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Selen in Lebensmitteln: Deswegen darf es im Körper nicht zum Selenmangel kommen

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Von: Anna Katharina Küsters

Selen kann der Körper nicht selbst produzieren, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. Doch der Boden, auf dem diese wächst, enthält immer weniger Selen.

Bonn – Selen gehört zu den Mikronährstoffen in Lebensmitteln und ist für die Gesundheit essenziell. Wissenschaftler weisen jedoch mittlerweile vermehrt darauf hin, dass der Selengehalt im Boden so deutlich sinkt, dass es zu einer Selen-Unterversorgung der Menschen kommen kann. Das hat fatale gesundheitliche Folgen. Gärtnerinnen und Gärtner können dem aber zuvor kommen und auf eine selenhaltige Ernährung achten. Denn auch der Garten hält viele Lebensmittel mit Selen bereit.

Selen in Lebensmitteln: Deswegen braucht Ihr Körper diesen Inhaltsstoff

Selen ist für den Körper lebenswichtig. In der Regel nehmen Menschen das Spurenelement über die Nahrung auf, denn der Körper kann es nicht selbst produzieren. Laut der Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) leiden bereits heute über eine Milliarde Menschen an Selenmangel. Im schlimmsten Fall kann das zu einer Erkrankung des Herzmuskels führen.

Dieser steigende Mangel hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist die Selenmüdigkeit des Bodens. Essen Menschen beispielsweise Getreide, enthält dieses Selen. Das Getreide zieht sich das Spurenelement aus dem Boden, doch dort sinkt der Selengehalt seit Jahrzehnten spürbar. Grund dafür ist, dass der Sauerstoffgehalt und pH-Wert im Boden immer weiter steigt, Ton und natürlicher Kohlenstoff jedoch immer weniger wird. Wissenschaftler führen das auf die Qualität der Niederschläge zurück, denn der kann sowohl Fluch als auch Segen sein. Einerseits waschen immer heftigere Regenfälle das Selen aus dem Boden heraus, andererseits binden nasse Böden Selen deutlich besser. Das bedeutet, dass trockene Böden mit wenig Tonanteil besonders wenig Selen enthalten.

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem eine umgekippte Tonschale liegt. Aus dieser Schale rollen viele geschälte Paranüsse (Symbolbild).
In Paranüssen steckt besonders viel Selen (Symbolbild). © Mykola / Imago

Um dem immer größer werdenden Selenmangel entgegenzutreten, nutzen Länder wie Finnland bereits mit Selen angereicherten Dünger auf ihren Feldern. Wer nicht auf Nahrungsergänzungsmittel mit Selen zurückgreifen will*, kann sich auch mit Nahrungsmitteln aus dem Garten gut versorgen.

Selen in Lebensmitteln: Das hält der Garten bereit

Grundsätzlich gibt es ein paar Lebensmittel, die besonders viel Selen enthalten. Dazu gehören zum Beispiel:

Wer sich also ausgewogen ernährt, der sollte in der Regel keine Probleme mit einer Selenunterversorgung bekommen. Hinzu kommt, dass auch der Garten im Sommer eine Menge leckeres Gemüse liefert, das als sehr selenhaltig gilt. Dazu zählen zum Beispiel:

Laut dem BZfE verhilft einem eine Portion Pilze pro Tag beispielsweise schon dazu, seinen Selenhaushalt um elf bis 13 Prozent aufzustocken. Und das Gute daran: Pilze sind sehr kalorienarm, sodass die tägliche Pilz-Portion keinen Einfluss auf das Gewicht hat. Bunte Sommersalate lassen sich am besten mit Paprika und Tomaten aufpeppen, denn auch dann ist ein Selenmangel ausgeschlossen. In der Spargelzeit sollten Gartenfreunde außerdem nicht zu wenig zu den leckeren weißen und grünen Stangen greifen, denn auch sie sind fabelhafte Selenquellen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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