Naschen ohne Reue

Butterschmalz (Ghee) selbst machen: So backen Sie Plätzchen, wenn Sie laktoseintolerant sind

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Wenn die Weihnachtsbäckerei ruft, stehen Mehl, Zucker und auch Butter ganz oben auf der Einkaufsliste. Bei Laktoseintoleranz empfiehlt sich Butterschmalz. Und das können Sie auch selbst herstellen.

München – Jetzt ist wieder die Zeit angebrochen, wo geknetet, gerollt und ausgestochen wird: Mit dem Beginn der Vorweihnachtszeit duftet es jetzt wieder lecker nach Plätzchen und Lebkuchen. Für die meisten Sorten braucht es Grundzutaten, die in keinem Haushalt bzw. keiner Weihnachtsbäckerei fehlen sollten. Dazu gehören Mehl, Zucker und Butter.

Butterschmalz (Ghee) selbst machen: So backen Sie Plätzchen, wenn Sie laktoseintolerant sind

Besonders letztere ist in vielen Plätzchen-Rezepten zu finden, damit diese schön saftig und fluffig werden. Doch was tun, wenn Sie unter einer Laktoseintoleranz leiden? Dann müssen Sie dennoch nicht auf leckere Plätzchen wie Heidesand, Spitzbuben oder Vanillekipferl verzichten. Zwar ist Butter Milchfett, dennoch können sich noch Spuren von Milchzucker (Laktose) oder Milcheiweiß (Casein) darin befinden. Um sicherzugehen, empfiehlt sich hier Butterschmalz, in der indischen Küche auch Ghee genannt.

Dabei handelt es sich um sogenanntes Butterreinfett, das aus ausgelassener Butter von Kuhmilch durch das Entfernen von Wasser, Milcheiweiß und Milchzucker gewonnen wird. Anschließend können Sie das Butterschmalz, zumal es auch hoch erhitzbar ist, ganz normal zum Kochen, Braten, Frittieren oder Backen anstatt der normalen Butter verwenden* oder auch daraus sogar selbst Vogelfutter für den Winter herstellen.

Butterschmalz (Ghee) selbst machen: Das brauchen Sie

Viele Supermärkte haben Ghee in ihren Regalen stehen, doch oftmals zu horrenden Preisen. Günstiger wird es, wenn Sie es selbst zu Hause herstellen. (Obst einkochen im Backofen: So machen Sie Ihre Früchte lange haltbar)

Dazu kaufen Sie am besten mehrere Butter im Angebot. Achten Sie dabei darauf, dass Sie zu der mildgesäuerten oder Sauerrahmbutter greifen. Während Sie erste Variante zu allem verwenden können, ist die Süßrahmbutter die geeignete Wahl für Gebäck und Süßes.

Für das Butterschmalz brauchen Sie:

  • Butter
  • Topf
  • Kochlöffel, Schöpfkelle
  • Trichter, Filterpapier (alternativ: feines Sieb mit Küchenpapier ausgelegt)
  • Schraubgläser

Butterschmalz (Ghee) selbst machen: Zubereitung

Als erstes geben Sie die Butter in den Topf und schalten diesen auf mittlere Stufe. Lassen Sie den Deckel allerdings weg. Nun wird die Butter allmählich erhitzt. Mit der Folge, dass das Fett nicht (heraus-)spritzt. Rühren Sie die warme Masse dabei immer wieder vorsichtig um. Durch das leichte Köcheln setzt sich das Eiweiß am Boden ab und es entsteht Schaum. Das Wasser hingegen verdunstet. Schöpfen Sie den Schaum behutsam immer wieder ab. Diesen können Sie dann später im Restmüll entsorgen.

Der Vorgang dauert etwa ein bis zwei Stunden. Ist die Flüssigkeit schließlich klar und honigfarben, schalten Sie den Herd wieder aus. Nun schütten Sie das heiße, flüssige Butterschmalz durch den mit dem Kaffeefilter ausgelegten Trichter vorsichtig in ein Glas. Dadurch wird es nochmal gefiltert. Am Ende haben Sie reines Butterfett.

Lassen Sie die Flüssigkeit erkalten und schrauben dann den Deckel des Glases wieder auf. Da Butterschmalz durch diesen Prozess länger haltbar als Butter ist, können Sie es ungekühlt etwa neun Monate, im Kühlschrank bis 15 Monate stehen lassen. Auch wer Tomaten selbst einkocht, kreiert eine leckere Soße, die ebenfalls als Wintervorrat dienen kann. *merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / Sommer

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