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Chilis haltbar machen: So bringen Sie die Schoten sicher durch den Winter

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Von: Mattias Nemeth

Der erste Frost ist bereits da, jetzt ist es höchste Zeit, die letzten Chilis abzuernten. Doch wozu kann man die vielen Chilis verarbeiten?

Muenchen – Wenn Sie sich das ganze Jahr um Ihre Chili-Pflanzen gekümmert haben, dann wollen Sie auch so viel herausholen wie möglich. Doch das bedeutet auch, dass Sie, wenn es kalt wird, schnell die letzten Schoten ernten müssen. Wenn alles glatt lief, dann ist die letzte Ernte noch mal richtig umfangreich. Doch jetzt gilt es, die Ernte auch haltbar zu machen und da gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Chilis haltbar machen: So bringen Sie die Schoten sicher durch den Winter

Die meisten trocknen ihre Chilis und verarbeiten sie anschließend zu Pulver. Das geht mit einer Kaffeemühle recht schnell, alternativ lassen sich die getrockneten Chilis auch mit einem Mörser zu Chili-Flocken zerstoßen. Luftdicht verschlossen hält sich das Gewürz auch über lange Zeit hinweg. Eine Weiterverarbeitung des Chili-Pulvers ist auch eine Möglichkeit*. Denn mischt man dieses mit Meersalz und mit getrockneten Kräutern, hat man ein fantastisches Kräuter-Salz.

Chilis haltbar machen: Eingelegt in Essig und Öl

Chilis können aber auch sehr gut in Öl eingelegt werden. Dazu werden die Chilis zuerst sehr gründlich gewaschen. Dann wird ein Liter Wasser aufgekocht und mit 200 Millilitern Essig (zum Beispiel Weißweinessig), 10 Gramm Zucker und 20 Gramm Salz vermischt. In diesem Sud werden die Chilis fünf Minuten lang gekocht, dann herausgenommen und abgetrocknet. Anschließend kommen die Chilis in ein sterilisiertes Glas und werden mit Öl aufgefüllt und luftdicht verschlossen. Im Kühlschrank hält sich das Öl gut ein halbes Jahr.

Möchten Sie die Chilis lieber in Essig einlegen, dann fügen Sie 100 Milliliter mehr Essig hinzu und geben die Chilis nicht in den Sud. Stattdessen füllen Sie die Schoten gleich in das Glas und übergießen sie dann mit dem Sud.

Getrocknete Chiliflocken in einem braunen Teller. (Symbolbild)
Chilis sind aus der Küche nicht wegzudenken, gut, dass man sie auf so viele Arten haltbar machen kann. (Symbolbild) © Imago

Wichtig dabei ist Hygiene. Die Gläser und alle anderen Utensilien werden am besten kurz vorher mit heißem Wasser gespült, wie kraut&rüben berichtet.

Chilis haltbar machen: Weitere Methoden

Aber Sie können auch leckeres Chili-Öl daraus zaubern. Dazu die getrocknete Chilischoten in kleine Flaschen einfüllen, anschließend Öl über die Schoten geben, verschließen, schütteln und drei Wochen an einem kühlen, dunkeln Ort stehen lassen. Etwas ausgefallener wird das Ganze mit Thai-Ingwer und Kräutern.

Weitere Möglichkeiten zur Haltbarmachung:

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Sind noch viele grüne Chilis am Strauch, ist das natürlich sehr schade, denn Chilis reifen nur sehr schlecht nach. Aber Sie können einfach den gesamten Strauch samt Wurzeln in einen Eimer mit Wasser stellen und das Ganze an einen hellen und warmen Ort platzieren. So bekommen Sie noch mehr zum Ernten und Haltbarmachen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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