vor dem Trocknen noch mit Heißdampf, sodass sie ihre grüne Farbe behalten und ein natürlicher Fermentierungsprozess ausbleibt.

Bei schwarzem Tee ist die Fermentation hingegen gewünscht. Dabei pressen Hersteller die Blätter dann und knacken so die Zellwände der Blätter auf. Zellsaft kann dann austreten und mit Sauerstoff in Berührung kommen. Dieser Prozess nennt sich Fermentation. Die Blätter verlieren dadurch an Bitterstoffen und gewinnen an Haltbarkeit.

Gießen Gartenfreunde grünen Tee auf, fällt sofort die helle Farbe des Teewassers auf. Das liegt am höheren Anteil an Gerbstoffen in den grünen Teeblättern. Daher rührt auch der etwas herbere und intensivere Geschmack grünen Tees. Um einen sehr herben Teegeschmack zu vermeiden, sollten Gartenfreunde grünen Tee nicht zu lange ziehen lassen. Länger als dreieinhalb Minuten sollten die Blätter dabei nicht im Wasser bleiben, denn sonst kehrt sich zum einen die anregende Wirkung ins Gegenteil um und der grüne Tee macht schläfrig. Zum anderen schmeckt der Tee dann auch recht herb und bitter. Auch die Wassertemperatur sollten Gärtnerinnen und Gärtner im Blick behalten, denn das Teewasser sollte beim Aufguss nicht mehr kochen. Am besten lassen sie das kochende Wasser kurz abkühlen, eine Temperatur von 65 Grad Celsius ist am besten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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