1. 24garten
  2. Gesund ernähren
  3. Selbstversorger

Zwiebelzopf flechten: So ernten und trocknen Sie die Knollen richtig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Die Zwiebel-Ernte ist recht einfach, doch die Knollen müssen gut trocknen und richtig gelagert werden. Dabei können Zwiebelzöpfe helfen, sie zu flechten geht einfach.

München – Die Erntezeit für Zwiebeln hängt vom Zeitpunkt des Setzens und einigen anderen Dingen ab. Wurden die Zwiebeln bereits im Herbst des Vorjahres gesetzt, so können sie im darauffolgenden Jahr schon ab Juni geerntet werden. Zwiebeln aus dem Frühjahr sind dagegen meist zwischen Juli und September reif für die Ernte. Bei der Ernte selbst kommt es auf die Technik an und danach ist richtiges Trocknen und Aufbewahren wichtig. Das geht beispielsweise durch Flechten von Zwiebelzöpfen.

Zwiebeln flechten: So ernten und trocknen Sie die Knollen richtig

Zwiebeln sind fast in jedem Gericht zu finden. Kein Wunder also, dass viele Gartenfans eigene Zwiebeln anbauen. Das geht auch sehr einfach und problemlos, denn Zwiebeln brauchen wenig Pflege. Übrigens fühlen sich Zwiebeln neben Möhren sehr wohl, denn die Pflanzen halten Schädlinge von ihrem Beetpartner fern. Die Zwiebelfliege mag keine Möhren, die Möhrenfliege keine Zwiebeln.

Zu sehen sind vier Zwiebelzöpfe aus roten und hellen Zwiebeln, ordentlich geflochten (Symbolbild).
Zwiebelzöpfe können durchaus auch hübsch aussehen (Symbolbild). ©  Steffen Schellhorn/Imago

Zwiebeln flechten: So wird geerntet und getrocknet

Dass Zwiebeln durch Niedertreten des Laubes schneller reifen, ist ein Irrglaube. Das Laub weist aber tatsächlich auf den Erntezeitpunkt hin. Wenn das Laub der Zwiebeln langsam vertrocknet und umknickt, dann ist die Erntezeit da. Das ist meist gegen August der Fall und nun sind die geernteten Zwiebeln auch lagerfähig. Die richtige Ernte ist jedoch entscheidend.

So ernten und trocknen Sie Zwiebeln:

Zwiebeln flechten: So einfach geht es

Die langen Zöpfe aus Zwiebeln, Knoblauch und mehr kennt man vor allem von Märkten, doch schon früher wurde die Flechtpraktik genutzt. Denn diese Methode der Lagerung ist nicht nur hübsch, sondern auch platzsparend und ersetzt ein Gemüsenetz. Hinzu kommt beziehungsweise kam ein weiterer Punkt: Zwiebelzöpfe wurden auch im Stall oder Haus aufgehängt. Man glaubte, dass sie Krankheiten und Unheil abhalten.

Um Zwiebeln flechten zu können, sollten die Knollen samt Laub getrocknet werden. Das dauert mindestens eine Woche, es kann aber auch mehrere Wochen brauchen, bis die Zwiebeln trocken sind. Dann sollten Erde und eventuell verdreckte, äußere Schalen entfernt werden, sodass eine saubere Zwiebel zurückbleibt. Danach kommt es auf die Länge des Laubes an.

Folgendermaßen können Sie Zwiebeln flechten:

Zu sehen ist ein Zwiebelzopf aus roten und hellen Zwiebeln, am Ende mit Blumen verziert auf weißem Untergrund (Symbolbild).
Besonders schön sind solche Zwiebelzöpfe, dafür braucht es aber Übung (Symbolbild). © CSH/Shotshop/Imago

Nach dem Flechten sollten Zwiebeln dann unbedingt kühl, dunkel, luftig und trocken gelagert werden, bis sie ihren Einsatz beim Kochen finden. Lagern Sie Zwiebeln nicht neben Kartoffeln.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant