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Deospray selbst machen: So geht es völlig natürlich und ohne Zusatzstoffe – mit nur zwei Zutaten

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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In vielen herkömmlichen Deodorants befinden sich Parfüm-, Konservierungs- und andere Zusatzstoffe. Wer es dagegen selbst macht, weiß, was drin ist. Hier eine Anleitung.

München – Wirksam sollen sie sein, am besten noch gut riechen und Schweißgeruch in Zaum halten: Deodorants und -sprays. Im Gegensatz zu Transpirantien verringern sie zwar die Schweißbildung nicht, sorgen aber dafür, dass unangenehme Duftnoten übertüncht beziehungsweise neutralisiert werden.

Deospray selbst machen: So geht es völlig natürlich und ohne Zusatzstoffe – mit nur zwei Zutaten

Doch solch ein Deo-Spray können Sie sich auch ganz einfach und kostengünstig zu Hause selbst machen. Die Herstellung ist wie auch bei selbst gemachten Hand- und Körperpeelings ganz einfach und basiert eigentlich nur auf zwei Zutaten:

  • Destilliertem Wasser
  • Natron (in Lebensmittelqualität)

Das Natron sorgt für die geruchsbindende Eigenschaft und neutralisiert unangenehme Gerüche. Doch auch andere Inhaltsstoffe in Deodorants können laut merkur.de bei einem Check der Stiftung Warentest sehr gut schützen.*

Und so geht‘s: Zuerst nehmen Sie eine kleine Sprühflasche zur Hand. Die kann wiederverwendet sein, also von einem bereits benutzten Sprüh-Deo, muss aber zuvor gründlich gereinigt werden. Als Richtwerte gelten ungefähr auf 100 Milliliter Wasser eineinhalb Teelöffel Natron zu geben. Dazu nehmen Sie einen kleinen Trichter und füllen zuerst das Natron in die Flasche. (Aloe Vera als Zimmerpflanze: Diese Pflege braucht sie – und so macht sie Ihre Haut und Haare geschmeidig)

Deospray selbst machen: Darauf müssen Sie bei der Herstellung achten

Anschließend kippen Sie das Wasser hinzu. Achten Sie aber darauf, dass es warm ist. Denn nur so kann sich das Natron im Wasser ganz auflösen. Falls nicht, verklumpt es und es kann passieren, dass das Röhrchen der Sprühflasche verstopft. Daher empfiehlt es sich auch, die Flasche erst einmal nur zu drei Vierteln mit Wasser zu füllen. Warmes Wasser und Natron eignen sich übrigens nicht nur für Kosmetikprodukte, sondern auch dazu, Äpfel gründlich zu waschen und von Pestiziden zu befreien.

Schütteln Sie die Flasche und schauen Sie immer wieder nach, wie sich die Schwebteilchen auflösen. Bei zu viel Natron schütten Sie einfach etwas ab von der Mischung und fügen wieder etwas Wasser hinzu. Wenn sich alles gut aufgelöst hat, geben Sie das restliche Wasser in das Fläschchen. (Ringelblumensalbe selbst machen: Achten Sie auf diesen Tipp, wird Sie zu Ihrer neuen Lieblingscreme)

Deospray selbst machen: Ätherische Öle und Kräuter aus dem Garten geben den letzten Schliff

Wenn Sie Ihr Deo verfeinern wollen, können Sie nun noch ein paar Tropfen ätherisches Öl, zum Beispiel aus Lavendel oder Salbei hinzugeben. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie die Flasche vor Gebrauch immer gut schütteln. Ansonsten mischt sich das Öl mit der Flüssigkeit nicht. (Kräuterheilsalbe: So stellen Sie sie ganz einfach selbst her – nur mit natürlichen Zutaten)

Zudem können Sie gutduftende Kräuter je nach Wahl im Stück oder kleiner geschnitten der Flasche hinzufügen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern sorgt ebenfalls dafür, dass die Inhaltsstoffe an das Wasser abgegeben werden. Dieses Prinzip macht man sich zum Beispiel auch bei einem Fußbad mit Rosmarin zunutze, um kalte Füße wieder aufzuwärmen.

Dennoch sollten Sie dann erst einmal an einer kleinen Hautstelle prüfen, ob Sie die Tinktur beziehungsweise die enthaltenen ätherischen Öle auch tatsächlich vertragen.

Rubriklistenbild: © imago images / Niehoff

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