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Erdmiete: So funktioniert sie und so bauen Sie sie selbst

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Von: Franziska Irrgeher

Was haben Menschen eigentlich mit ihrer Ernte gemacht, bevor es Kühlschränke gab? Eine Erdmiete genutzt. Das ist eine Box im Garten, in der Obst und Gemüse gelagert werden.

Leipzig – Gärtner stehen nach der Ernte von Obst und Gemüse im Herbst häufig vor dem Problem, wie das alles gelagert werden soll. Möglichst lange frisch und genießbar sollten die Früchte bleiben. Neben dem Kühlschrank gibt es aber noch andere Methoden.

Erdmiete: So funktioniert sie und so bauen Sie sie selbst

Die Ernte ist vorbei und nun geht es ans Lagern von Äpfeln, Karrotten, Kartoffeln und mehr. Je nach Art ist die Lagerung unterschiedlich, ob im kühlen dunklen Keller oder in einer Kiste mit feuchtem Sand. Aber Gärtner können es sich noch einfacher machen und die Natur für Kühlung sorgen lassen, mit einer Erdmiete.

Erdmiete: So funktioniert sie

Zunächst zur Funktionsweise: Eine Erdmiete ähnelt in der Funktion einem Kühlschrank, so der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Wenn Wohnung oder Haus also zu klein sind, können Hobbygärtner stattdessen den Garten als Kühlung für ihre Ernte nutzen. Der perfekte Zeitpunkt zum Anlegen einer Erdmiete ist laut MDR der Oktober, denn nun wird das letzte Gemüse geerntet.

Eine Erdmiete besteht aus einem Gefäß, das in ein etwa 30 bis 40 Zentimeter tiefes Loch im Boden kommt, darin wird zum Beispiel Gemüse eingelagert, das nach Bedarf den ganzen Winter über entnommen werden kann. (Äpfel lagern: So bleiben Äpfel mehrere Wochen frisch)

Erdmiete: So bauen Sie sie selbst

Vor dem Bau der Erdmiete sollte ein geeigneter Platz gesucht werden, Halbschatten ist laut Martin Krumbein von der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Erfurt ideal. Alternativ, so der Gemüseexperte gegenüber dem MDR, könne die Erdmiete auch im Gewächshaus oder unter einer Überdachung angelegt werden. Weiter rät der Experte zu einem Boden, der nicht zu trocken oder zu feucht ist, Wasser muss abfließen können. (Trüffel anbauen: So ernten Sie den Pilz nach einiger Zeit im eigenen Garten)

Folgendes Material benötigen Sie für den Bau einer Erdmiete:

Nachdem Sie alles vorbereitet haben, geht es ans Anlegen der Erdmiete. Folgendermaßen können Sie dabei vorgehen:

Erdmiete: Das darf hinein

Wenn Gemüse trotz Erdmiete erfriert, liegt das meist an der Art. Sehr frostempfindlich sind zum Beispiel Kartoffeln, sie brauchen genügend Dämmung in der Erdmiete. Besser geeignet sind Rüben. Kohl, Sellerie, Rote Bete, Pastinaken oder Karotten bleiben in der Erdmiete lange frisch. Äpfel dürfen laut dem MDR zum Beispiel auch hinein, sollten aber vom Gemüse getrennt gelagert werden. (Rote Beete: Wie Sie das Gemüse säen und ernten)

Ungeeignet sind laut MDR Kürbis oder Zucchini. Gartenfans sollten vor der Einlagerung also überprüfen, welche Bedingungen das Obst oder Gemüse für eine erfolgreiche Lagerung braucht. (Kürbiskerne: Wie Sie die Kerne richtig ernten und lagern)

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