Kork statt Filz

Weinkorken-Upcycling: So werden sie zum Kratzschutz für Ihre Topfpflanzen

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Weinkenner wissen: Im Winter passt Rotwein am besten zu deftigen Gerichten. Doch was tun mit den Korken? Anstatt sie wegzuschmeißen, benutzen Sie sie für Ihre Topfpflanzen.

München – Im Sommer trinken wir in lauen, schwülen Nächten lieber etwas Erfrischendes, Leichtes wie Weißwein oder Rosé. Doch in der kalten Jahreszeit darf es ruhig mal ein schwerer Merlot sein. Der passt schließlich besonders gut zu deftigen Fleisch- und Wintergerichten, die jetzt gut schmecken und sättigen. Doch wer öfter mal Rotwein trinkt, kennt das Dilemma: wohin mit den Korken?

Weinkorken-Upcycling: Mit ein paar Kniffen dienen sie als Kratzschutz für Ihre Topfpflanzen

Eigentlich sind diese ein reiner Wegwerfartikel, doch andererseits sind sie oftmals viel zu schade, um sie in den Restmüll zu geben. Was viele nicht wissen: Kork kommt aus Portugal, genauer gesagt aus Porto und wird dort als Baum gezüchtet. Daher empfiehlt sich, Korken einfach wiederzuverwenden – und zwar für Ihre Topfpflanzen in den eigenen vier Wänden! Das gilt übrigens auch für übrig gebliebenen Essig, mit dem Sie Ihre Zimmerpflanzen düngen können*.

Schließlich mussten einige Pflanzen nun ins Winterquartier geholt werden und auch viele Zimmerpflanzen wie die Hyazinthe mögen es gerne hell und sonnig. Daher ist ein idealer Standort die Fensterbank. Doch Vorsicht, wenn sich darunter eine Heizung befindet, die auf Hochtouren läuft. Dann kann es Ihren Zimmerpflanzen auch mal ganz schnell zu ungemütlich werden!

Wer dann öfters lüften möchte oder auch mal zum Gießen ran muss, bewegt auch oft die Übertöpfe der Pflanzen hin und her. Doch manche Topfböden sind sehr rau – mit der Folge, dass Sie die Fensterbänke (aus Marmor oder Holz) zerkratzen. Das ist unschön und muss auch nicht sein. Daher hat die Gartenmoni auch einen grandiosen Tipp, um das zu vermeiden: Korkenscheiben.

Weinkorken-Upcycling: So funktionieren Sie alte Korken zu Topfunterlagen um

Nehmen Sie also die übrig gebliebenen Korken zur Hand und schneiden Sie sie in dickere und dünnere Scheiben, je nach Durchmesser und Form des Topfbodens. Ist sein Rand außen höher als innen, sollten Sie zudem überlegen, die Scheiben nochmals zu halbieren, damit sie auch genau draufpassen. Achten Sie allerdings immer darauf, dass die Scheiben immer gleich hoch sind. Ansonsten kippt der Topf, was auch nicht Sinn der Sache ist. Bei ganz glatten Böden empfiehlt die Gartenexpertin dagegen, nur dünne Scheiben zu verwenden. Doch nicht nur unter dem Topf, auch im Topf können Korken Pflanzen wie Weihnachtssternen helfen, richtig zu gedeihen.

Wenn der Rand dagegen außen breiter und innen ganz glatt, reichen meist schon etwa vier dickere Scheiben aus. Diese befestigen Sie dann mit einem ganz normalen Alleskleber oder einer Heißklebepistole an die Bodenseite des Topfes, den Sie umgedreht haben. Am besten geben Sie noch eine Pappe darunter, falls etwas vom Kleber danebengeht. Dann drücken Sie die Korkenscheiben fest an und warten, bis alles angetrocknet ist. Übrigens: Korken lassen sich auch wunderbar als Weihnachtsdeko umfunktionieren und daraus kleine Tiere oder Weihnachtsbäumchen basteln. *merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / Karo

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