Orange Vitaminbomben

Sanddorn: Deshalb sollten Sie ihn im Garten anpflanzen und so werden die Beeren verarbeitet

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Sanddorn kennen viele sicherlich als Saft. Die kleinen orangen Beeren gibt es in flüssiger Form zu kaufen, aber einfacher ist es, Sanddorn selbst im Garten anzupflanzen.

Hamburg – Leuchtend orange Beeren und lange Dornen zeichnen den Sanddorn aus, was die Ernte der Beeren schonmal schwierig gestalten kann. Aber es lohnt sich, denn die Beeren sind wahre Vitaminbomben.

Sanddorn: Deshalb sollten Sie ihn anpflanzen und so werden die Beeren verarbeitet

Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist in Deutschland heimisch und wächst daher auch gut im Garten. Vorausgesetzt er steht sonnig, denn Schatten mag die Pflanze überhaupt nicht. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) bevorzugt die Pflanze durchlässige Böden, der NDR empfiehlt daher, Sand mit einzuarbeiten. Denn zu verdichtet oder lehmig sollte der Boden nicht sein. Als Tiefwurzler mag er außerdem tiefgründige Böden. Ein perfekter Zeitpunkt zum Pflanzen ist im Herbst gekommen.

Hierfür benötigen Sie:

  • Genügend Platz: Sanddorn kann laut NDR bis zu fünf Meter hoch und vier Meter breit werden
  • Einen sonnigen Standort
  • Mindestens drei Pflanzen: Eine davon männlich, zwei weiblich – nur weibliche Pflanzen tragen Beeren
  • Eine Wurzelsperre gegen Ausläufer – es sei denn, Sie möchten noch mehr Sanddorn

Sanddorn im Garten besticht nicht nur aufgrund seiner einzigartigen Optik, er eignet sich auch ideal als Rückzugsort für Vögel dank seiner Dornen. Zudem sind die Beeren auch für Menschen wahre Vitaminbomben. (Vogelschutzgehölze und blühende Hecken: So helfen Sie Vögeln und Insekten)

Sanddorn enthält pro 100 Gramm bis zu 450000 Mikrogramm Vitamin C, außerdem:

  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Verschiedene B-Vitamine
  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium und mehr

Sanddorn: So werden die Beeren verarbeitet

Damit die guten Inhaltsstoffe auch genutzt werden können, geht es ab Mitte September an die Ernte. Der NDR rät dazu, die vorderen Triebe samt Beeren abzuschneiden. Im Anschluss lassen sich die Beeren des Sanddorns zum Beispiel mit einer Gabel abstreifen. (Beeren-Arten: Diese dürfen Sie im Herbst verzehren, und diese sind giftig)

Aber Achtung vor den Dornen, tragen Sie lieber Handschuhe. Eine andere Erntemethode ist es, Zweige samt Beeren einzufrieren. Die gefrorenen Beeren lassen sich dann leichter abstreifen.

Danach werden die Beeren verarbeitet. Folgende Optionen gibt es zum Beispiel:

  • Trocknen: Entweder im Backofen oder im Dörrautomat, zuvor sollten schadhafte Stellen abgeschnitten werden. Auch Trocknen an der Luft ist möglich, dauert aber länger.
  • Saft: Ebenso wie bei anderen Beeren aus dem Garten, werden auch dabei die Beeren knapp bedeckt mit Wasser zunächst einige Minuten gekocht. Sind sie weich beziehungsweise aufgequollen genug, werden sie zerdrückt und durch ein Sieb gegeben. In ein heiß ausgewaschenes Gefäß luftdicht abgefüllt, bleibt der Saft lange haltbar. Zucker im Wasser kann den sauren Geschmack etwas mildern.
  • Bonbons, Eiswürfel und mehr: Ist der Saft einmal hergestellt, sind der Kreativität bei der Weiterverarbeitung kaum Grenzen gesetzt. Sie können anschließend daraus Eiswürfel machen oder auch fruchtige Bonbons. Natürlich schmeckt Sanddorn-Saft auch im Smoothie gut.
  • Als Dressing: Zum Salat schmeckt der Saft auch gut mit Öl und etwas Honig, nach Belieben würzen.
  • Tee: Hierfür eignen sich sowohl getrocknete als auch frische Beeren. Einen Teelöffel davon mit etwa 200 Milliliter kochendem Wasser übergossen. Zugedeckt maximal zehn Minuten ziehen lassen und dann trinken. Für die Beeren eignet sich ein Teesieb.

Darüber hinaus kann aus Sanddorn-Beeren auch Marmelade gemacht werden oder eine leckere Suppe mit anderen frischen Zutaten wie Gemüse aus dem Garten. (Fructoseintoleranz: Dieses Obst können Sie trotz Ihrer Unverträglichkeit essen)

Rubriklistenbild: © imago images / Shotshop

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