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Spitzwegerich: Aussehen und Verwendung des Heilkrauts

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Von: Franziska Irrgeher

Spitzwegerich ist in vielen Gärten und Wiesen zu finden. Viele wissen jedoch nicht, dass das vermeintliche Unkraut eine tolle Heilpflanze ist. So wird Spitzwegerich eingesetzt.

Berlin – Grün, unscheinbar und mit dezenten Blüten. Der Spitzwegerich tarnt sich gut im Gras, dabei steckt viel Potenzial in der Pflanze. Er ist vor allem als Heilkraut beliebt und kann gezielt angepflanzt werden, sofern er noch nicht in der Wiese wächst.

Spitzwegerich: Aussehen und Verwendung des Heilkrauts

Im Frühjahr, wenn das Gras wächst, entdecken wir so einige Pflanzen, die scheinbar Unkraut sind. Auch der Spitzwegerich fühlt sich auf Wiesen oder in Gärten wohl und taucht oft von selbst auf. Jedoch können Gartenfans die Pflanze auch gezielt ansiedeln und nutzen, denn sie ist vor allem gut gegen Erkältungen. Auch auch bei Mückenstichen leistet Spitzwegerich erste Hilfe.

Spitzwegerich: Aussehen und Vorkommen

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) wird laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zwischen fünf und 60 Zentimeter hoch und blüht von Mai bis in den September. Er kann außerdem ganzjährig geerntet werden. Er heißt auch mal Schlangenzunge, Lungenblatt oder Spießkraut und gehört zu den Wegerichgewächsen. Die Wurzeln können weit in die Tiefe reichen. Außerhalb der Blütezeit sind nur die grünen Blätter zu sehen, die in einer Rosette zusammenstehen. Sie sind länglich, etwa einen Finger breit und weisen Rillen auf, die Blätter sind ungestielt.

Spätestens mit der Blüte erkennt den Spitzwegerich dann jeder, der ihn schon mal gesehen hat. Die Blüten sind nicht besonders hübsch, aber durchaus bei Insekten beliebt. Die Blüten sind braun und weiß. Gut zu unterscheiden ist der Spitzwegerich außerdem vom Breitwegerich, dessen Blätter deutlich breiter und eher oval sind, auch die Blüten zeigen deutliche Unterschiede. Spitzwegerich ist weit verbreitet und kommt oft in Parks oder auch Fettwiesen vor. Zudem ist er eine Zeigerpflanze.

Und wenn er im Garten noch nicht vorkommt, kann er auch recht einfach angepflanzt werden. Er mag lehmige oder sandige, eher trockene und tiefgründige Böden und kann ab dem Frühjahr ausgesät werden. Bestenfalls direkt im Gras oder Beet. Da die Wurzeln recht tief reichen, ist der Anbau im Topf nicht wirklich sinnvoll. Saatgut finden Sie im Gartencenter oder online, oft ist das Kraut bei den Heilpflanzen zu finden.

Spitzwegerich: Anwendung als Heilpflanze

Natürlich bietet der Spitzwegerich Insekten Nahrung, bei Menschen ist er aber vor allem aufgrund seiner Heilwirkung beliebt. Laut NABU stecken in Spitzwegerich beispielsweise Zink, Vitamin C und B, Kalium, Gerbstoffe und einiges mehr.

Folgende Anwendungsbereiche gibt es für Spitzwegerich als Heilpflanze:

Neben Sirup ist Tee eine einfache Zubereitungsmethode. Dafür werden mindestens drei frische oder etwa ein Esslöffel getrockneter Blätter benötigt. Mit heißem Wasser überbrühen und anschließend zehn Minuten ziehen lassen. Sirup und viele weitere Präparate gibt es in Kräuterläden oder Apotheken zu kaufen, dort berät man Sie auch zur genauen Anwendung.

Giftig ist Spitzwegerich übrigens nicht, auch Breitwegerich nicht. Daher besteht bei falscher Anwendung kaum Gefahr. Natürlich können besonders motivierte Pflanzensammler sich auch an Tinkturen oder Ölen aus dem Kraut versuchen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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