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Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Hiermit sagen Sie Krankheiten den Kampf an

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Von: Franziska Irrgeher

Antibiotika werden oft verschrieben, können aber bei regelmäßiger Einnahme Resistenzen verursachen. Pflanzliche Alternativen gibt es jedoch auch. Sie werden oft für eine spezifische Krankheit eingesetzt.

München – Lange bevor Antibiotika entwickelt wurden, nutzten die Menschen Heilpflanzen. Dabei haben wir diese Idee nicht erfunden, Tiere mit massivem Wurmbefall fressen beispielsweise gezielt Pflanzen wie Beifuß. Was wir an intuitivem Wissen verloren haben, wurde aber glücklicherweise aufgezeichnet und uns steht eine ganze Reihe von pflanzlichen Alternativen zu verschreibungspflichtigen Antibiotika zur Verfügung.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Damit sagen Sie Krankheiten den Kampf an

An sich wirken Antibiotika meist gut und schnell, das Problem ist nur, dass immer mehr Bakterienstämme Resistenzen bilden. Der Stoff wirkt dann kaum oder gar nicht. Bei Pflanzen, die gelegentlich eingenommen werden, ist diese Gefahr kaum gegeben. Sie helfen aber auch meist weniger schnell und können Allergien auslösen. Überlegen Sie daher, falls es bei der Einnahme zu gereizten Augen oder anderen Symptomen kommt, ob es eine Allergie sein könnte*. Besprechen Sie aber auch die Einnahme pflanzlicher Mittel mit Ihrem Arzt oder Apotheker, denn es kann Wechselwirkungen mit Medikamenten geben.

Die meisten pflanzlichen Antibiotika-Alternativen bauen Hobbygärtner selbst an und ernten sie später.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Salbei für Mund- und Rachenraum

Salbei ist schon als wirksames Mittel gegen Erkältungen und Entzündungen im Mundraum bekannt. Er wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Vor allem das Öl ist beliebt. Aber auch Salbei-Tee aus frischen Blättern kann bei Problemen im Mundraum helfen , entweder trinken Sie den Tee oder gurgeln damit. Für die Verdauung ist Salbei übrigens auch gut.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Zwiebeln gegen Atemwegserkrankungen

Zwiebeln riechen ähnlich wie Knoblauch intensiv, treiben uns die Tränen beim Schneiden in die Augen und manche meiden sie. Dabei haben Zwiebeln viele tolle Eigenschaften, denn sie sind nicht nur gesund, sondern wirken auch antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend. Ob als Saft bei einer Erkältung mit Halsproblemen getrunken oder auf einen Insektenstich getupft – Zwiebeln sind wahre Allrounder. Binden Sie sie regelmäßig in die Ernährung ein, beispielsweise als Salat mit frischen Tomaten und Ziegenkäse oder Oliven.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Aloe Vera für die Haut und als Saft

Aloe Vera kennen die meisten entweder als hübsche Zimmerpflanze oder als feuchtigkeitsspendenden Bestandteil von Kosmetik. Tatsächlich hat Aloe Vera aber noch mehr drauf, kann entzündungshemmend wirken und auch Pilze und Bakterien die Vermehrung schwerer machen. Sie können Aloe Vera auch als Saft trinken, dann wirkt sie innerlich. Netter Nebeneffekt: Der Saft hat eine leicht abführende Wirkung und kann so die Regeneration nach einer Erkrankung beschleunigen.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Kamille gegen Entzündungen

Kamille ist ebenso wie die Zwiebel ein wahrer Allrounder bei Krankheiten. Ob als Kamillentee oder zum Gurgeln – die Pflanze hilft gegen viele Beschwerden. Kamille beruhigt den Magen, außerdem soll sie das Blut reinigen und Entzündungen hemmen. Beruhigend wirkt Kamille auch. Ob für die Regeneration der Haut bei Wunden, als Tee, Mundspüllösung oder als Badezusatz – Kamille taucht fast überall auf.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Schafgarbe gegen Magenbeschwerden

Schafgarbe ist eine Pflanze, die sich in fast jedem Garten (vorausgesetzt, Sie gehen nicht gegen jedes Unkraut vor) findet und auch in Wiesen oft vorkommt. Wer mit Bauchkrämpfen, zu viel Luft im Bauch oder anderen Beschwerden zu kämpfen hat, kann Schafgarbe nutzen. Auch bei Menstruationsbeschwerden soll sie helfen sowie Galle und Leber stärken. Die Pflanze hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung und Sie können sie einfach ernten und trocknen.

Pflanzlicher Antibiotika-Ersatz: Kapuzinerkresse und Meerrettich für die Blase

Vor allem Frauen kennen das Problem immer wiederkehrender Blasenentzündungen. Irgendwann will man dann kein Antibiotikum mehr schlucken, da es auf Dauer die Darmflora zerstört. Meerrettich und Kapuzinerkresse müssen her. Denn die Senföle darin sollen so gut wie normales Antibiotikum wirken. Studien dazu gibt es auch. Meist müssen die Wirkstoffe aber in hoher Dosierung mehrere Tage eingenommen werden. Wenn Sie zu allergischen Reaktionen neigen, kann das ein Problem sein. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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