Kleines Öl-Lexikon

Das richtige Öl in der Küche verwenden: Braten, Dressing und mehr

  • Stephanie Drewing
    vonStephanie Drewing
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Olivenöl, Sonnenblumenöl oder doch lieber Rapsöl? Damit Sie nicht den Überblick verlieren, verraten wir Ihnen hier, welches die besten Öle für die Küche sind.

München – Die beliebtesten Speiseöle in Deutschland sind Olivenöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Ein Öl ist ein natürliches Fett und ist bei Raumtemperatur flüssig. Kokosöl ist daher eigentlich kein „echtes“ Öl, da es wie Butter und Schmalz fest ist. Da es pflanzlich ist, wird es aber dennoch dazugezählt.

Besonders pflanzliche Öle enthalten oft mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die als sehr gesund gelten und den Cholesterinspiegel senken können. Außerdem enthalten Öle auch Vitamin E, welches dem menschlichen Körper hilft, weitere fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Und nicht zu vergessen: Öl ist ein wichtiger Bestandteil für den Geschmack.

Das richtige Öl in der Küche verwenden: Braten, Dressing und mehr

Es gibt kein Allrounder-Öl, das für alle Verwendungsarten in der Küche eingesetzt werden kann. Je nach Zubereitungsart, verwendeter Hitze und Geschmack sollten unterschiedliche Speiseöle genutzt werden.

Wichtig für die Qualität und wie gesund Öle sind, ist die Herstellung und Weiterverarbeitung des Rohöls aus Pflanzen:

  • Kaltgepresstes, natives Öl: Ist die schonendste Herstellung von Öl und für die Ernährung besonders gut, da die wichtigsten Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Eignet sich optimal für die kalte Küche und sollte nicht zum Anbraten genutzt werden.
  • Warmgepresstes Öl: Kann erhitzt werden und ist günstiger, sehr lange haltbar und meist recht geschmacksneutral. Allerdings werden beim Erhitzen viele wichtig Begleitstoffe im Öl zerstört. Dieses Öl kann gut zum Anbraten oder Frittieren genutzt werden.
  • Raffiniertes Öl: Dieses Öl kann erhitzt werden und wird von allen Pflanzenresten und Trübstoffen befreit. Dies führt zu einer langen Haltbarkeit.

Beim Kauf von Olivenöl gibt es auch verschiedene Qualitäten zu beachten:

  • Natives Olivenöl extra bezeichnet die höchste Güteklasse und wird mechanisch gewonnen. Es weist wenige freie Fettsäuren auf.
  • Natives Olivenöl wird auch mechanisch gewonnen und weist mehr freie Fettsäuren auf.
  • Einfaches Olivenöl ist eine Mischung aus raffiniertem und nativen Olivenöl.

Gutes Olivenöl muss nicht immer teuer sein, auch im Discounter können Hobbyköchinnen und Köche bereits gute Qualität zum kleinen Preis erwerben.*

Das richtige Öl in der Küche verwenden: So werden die verschiedenen Öle eingesetzt

Die richtige Verwendung für die verschiedenen Speiseöle sieht so aus:

  • Sonnenblumenöl ist geruchslos und hat einen milden Geschmack. Sonnenblumenöl eignet sich zum Braten und auch zum Backen, da es auch hohe Temperaturen aushält. Es sollte nach dem Öffnen schnell aufgebraucht werden.
  • Olivenöl eignet sich am besten für Dressings, Antipasti, Pasta und Pesto, da es beim Erhitzen viele wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe verliert. Olivenöl hat eine fruchtig-aromatische Note.
  • Leinöl hat einen herzhaften Geschmack und sollte nicht erhitzt werden. Es passt vor allem zu kalten Speisen und Salaten. Leinöl wird meist in kleinen Flaschen verkauft, da es nur eine sehr geringe Haltbarkeit hat und deswegen auch im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte.
  • Walnussöl begeistert durch ein nussiges Aroma. Es darf auch nicht erhitzt werden und passt ebenfalls gut zu kalten Speisen, Salaten oder auch für Desserts.
  • Rapsöl eignet sich zum Erhitzen aber auch für kalte Speisen. Egal ob Dressing, Braten oder auch zum Backen. Da es lichtempfindlich ist, sollte es dunkel gelagert werden.

Um die Haltbarkeit von Ölen zu erhöhen, sollten sie luftdicht, dunkel und kühl gelagert werden. Es empfiehlt sich deshalb eine Aufbewahrung im Kühlschrank. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / agefotostock

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