Salzwasser, Essig und Öl

Gemüse einlegen: So machen Sie es zuhause selbst

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Eingelegtes Gemüse kennen viele durch Gurken. Die sind nicht nur ein beliebter Snack, sondern auch eine Zutat eines leckeren Burgers. Gemüse einlegen ist nicht schwer und geht auch zu Hause.

Schwäbisch Gmünd – Gemüse einzulegen ist keine neue Idee. Tatsächlich wird es so lange haltbar und dadurch ist diese Methode ideal für die Aufbewahrung im Winter geeignet. Wer Gemüse abseits der Klassiker selbst im Garten gezogen hat, ist mit Recht stolz darauf. Damit das neue Geschmackserlebnis aber noch einige Monate anhält, kann Gemüse einfach eingelegt werden.

Gemüse einlegen: So einfach geht es zu Hause

Einlegen und Fermentieren sehen optisch erstmal recht ähnlich aus, was das Ergebnis betrifft. Es gibt aber Unterschiede. Denn Gurken beispielsweise werden oft eingelegt, Kohl dagegen wie bei Kimchi oft fermentiert. Fermentieren bedeutet, dass Milchsäurebakterien dafür sorgen, dass schlechte Mikroorganismen keine Chance haben, während das Gemüse vergärt. Einlegen dagegen beinhaltet eine Flüssigkeit wie Salzwasser, Öl oder Essig, die Schimmelbildung verhindert und das Gemüse auf diese Art haltbar macht.

Gut eingelegt werden kann festes Gemüse, beispielsweise eignen sich:

und noch viel mehr. Bestenfalls legen Gemüsefans das Gemüse direkt nach der Ernte ein und haben so lange einen Vorrat. Wichtig ist nur, dass die Lebensmittel frisch und unbeschädigt sind, sauber natürlich auch. Wie auch beim Einkochen werden außerdem saubere, sterile Gläser benötigt. Ansonsten droht Schimmelbildung.

Gemüse einlegen: So geht sauer Einlegen

Der Einfachheit halber beschränken wir uns im Folgenden auf das sauer Einlegen von Gemüse. Es gibt zahlreiche Varianten, bei denen Gemüse teils auch vorgekocht und vorher gesalzen wird. Sehr wasserhaltiges Gemüse wie Paprika oder auch Gurken lassen sich gut sauer einlegen.

Der Essig dafür sollte mindestens fünf Prozent Säuregehalt haben, er wird mit Wasser gemischt, dazu kommt noch Salz sowie Zucker. Sowohl Zucker als auch Salz wirken zusätzlich zur Säure konservierend, so das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg. Das Landeszentrum empfiehlt für ein Kilo Gemüse jeweils einen halbe Liter Essig und Wasser, zusätzlich können Gewürze und Kräuter mit hinein.

Weiterhin wird empfohlen, den heißen Essigsud erstmal in die Gläser zu geben und abkühlen zu lassen. Dann noch mal aufkochen und nun erst über das Gemüse im Glas gießen. Verschließen und anschließend ist das eingelegte Gemüse abhängig von der Sauberkeit der Gläser und dem Essiggehalt drei Monate bis zu einem Jahr haltbar.

Nach Anbruch der Gläser sollten diese unbedingt in den Kühlschrank und schnell aufgebraucht werden. Bis dahin müssen die eigelegten Lebensmittel kühl und trocken stehen, ein ähnlicher Ort wie für eingekochtes Obst empfiehlt sich also.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia

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