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Tanne in Küche und Haus-Apotheke: So nutzen Sie die Nadeln des bekannten Baums

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Von: Franziska Irrgeher

Tannenbäume sind bei Weitem nicht nur für Weihnachten geeignet, die Nadeln lassen sich auch gut gegen Krankheiten und im Bad nutzen.

München – Tannenbäume ziehen meist gefällt und perfekt vorbereitet zur Weihnachtszeit in unser Zuhause sein. Allerdings haben einige Gartenfans auch Tannen im eigenen Garten stehen. Die Bäume werden hoch, wurzeln tief und können ein stattliches Alter erreichen. Doch auch als Heilpflanzen haben Tannen einiges zu bieten.

Tanne in Küche und Haus-Apotheke: So nutzen Sie den bekannten Nadelbaum

Dass sogar Blätter bestimmter Bäume essbar und somit eine gute Notnahrung oder Salatzutat sind, ist vielen Naturbegeisterten längst bekannt. Essbare Wildpflanzen und Blüten auch, aber haben Sie schon mal Tanne probiert? Pur bestimmt nicht, aber einige Teile von Tannen lassen sich wunderbar nutzen, nicht nur in der Küche.

Folgendes können Sie mit Tanne beispielsweise machen:

Vieles davon lässt sich ganz einfach selbst machen.

Tanne in Küche und Haus-Apotheke: Maiwipfelsirup herstellen

Herbstzeit ist meist auch Erkältungszeit, wer eine Tanne im Garten hat, hat eine der bekannten Heilpflanzen schon mal vor der eigenen Tür. Maiwipfelsirup wird mit jungen Fichten- oder Tannentrieben gemacht, meist im Mai, daher der Name. Zudem ist Zucker nötig. Wichtig ist nur, dass es sich wirklich um eine Tanne handelt und nicht etwa um die giftige Eibe, zudem sollte der Baum unbehandelt sein.

Die frischen Tannenspitzen kommen immer abwechselnd mit einer Zuckerschicht in ein Einmachglas, wobei die Wipfelschicht doppelt so hoch sein sollte wie die Zuckerschicht, abschließend kommt immer Zucker darauf, dann wird das Glas verschlossen und darf erst mal zwei Wochen sonnig stehen. Es wird sich Sirup bilden, der dann gesiebt und genutzt werden kann. Wollen Sie den Sirup aufbewahren, dann sollte das in einem dunklen Glas geschehen.

Und wogegen hilft der Sirup nun? Vor allem gegen Erkältung, er ist schleimlösend und eignet sich bedingt aber auch zum Kochen.

Tanne in Küche und Haus-Apotheke: Badezusatz

Dass Nadeln einiger Bäume gut gegen Erkältungen sind, haben längst auch Kosmetikhersteller bemerkt. Es gibt natürlich fertige Badezusätze mit Fichte oder Tanne. Aber warum viel Geld ausgeben, wenn man das Ganze auch selbst machen kann?

Die Wirkung von Badezusätzen geht auf die ätherischen Öle der Tannennadeln zurück. Pro Bad reichen rund 100 Gramm der Tannennadeln, mit denen wird zuerst etwa zehn Minuten lang ein Sud gekocht, der dann ins Badewasser kommt. So pieksen keine Nadeln, der Effekt bleibt aber erhalten.

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Tanne in Küche und Haus-Apotheke: Tee

Ähnlich wie der Sud wirkt auch Tee als Tannennadeln, nur eben innerlich. Für eine Tasse reicht etwa ein Teelöffel kleingeschnittener Nadeln, das Ganze zieht wie der Sud auch zehn Minuten. Jedoch sollte die innere Anwendung immer erst abgewägt werden, denn nicht jeder verträgt den Tee. Schlimmstenfalls kommt es zu Durchfall, testen Sie das Ganze daher bitte vorsichtig und schluckweise.

Tanne in Küche und Haus-Apotheke: Nadelöl stärkt die Atemwege

Tannennadel-Öl ist etwas, das Gartenfans theoretisch selbst machen können. Einfacher ist es aber, das Öl fertig zu kaufen. Wer aber neben einem Raumduft auch gerne etwas zum Inhalieren hätte, der kann alternativ auf Tannensud zurückgreifen. Für Tannenspitzensud werden laut BW24 die Tannenspitzen für 20 Minuten in einem Topf gekocht, danach wird 20 Minuten damit inhaliert, um die Atemwege zu stärken*.

Somit sind Tannen also vielseitig einsetzbar und für weit mehr geeignet als nur als Deko am Weihnachtsbaum. *bw24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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