Gurke, Brennnessel und Co.

Natürliche Haarpflege: Diese Pflanzen aus dem Garten eigen sich

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Haarpflegeprodukte gibt es einige im Drogeriemarkt. Doch Sie können Ihre Haarpflegeprodukte auch mit Pflanzen aus dem eignen Garten herstellen.

München – Frauen und Männer verbringen viel Zeit ihres Lebens mit der Haarpflege, sei es waschen, stylen oder mit einer Haarkur. Gartenbesitzer oder Hobbygärtner mit Balkon können für die Haarpflege aber auch auf Pflanzen und Früchte aus dem Garten zurückgreifen. Dabei gibt es aber einige Punkte zu beachten, damit die natürliche Haarpflege nicht zum Desaster wird.

Natürliche Haarpflege: So nutzen Sie Pflanzen aus dem Garten

Im Internet kursieren bereits zahlreiche Anleitungen und Videos von Haarmasken aus Avocado oder Banane, doch nicht alle Versuche sind von Erfolg gekrönt. Wer natürliche Haarpflegeprodukte aus dem Garten ausprobieren möchte, sollte für den ersten Versuch sicherheitshalber ein Wochenende wählen. Denn nicht immer gelingt die Maske oder Haarwäsche auf Anhieb so wie geplant. Für viele Haarpflege-Tipps benötigen Sie neben Obst, Gemüse oder Pflanzen außerdem noch Zusätze wie Eier, Honig, Zitrone oder Essig. (Marienkäfer im Herbst: Deshalb sitzen sie an der Hauswand und so verhindern Sie das)

Natürliche Haarpflege: Haarmasken aus Banane und Avocado

Zugegeben, Bananen haben wohl die wenigsten im Garten, Avocado-Bäumchen im Kübel dagegen kommen etwas häufiger vor. Bestenfalls greifen Beautyfans also auf selbst angebaute Früchte zurück. (Mineralstoffmangel: Diese Lebensmittel aus dem Garten helfen)

Avocado enthält Biotin, das macht die Haare schön glänzend. Für die Herstellung der Haarmaske gibt es unterschiedliche Varianten, alle enthalten als Grundlage zerdrückte Avocado. Diese vermischen Sie zum Beispiel mit Eigelb und Olivenöl. Auch eine Variante nur mit Olivenöl oder mit Naturjoghurt und Honig gemischt ist möglich. Gut einwirken kann die Kur unter einem Handtuch und sollte mindestens 20 Minuten im Haar bleiben. Danach ausspülen und mit Shampoo die Haare waschen.

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Auch aus Bananen lässt sich eine Haarkur machen und wie bei der Avocado muss die Banane zuerst zerdrückt werden. Dabei ist das Ziel glänzende Haare. Für eine Haarmaske vermischen Sie die Banane zum Beispiel mit Eiweiß, Zitronensaft oder Kokosöl. Das Öl sollte erhitzt werden, das Eiweiß aufgeschlagen. Danach bleibt die Haarmaske mindestens 45 Minuten in den Haaren und wird anschließend mit Shampoo ausgewaschen. (Waschmittel aus Kastanien: So verwenden Sie die Nussfrüchte zum Waschen)

Natürliche Haarpflege: Haarspülung mit Kartoffelschalen, Brennnessel und Co.

Aber nicht nur Haarmasken, auch Spülungen lassen sich mithilfe von Pflanzen aus dem Garten ersetzen. Folgende eignen sich zum Beispiel gut:

  • Kartoffelschalen: Genauer gesagt geht es um das Kochwasser. Die Schalen sollen nährend und pflegend auf die Haare wirken. Die enthaltene Stärke ist außerdem gut für die Kopfhaut. Hierfür kochen Sie die Schalen für etwa 30 Minuten, sieben sie ab, lassen das Wasser abkühlen und verwenden es dann als Spülung. Dieses Hausmittel soll übrigens auch dafür sorgen, dass graue Haare etwas nachdunkeln.
  • Gurken: Sie ergeben entgegen ihrer eher festen Konsistenz auch eine gute Haaspülung für mehr Glanz. Dafür einfach eine Gurke fein reiben und danach wie eine Spülung im Haar verteilen und kurz einwirken lassen. Alternativ eignet sich auch Gurkenwasser gut, das nach der Haarwäsche verwendet wird.
  • Brennnesseln: Sie sollen auf juckende Kopfhaut beruhigend wirken. Für eine Spülung brauchen Sie einen halbe Liter kochendes Wasser, etwa drei Esslöffel Brennnesselblätter und eventuell Apfelessig oder Honig. Lassen Sie die Blätter etwa 15 Minuten im Wasser ziehen, danach absieben und wenn gewünscht mit Honig oder Apfelessig mischen. Tipp: Klopfen Sie bei frischen Brennnesseln mit einem Kochlöffel auf die Blätter oder verwenden Sie ein Nudelholz. So brechen die brennenden Härchen an der Unterseite ab.
  • Birkenblätter: Sie sollen Schuppen und Haarausfall vorbeugen, dürfen aber nicht auf hellblondem Haar angewendet werden, denn die Haare können damit nachdunkeln. Vier Esslöffel Birkenblätter werden mit heißem Wasser übergossen und müssen dann zehn Minuten ziehen, nach dem Absieben und Abkühlen verwenden Pflanzenfans die Spülung.
  • Salbeiblätter: Wirken antibakteriell, entzündungshemmend und beruhigen die Kopfhaut. Salbei lockt als blühende Pflanze im Garten außerdem Nützlinge an. Für eine Spülung übergießen Sie etwa vier Teelöffel der Blätter mit 300 Millilitern heißem Wasser und lassen sie einige Stunden ziehen. Anschließend absieben, mit kaltem Wasser verdünnen und anwenden.

In jedem Fall sollten die Reste der Masken gründlich ausgewaschen werden. Bei den Spülungen sollten Sie sich vorab informieren, ob die gewünschten Blätter auch Einfluss auf die Haarfarbe haben können. Manche Blätter wie Birke können die Haare etwas dunkler machen, andere wiederum eignen sich zum Aufhellen, zum Beispiel Kamille. (Geranien jetzt winterfest machen: Mit diesem Trick überstehen sie die kalte Jahreszeit)

Rubriklistenbild: © imago images / blickwinkel

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