So geht es

Kräuter haltbar machen: Diese Möglichkeiten gibt es dabei

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Frische Kräuter sind toll, aber leider nicht lange haltbar. Damit Kochfans lange etwas von ihnen haben, müssen sie richtig haltbar gemacht werden. Das geht nicht nur durch Trocknen.

München – Frischer Kräuter sind toll und engen sich zum Würzen eines jeden Gerichts. Doch so ein frisches Kräuterbündel, selbst wenn es in der Kühltheke lag, wird irgendwann welk und ist nicht mehr essbar. Das können Kochfans mit der richtigen Aufbewahrungsmethode verhindern, denn Kräuter haltbar zu machen, ist nicht schwer.

Kräuter haltbar machen: Trocknen, Einfrieren und Co.

Neben Gewürzen sind es vor allem Kräuter wie Basilikum, Thymian, Oregano und Rosmarin, die unsere Küche bereichern und die Geschmacksknospen herausfordern. Beliebt ist auch Lavendel aufgrund der beruhigenden Wirkung. Zudem gibt es diverse Heilkräuter aus Wald und Garten, die Pflanzenfans gegen Krankheiten und sogar zur Haarpflege nutzen können. Aber man muss sie alle erst mal haltbar machen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten.

So lassen sich Kräuter haltbar machen:

  • Trocknen: Die wohl einfachste Methode, sofern man es richtig angeht. Trocknen eignet sich gut für Küchenkräuter, also alles was mitgekocht wird und auch Kräuter zum Räuchern dürfen getrocknet werden. Dazu werden die Kräuter erst mal gewaschen und vorsichtig etwas abgetrocknet. Nun binden Pflanzenfans sie zu einem Bündel zusammen, nicht zu dick. Die Bündel werden dann kopfüber mehrere Wochen zum Trocknen aufgehängt. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist dabei unbedingt zu vermeiden und wärmer als maximal 20 Grad Celsius sollte der Raum nicht sein. Speisekammern sind perfekt. Gut getrocknet werden können typische Küchenkräuter wie Rosmarin oder Oregano, aber auch Lavendel.
  • Dörren: Wer einen Dörrautomaten besitzt, hat noch eine weitere und deutlich schnellere Option. Kräuter lassen sich bei der richtigen Einstellung des Geräts gut dörren, das dauert mehrere Stunden, gibt aber gute Ergebnisse und geht vergleichsweise schnell. Auch im Backofen ist das Dörren von Kräutern theoretisch bei niedrigster Temperatur (maximal 50 Grad Celsius) möglich.
  • Einfrieren: Noch eine einfach Methode, für die die Kräuter erst mal gewaschen werden. Sie haben die Wahl zwischen gehackten oder ganzen Kräutern, beides kann gut eingefroren werden. Besonders Kräuter, die weiche Blätter haben eignen sich dafür. Also Petersilie, Dill und alles, was man im Supermarkt im Tiefkühlregal findet. Eine praktische Option sind auch Portionen im Eiswürfelbehälter. Nach Belieben schon vorbereitet mit Öl oder als Marinade.
  • Kräuterbutter und Aufstrich: Diese Option beinhaltet das Verarbeiten der Kräuter und ist weniger eine Aufbewahrungsmethode. Kräuterbutter können Sie mit unserem Rezept leicht selbst machen und haben die Wahl zwischen allem, was gerade Saison hat. Eine andere Option sind Würzpasten und Pestos. Dabei geht es auch außergewöhnlich mit Giersch, Schafgarbe, Bärlauch oder mehr.

Es gibt also zahlreiche, sehr einfache Methoden, Kräuter aufzubewahren und danach schnell nutzen zu können. Bestenfalls ernten oder kaufen Sie ein Mal größere Mengen der Kräuter und verarbeiten Sie dann sofort für die Aufbewahrung. Doch Vorsicht: Beim Kochen dürfen nicht alle Kräuter sofort mit in den Topf*. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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