Frühkartoffeln

Kartoffeln vorkeimen lassen: Deshalb ist Mitte Februar der perfekte Zeitpunkt

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Kartoffeln im Garten gibt es als Frühkartoffeln und spätere Sorten. Wer jetzt Kartoffeln vorkeimen lässt, sichert sich eine frühere Ernte. Das ist jetzt dabei wichtig.

München – Kartoffeln zählen zu den beliebtesten Lebensmitteln der Deutschen. Kein Wunder also, dass viele Gärtner auch selbst Kartoffeln anbauen möchten. Frühkartoffeln können, wie der Name bereits sagt, früh geerntet werden. Wer sie jetzt vorkeimen lässt, beschleunigt das Ganze noch mal.

Kartoffeln vorkeimen lassen: Deshalb ist jetzt der perfekte Zeitpunkt

Man kennt es von Kartoffeln aus dem Supermarkt oder vom Bauernhof um die Ecke: Liegen Kartoffeln zu lange herum und bekommen Licht ab, beginnen sie auszutreiben. Was bei Lebensmitteln lästig ist, kann für eine erfolgreiche Saat später aber hilfreich sein.

Bei Speisekartoffeln ist der Solaningehalt bei gekeimten Exemplaren höher, daher sollten sie entweder weggeworfen oder großzügig beschnitten werden. Ab wann genau eine Kartoffel ungenießbar wird, weiß merkur.de*. Saatkartoffeln (auch Pflanzkartoffeln) dagegen sollen und dürfen keimen. Der Perfekte Zeitpunkt, um Kartoffeln vorkeimen zu lassen, ist Mitte Februar gekommen.

Wo das Solanin beim Essen stört, hilft es der Kartoffel draußen gegen Krankheiten. An sogenannten Augen treibt die Kartoffel aus. Vorkeimen ist nicht zwingen nötig. Hilfreich kann es aber sein, denn so lässt sich die Kartoffel früher ernten und ist resistenter gegen Schädlinge und Krankheiten. Ab Ende März darf die gekeimte Kartoffel dann nach draußen.

Kartoffeln vorkeimen lassen: So geht es

Wer Frühkartoffeln vorkeimen lässt, kann dann schon ab Mitte Mai ernten. Gut können Kartoffeln in Eierkartons vorkeimen. Ähnlich wie bei selbst gemachten Anzuchtschalen finden die Kartons dabei eine neue Verwendung. Nachhaltiges Gärtnern also.

Und so geht es:

  • Der beste Zeitpunkt fürs Vorkeimen von Kartoffeln ist Mitte Februar.
  • Mischen Sie Sand mit zwei Teilen Kompost oder verwenden Sie lockere Erde und füllen sie die Töpfe bis zur Mitte damit.
  • Die Kartoffeln werden nun mit den meisten Augen nach oben eingesetzt.
  • Eine Haube über dem Ganze kann den Prozess unterstützen.
  • Der Standort sollte hell und kühl sein, die Kartoffeln werden anfangs angegossen.
  • Kartoffeln und Erde sollten nun leicht feucht gehalten werden.

Alternativ können die Kartoffeln auch nebeneinander in das Gefäß ohne Erde oder aufrecht in einem Eierkarton ausgelegt werden. Das sollte aber frühestens vier Wochen vor dem Auspflanzen geschehen. Zu warm darf es beim Vorkeimen nicht sein, maximal 15 Grad Celsius sind in Ordnung. Falls Sie eine Haube oder einen anderen Deckel nutzen, kann unter diesem am Fenster große Hitze entstehen und er sollte abgenommen werden. Pünktlich zur Gartensaison dürfen die Kartoffeln dann ins Beet. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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