Zu sehen ist eine Tafel Schokolade, von der vereinzelt Schokoladenstücke abgebrochen sind (Symbolbild).
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Bei einer Sirtfood-Diät ist Schokolade in Maßen erlaubt (Symbolbild).

Schlank mit Schokolade und Rotwein

Sirtfood-Diät: Abnehmen wie Adele – dank Sirtuinen purzeln die Pfunde

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die Sirtfood-Diät lässt, wie bei Adele, schnell und einfach die Pfunde purzeln. Dies gelingt mit Lebensmitteln, die Sirtuine im Körper anregen.

  • Die Sirtfood-Diät hilft, Sirtuine im Körper anzuregen und erleichtert dadurch das Abnehmen.
  • Sirtfoods wie Rotwein und Schokolade sowie andere Superfoods kurbeln den Stoffwechsel an.
  • Prominente wie Adele haben sich dem Trend angeschlossen und viel Gewicht verloren.

Bonn – Wer eine Sirtfood-Diät macht, kurbelt die Aktivität der Sirtuinen-Enzyme im menschlichen Körper an. Das gelingt mithilfe bestimmter Nahrungsmittel, die auch Sirtfoods heißen. Mit ihrer Hilfe wird der Stoffwechsel angekurbelt, was zu einer schnellen Gewichtsreduktion führt. Gleichzeitig bleiben die Muskeln erhalten und das Wohlbefinden verbessert sich. 

Sirtfood-Diät: Was genau versteckt sich hinter diesem Begriff?

Die Sirtfood-Diät hat schon einigen Prominenten wie zum Beispiel Adele (32) zu einer schlankeren Figur verholfen. Laut Definition nehmen Menschen bei einer Sirtfood-Diät bewusst mehr sekundäre Pflanzenstoffe wie etwa Resveratol oder Polyphenol über die Nahrung zu sich. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung fungieren diese sekundären Pflanzenstoffe in Nahrungsmitteln als Sirtuinaktivatoren. Sirtuine sind Enzyme im Körper, die bestimmte Proteine abspalten und so den Stoffwechsel antreiben und entzündungshemmend wirken. So gelingt ein schnelleres Abnehmen.

Sirtuine sind in allen menschlichen Körperzellen vorhanden und verantwortlich für den Stoffwechsel und die Kontrolle der Alterungsprozesse. Im menschlichen Körper konnten Wissenschaftler bisher sieben verschiedene Sirtuine finden – Bakterien oder Viren haben beispielsweise immer nur eines.

Sirtfood-Diät: Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Bei der Sirtfood-Diät hat man eine größere Auswahl an Lebensmitteln als bei anderen Diäten. Ohne viel Aufwand lässt sich ein hohes Maß an Genuss beibehalten, denn es geht hauptsächlich darum, möglichst viele sekundäre Pflanzenstoffe aufzunehmen. Und das gelingt dank zahlreicher Nahrungsmittel, die schon lange als gesund oder gar als Superfoods gelten.

Erfreulich ist auch, dass bei der Sirtfood-Diät der Verzehr von Rotwein, Schokolade und Kaffee erlaubt ist. Natürlich stehen auch dort Balance und Mäßigung im Vordergrund. Das gilt auch für Milchprodukte wie Joghurt, die eher als Snack-Charakter haben sollten.

Hier eine Liste der 20 bekanntesten Sirtfoods mit vielen sekundären Pflanzenstoffen:

  • Grünkohl
  • Rotwein
  • Erdbeeren
  • Zwiebeln
  • Soja
  • Petersilie
  • Olivenöl (möglichst nativ und kaltgepresst)
  • Zartbitterschokolade (mit mindestens 85 Prozent Kakaoanteil)
  • Grüner Tee und Matcha Tee
  • Buchweizen
  • Chilischoten
  • Datteln
  • Sellerie
  • Kaffee
  • Kapern
  • Kurkuma (oft auch Turmeric genannt)
  • Liebstöckel (auch Maggikraut genannt)
  • Radicchio
  • Rucola
  • Walnüsse

Sirtfood-Diät: Ernährungsplan als Phasen-Modell

Ein typischer Sirtfood-Diät-Plan umfasst laut der Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin drei Wochen. Die Grundprinzipien der Diät können Abnehmfreudige aber auch länger umsetzen. Die erste Woche besteht aus zwei Phasen mit reduzierter Kalorienaufnahme. In den ersten drei Tagen, Phase eins, steht nur eine feste Sirtfood-Mahlzeit und drei grüne Säfte pro Tag auf dem Speiseplan. Dabei wird die Kalorienaufnahme auf 1.000 Kalorien täglich beschränkt. Für die nächsten vier Tage in der zweiten Phase (Tag vier bis sieben) sind jeweils zwei feste Mahlzeiten und zwei grüne Säfte pro Tag vorgesehen. Die Aufnahme von Kalorien ist in dieser Phase auf 1.500 Kalorien je Tag begrenzt.

In der zweiten und dritten Woche ist eine erhöhte Aufnahme von Kalorien, entsprechend dem eigenen Energiebedarf für tägliche Aktivitäten, erlaubt. Weiterhin werden drei ausgewogene Mahlzeiten pro Tag sowie die Aufnahme von Sirtfood-Säften empfohlen. Diese Phase der Sirtfood-Diät kann auch langfristigen Charakter bekommen, falls gewünscht.

Sirtfood-Diät: Praktische Rezeptvorschläge

Als Sirtfood-Diät-Rezepte stehen viele leckere Gerichte mit Zutaten aus dem eigenen Garten zur Auswahl. Von leicht süßen „Sirtfood Bites“ mit Nüssen über gesunde Salate bis hin zu einer Vielfalt an warmen Gerichten ist einiges an Abwechslung dabei. Die warmen Gerichte können auch Fisch oder Fleisch beinhalten. Und der sogenannte grüne Saft, ein Highlight der Sirtfood-Diät, enthält eine Mischung aus grünem Gemüse und Obst und bietet somit eine gesunde Erfrischung für zwischendurch.

Die Anpassung der Kalorienaufnahme an den jeweiligen Energieverbrauch bei bestimmten Aktivitäten ist dabei aber etwas anderes als das sogenannte Carb Cycling. Beim Carb Cycling passen Tester der Diät die Aufnahme von Kohlenhydraten an die verschiedenen Phasen von Trainingsbelastungen an. Bei der Sirtfood-Diät geht es hingegen um die gesamte Aufnahme von Kalorien pro Tag und die Aktivierung von Sirtuinen im Körper.

Sirtfood-Diät: Wie gesund ist diese Diät wirklich?

Die schnellen und deutlichen Erfolge beim Abnehmen mit der Sirtfood-Diät sind durch die vielen Anhänger, darunter zahlreiche Prominente, belegt. Da die Sirtfood-Diät recht neu ist, gibt es allerdings noch keine unabhängigen Untersuchungen, die eine langfristige Wirkung bestätigen könnten. Normalerweise sollten Menschen, die ihre Kalorienaufnahme auf 1.000 oder 1.5000 Kalorien pro Tag reduzieren, dies vorher mit einem Arzt besprechen und nicht über einen längeren Zeitraum durchführen. Die dauerhafte Aufnahme von Sirtfoods kann zu einer gesünderen Ernährung beitragen, langfristige Studien müssen konkrete, gesundheitliche Ergebnisse jedoch noch bestätigen.

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