Brot backen

Sauerteig verwenden: Aus diesen Gründen müssen Sie die alte Zubereitungsart ausprobieren

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Sauerteig wurde lange Zeit von neuen Backmethoden verdrängt. Doch seit ein paar Jahren entdecken Bäckerinnen und Bäcker die vielen Vorteile des Teigs erneut.

Bonn – Brot zu backen ist besonders in den Lockdown-Monaten zu einem neuen Hobby von vielen Gartenfreunden geworden. Dabei gibt es zahlreiche Brot-Varianten, besonders beliebt ist aber ein Brot aus Sauerteig. Sauerteig bringt viele gesundheitliche Vorteile mit sich und selbst große Bäckereien setzen immer häufiger auf die Spontangärung des Teigs.

Sauerteig verwenden: Deswegen unterstützen Sie damit Ihre Verdauung

Die Art der Herstellung von Sauerteig stammt wahrscheinlich aus dem alten Ägypten. Im Mittelalter ging das Wissen um die Herstellung größtenteils wieder verloren, bis der Sauerteig im 16. Jahrhundert wieder Aufschwung bekam. Sauerteig zeichnet sich dadurch aus, dass beim Mischen von Mehl und Wasser Milchsäurebakterien und Hefen entstehen, die den Teig gären lassen. Dadurch entsteht sein säuerlicher, nach Essig riechender Duft.

In vielen Gebäcken verwenden Hersteller mittlerweile wieder Sauerteig statt künstlich hergestellter Hefe, wie das Bundeszentrum für Ernährung feststellt. Gebäck aus Sauerteig bringt viele Vorteile mit sich, unter anderem sind das:

Sauerteig bringt also gesundheitliche und geschmackliche Eigenschaften mit, die viele andere Teigsorten nicht erfüllen können. Das Praktische bei der Herstellung ist zudem, dass neben Roggenmehl auch Pseudogetreide, Ur-Getreide oder Hülsenfrüchte als Grundlage für einen Sauerteig herhalten können.

Besonders verbreitet ist Sauerteig in Deutschland zurzeit in Roggenbroten, Frankreich nutzt den Teig jedoch auch für die Herstellung von Brioche und Baguettes.

So sieht ein aufgesetzter Sauerteig aus (Symbolbild).

Sauerteig verwenden: So stellen Sie ihn ganz leicht selbst her

Sauerteig zeichnet sich zum Beispiel durch die besondere Art und Weise der Herstellung aus. Dabei eignet sich Sauerteig besonders für das Backen von Bauernbrot*. Dabei mischen Gartenfreunde 100 Gramm Roggenmehl und 100 Milliliter warmes Wasser und stellen es einige Zeit zum Gären beiseite. Nach zwei Tagen sollte in dem Gemisch eine Spontangärung über entstehende Milchsäurebakterien und Hefen eingesetzt haben, weswegen der Teig nach Essig riecht. Der strenge Geruch ist also ein gutes Zeichen.

In den kommenden drei Tagen unterstützen Gartenfreunde die Gärung dann weiter, indem sie pro Tag 100 Gramm Mehl und 100 Milliliter Wasser hinzufügen. Gartenfreunde müssen bei der Herstellung von Sauerteig also ein bisschen Zeit mitbringen, haben dann aber ein leckeres und gesundes Ergebnis. Besonders gut entwickelt sich der Sauerteig, wenn er vor oder auf der Heizung steht und eine konstant warme Temperatur hat. An Tag fünf ist der Sauerteig dann fertig und Gartenfreunde können ihn verbacken. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panthermedia

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