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Die stärksten Heilpflanzen: Diese Exemplare wachsen auch im eigenen Garten

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Von: Franziska Irrgeher

Heilpflanzen begleiten uns im Alltag, meist eher unbemerkt. Einige davon wachsen mit etwas Pflege sogar im Garten. Das sind die stärksten.

Stuttgart – Heilpflanzen nutzen Mensch und Tier schon lange für diverse Probleme. Unsere Vorfahren wie beispielsweise Hildegard von Bingen haben sich intensiv mit den Wirkungen auseinandergesetzt und vieles schriftlich festgehalten. Und auch wenn immer neue Heilwirkungen oder Einsatzgebiete entdeckt werden, gibt es einige „Standard-“Heilpflanzen, die besonders wirkungsvoll sind.

Die stärksten Heilpflanzen: Diese Exemplare wachsen sogar im eigenen Garten

Heilpflanzen, wie sie im Garten oder draußen in der Natur wachsen, werden meist zu Tinkturen, Tabletten oder anderen Mitteln verarbeitet, die schnell und einfach angewendet werden können. Doch mit dem richtigen Wissen lassen sich gewisse Heilwirkungen auch in der Hausapotheke nutzen, dazu brauchen Pflanzenfans neben den Pflanzen lediglich etwas Zubehör und vor allem Erfahrung. Daher sollten die folgenden Heilpflanzen lieber nicht auf eigene Faust genutzt werden, denn manche haben Wechselwirkungen mit Medikamenten. Es ist aber definitiv interessant, was die Natur alles bereithält.

Das sind einige der stärksten Heilpflanzen, die auch im Garten gedeihen:

Natürlich gibt es noch viel mehr, etwa Baldrian oder Spitzwegerich. Die oben genannten kommen aber auch in fertigen Präparaten besonders häufig zum Einsatz oder werden weltweit genutzt.

Links ein Mörser mit Mariendistel-Samen, daneben eine Tasse Tee, dahinter zwei Blüten der Pflanze (Symbolbild).
Die Mariendistel wird schon lange als Heilpflanze genutzt (Symbolbild). © O. Diez/Imago

Die stärksten Heilpflanzen: Brennnessel für Blase und Salat

Die Brennnessel ist quasi das Allroundtalent unter den Heilpflanzen. Sie ist erstmal eine wunderbare Salatzutat, auch die Samen schmecken leicht nussig und lecker zu diversen Gerichten oder Snacks. Damit man sich an der Pflanze nicht brennt, können die Haare vorher mit einem Kochlöffel oder Nudelholz etwas abgeklopft werden.

Und dann gibt es da noch die Heilwirkung: Brennnessel wirkt entzündungshemmend und leicht entwässernd, ideal bei Blasenbeschwerden und Gelenkbeschwerden wie Gicht und Rheuma. Das Nesselgift enthält laut dem Südwestrundfunk (SWR) Histamin, Acetylcholin und Serotonin. Die beiden letzten fördern laut SWR die Durchblutung der Gelenke, das Ganze geschieht bei Berührung. Bessere Durchblutung sei gut bei Entzündungen und helfe, Krankheitserreger und Giftstoffe abzubauen. So gesehen schadet das gelegentliche Brennen bei der Ernte gar nicht.

Die stärksten Heilpflanzen: Mariendistel und Löwenzahn

Was die beiden gemeinsam haben, außer dass sie im Garten wachsen? Sie fördern die Verdauung beziehungsweise regen den Appetit an (Löwenzahn). Zudem können sie beide gut für die Leber sein, auch wenn das das Spezialgebiet der Mariendistel ist. Wer seinen Organen etwas Gutes tun möchte, kann beide Pflanzen also gelegentlich nutzen, Löwenzahn meist als Tee, Mariendistel meist als fertiges Präparat, sie ist aber ebenfalls als Tee nutzbar.

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Die stärksten Heilpflanzen: Ginkgo und Johanniskraut

Auch die beiden verbindet etwas, nämlich die Wirkung auf unser Gehirn. Ginkgo ist nicht nur als Pflanze schon uralt, sondern wird auch in der traditionellen chinesischen Medizin genutzt. Die Pflanze soll gut für das Gedächtnis sein und allgemein kognitive Leistungen verbessern, aber auch gegen Depression oder Angst kann Ginkgo helfen. Und das verbindet ihn mit dem Johanniskraut, einer bekannten Heilpflanze gegen leichte Depressionen und depressive Verstimmungen sowie Angstzustände sowie Unruhe, zudem soll es entzündungshemmend wirken. Allerdings kann Johanniskraut etwas lichtempfindlich machen und kann Wechselwirkungen mit der Pille haben.

Die stärksten Heilpflanzen: Ingwer gegen Erkältung

Zum Schluss noch das Wundermittel der Erkältungszeit: Ingwer. Die Knolle ist nicht nur eine leckere Zutat für Curry und diverse leicht scharfe Gerichte, sie hilft auch gegen Erkältungsbeschwerden. Dann hilft beispielsweise ein selbst gemachter Ingwer-Tee. Die Knolle lässt sich sogar im eigenen Garten anbauen. Auch Ingwer-Shots* können Sie daraus machen. *BW24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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