Zu sehen sind ein Vater und seine Tochter, die einen Weidenzaun aufbauen (Symbolbild).
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Der Bau eines Weidenzauns ist nicht schwer (Symbolbild).

Selbst ist der Gärtner

Weidenzaun gestalten: So verschönern Sie Ihren Naturgarten

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Ein Naturgarten lässt sich wunderbar mit einem Sichtschutz aus Weidenruten verschönern. Mit der richtigen Technik stecken Gartenfreunde diesen einfach selbst.

München – Ein Gartenzaun muss nicht unbedingt aus dem Gartencenter stammen. Engagierte Gärtnerinnen und Gärtner können diesen auch einfach selbst bauen. Besonders nachhaltig ist ein gesteckter Zaun aus Weidenruten. Kopfweiden lassen sich zudem auch im Garten anpflanzen, sodass das Material direkt zur Verfügung steht.

Weidenzaun gestalten: So verschönern Sie ihren Naturgarten

Der Naturgarten bietet viele Möglichkeiten der nachhaltigen und naturnahen Gestaltung. Wer plant, einen Weidenzaun selbst zu stecken, kann sich das Material im Garten selbst heranziehen. Dafür benötigen Gartenfreunde nur etwas Geduld. Im Herbst können Gärtnerinnen und Gärtner Äste der Korbweide kaufen und diese im Garten einpflanzen. (Zirbenholz und Zirbenöl: Fünf Vorteile der Zirbe)

Dafür stecken sie die Äste einfach ins Beet und geben den Pflanzen etwas Zeit. Werden die Tage wieder länger, beginnt der Ast auszutreiben. Nach zwei bis drei Jahren sind die Äste dann so stabil und kräftig, dass Gartenfreunde sie abernten können. Wer genug Weidenmaterial zusammen hat, kann dann im Herbst mit dem Bau seines Weidenzauns beginnen. (Terracotta-Topf: So reparieren Sie Ihren zersprungenen Blumentopf)

Weidenzaun gestalten: So flechten Gartenfreunde die Ruten richtig

Grundsätzlich lässt sich ein Weidenzaun am besten aus folgenden Weidensorten flechten:

  • Salweide
  • Korb- und Flechtweide
  • Silberweide
  • Reifweide

Um den Zaun gut flechten zu können, sollten die Ruten etwa vier Meter lang sein und einen Durchmesser von fünf bis zehn Millimetern haben. Sind die Ruten schon zu alt, um sie einfach zu biegen, empfiehlt es sich, sie für einige Zeit in Wasser einzulegen. So erhalten sie etwas Flexibilität zurück.

Flechten lassen sich die Ruten auch nur problemlos, wenn keine weiteren kleinen Ästchen oder Blätter mehr abstehen. Daher ist das Glätten der Ruten der erste Schritt beim Zaunaufbau. Danach müssen sich Gartenfreunde mehrere Holzpflöcke besorgen, die sie im Abstand von etwa 60 Zentimetern in die Erde stecken. Über die Anzahl der Pflöcke entscheidet die Länge des Zauns.

Sind die Pflöcke tief genug in der Erde befestigt, geht es ans Flechten. Dafür legen Gärtnerinnen und Gärtner die bearbeiteten Ruten immer abwechseln vor und hinter einem Pflock entlang. Ist eine Rute nicht lang genug für die ganze Zaunstrecke, ist das kein Problem. Gartenfreunde schneiden sie auf Höhe eines Pflockes ab und beginnen am selben Pflock mit einer neuen Rute. Über das Muster können Gärtnerinnen und Gärtner selbst entscheiden. (Brennholz: So wird es gehackt, getrocknet und aufbewahrt)

Einen besonders dichten Zaun erhalten sie, wenn sie die aufgelegten und geflochtenen Ruten immer wieder nach unten drücken. So passen wesentlich mehr Weidenruten in den Zaun hinein. Sollten die Ruten im kommenden Frühjahr ausschlagen, binden sie die neuen Triebe einfach mit in die Hecke ein. Auch das erhöht die Blickdichte des Zauns.

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