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Grünkohl: Das heimische Superfood hat jetzt Hauptsaison – was in ihm steckt

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Von: Jasmin Pospiech

Das grüne Kohlgemüse ist lange Zeit in Vergessen geraten, erlebt aber aktuell wieder einen Boom. Besonders im Winter passt es zu herzhaften Gerichten und steckt voller Vitamine.

Bremen – Im Norden Deutschlands, allen voran Bremen, ist er ein Klassiker der gutbürgerlichen Küche: Grünkohl mit Pinkel. Das grüne Kohlgemüse ist einfach für viele die einzige Beilage zu der beliebten geräucherten Grützwurst. Zudem wussten bereits die Großeltern: Grünkohl kann noch viel mehr.

Grünkohl: Das heimische Superfood hat jetzt Hauptsaison – was in ihm steckt

Es passt nicht nur zu herzhaften Speisen wie Eintöpfen oder Suppen, sondern ist auch sehr vitaminreich. Das ist besonders hilfreich im Winter, wenn das Kohlgemüse Saison hat. Schließlich hält das den Körper gesund und fit in der kalten Jahreszeit und stärkt das Immunsystem. (Immunsystem pushen: Gemüse und Kräuter, die Ihre Abwehrkräfte unterstützen)

Der Grünkohl (Brassica oleracea) ist also das optimale Wintergemüse, das zudem schon in der Antike bekannt war. Ob er damals auch schon so häufig und gern verspeist wurde, ist allerdings nicht bekannt. Das heimische Superfood wird dagegen vorwiegend im Rheinland, in Westfalen und Schleswig-Holstein sowie in Niedersachsen angebaut. Was viele nicht wissen: Es gibt nicht den „einen“ Grünkohl, sondern viele verschiedene Sorten. Doch im Handel spielt das meist eine untergeordnete Rolle.

Grünkohl: Vitamin C, K & Co. – Das steckt Gesundes drin

Grünkohl enthält viele lebenswichtige Vitamine, darunter die Vitamine A und C. So beinhaltet eine Portion mit 100 Gramm 105.000 µg an Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bekannt. Das Vitamin ist dafür bekannt, dass es dabei hilft, die Knochensubstanz aufzubauen und zudem den körpereigenen Kalzium- und Phosphorhaushalt zu regulieren.

Mangelerscheinungen können sich bei Erwachsenen durch eine Knochenerweichung, auch Osteomalazie genannt, zeigen. Ein weiteres typisches Symptom ist das Zahnfleischbluten. Bei Kindern ist es die früher gefürchtete Rachitis, infolgedessen sich die Knochen verformen können. Stillende Mütter müssen ebenfalls aufpassen, da sie zudem einen leicht erhöhten Bedarf haben. (Mineralstoffmangel: Diese Lebensmittel aus dem Garten helfen)

Außerdem ist das Kohlgemüse reich an Vitamin K. Dieses unterschätzte Vitamin ist nicht nur am Knochenaufbau beteiligt, sondern sorgt dafür, dass die Blutgerinnung richtig funktioniert. Daher kann eine optimale Zufuhr mit dem Vitamin unter anderem Osteoporose, also Knochenschwund, vorbeugen. (Ernährung bei Osteoporose: Diese Lebensmittel aus dem Garten helfen gegen Knochenschwund)

Ist man nicht ausreichend mit Vitamin K versorgt, kann es dagegen zu Spontanblutungen und einer gestörten Blutgerinnung kommen, bei Säuglingen sogar im schlimmsten Falle zu Hirnblutungen.

Darüber hinaus enthält Grünkohl noch viel Kalzium, was ebenfalls den Knochen stärkt sowie Vitamin A, Folsäure und Vitamin E aber auch pflanzliches Eiweiß. (Weizenkeime: So macht die Vitalstoffbombe jetzt Quinoa, Chiasamen & Co. Konkurrenz)

Grünkohl: So schmeckt es – und wie Sie ihn richtig zubereiten

Generell hat Grünkohl einen eher süßlich bis herben Geschmack. Verstärkt wird dieser, wenn der erste Frost Mitte November kommt. Im Kohl ist Stärke enthalten, welches dann in Zucker umgewandelt wird.

Doch es gibt ein Problem: Oftmals wird das gesunde Kohlgemüse traditionell viel zu lange geschmort, dadurch gehen am Ende wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Dann wird das Blattgemüse schnell unappetitlich bräunlich.

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